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Freizeit | Tier & Mensch

Lebendiger Schmuck

Von Tanja Warter | 4. Jan 2012 um 12:06 in Tierisch gut | Kommentare (0)

Lebendiger Schmuck

© Tanja Warter

Was haben ein Mops und eine Handtasche gemeinsam? Klar, beide verhübschen die Trägerin. Ein Trend auch in Salzburg!

Da müssen Tierfreunde verständnislos den Kopf schütteln. Um  den Models aus der Werbung möglichst ähnlich zu sehen, haben immer mehr junge Mädchen ein extravagantes Accessoire: den Minihund. Im vergangenen Jahr  stieg die Anzahl der Wuffis mit einem Gewicht bis zu zehn Kilogramm in Österreich auf knapp 40 Prozent. 2009 waren es noch unter 30 Prozent. Eine Futterfirma hat genauer nachgeforscht und herausgefunden, dass die größten Zuwächse  bei jenen Hunden zu verzeichnen sind, die weniger als vier Kilogramm auf die Waage bringen. Die lassen sich am bequemsten zum Shoppen mitnehmen. Welcher Hund möchte denn noch über Wiesen toben, Katzen ärgern oder  im Dreck buddeln, wenn er durch Innenstädte geschleppt und dabei bewundert wird?

Wiegt ein Hund weniger als zwei Kilogramm, wird die Sache riskant. Die Knochen dieser Vierbeiner sind so fein und zerbrechlich, dass normales Spielen mit größeren Artgenossen lebensbedrohlich ist. Papierdünne Schädeldecken gehen schon bei sanften Pfotenhieben zu Bruch. Ein Minihund ist gestorben, weil er beim Apportierspiel mit seinem Besitzer einen Filzpatschen gegen den Kopf bekam. 

Jedem, der sich durch   den Chic der Plakate verleiten  lassen könnte, sei gleich gesagt: Auch die süßen Modehündchen haaren, sabbern auf die Designerkleidung, bekommen Flöhe und müssen mehrmals täglich. Und beißen können sie auch. 

Bild: SN/dpa