| | |
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Freizeit | Tier & Mensch

Damit alles passt

Von Tanja Warter | 18. Jan 2012 um 10:20 in Tierisch gut | Kommentare (0)

Damit alles passt

© Tanja Warter

Ausweiskontrolle! Diplomatenstatus erlangen sie zwar nicht, aber auch die meisten Tiere brauchen einen Pass. Für Auslandsreisen sowieso.
„Es ist sicher leichter, eine Bank zu überfallen, als ein Rind ohne Ohrmarke zu haben." So scherzen Salzburger Landwirte, wenn es um das Thema Identifizierung von Rindern geht. Aber sie haben sich längst daran gewöhnt.
 Jedes Rind braucht eine Ohrmarke. So kann jederzeit ermittelt werden, woher das Tier stammt. Das schafft Sicherheit, wenn die Tiere als Rindfleisch auf dem Teller landen. Bei Hunden ist es ähnlich. Sie haben zwar keine Ohrmarke, aber einen Mikrochip. Darauf ist eine Nummer gespeichert, die in einer Datenbank registriert werden muss. Läuft ein Hund weg, wird er gestohlen oder ausgesetzt, kann sein rechtmäßiger Besitzer ausfindig gemacht werden. Für eine Fahrt hinüber nach Freilassing reicht das aber nicht. Innerhalb Europas braucht der Hund zusätzlich einen Heimtierausweis. Darin befindet sich eine genaue Beschreibung des Tieres und der Tierarzt trägt Impfungen und Behandlungen gegen Parasiten ein. Diesen blauen Heimtierausweis benötigen auch Katzen und Frettchen, wenn sie europäische Grenzen passieren.
Auch Pferde und Esel brauchen einen Pass. Dort wird eingezeichnet, wie das Tier gefärbt ist und wo sich Haarwirbel befinden. Pferde und Esel, die nach Juli 2009 geboren wurden, müssen mit einem Mikrochip markiert werden. Ziemlich makaber: Der Besitzer muss im Pferdepass festlegen, ob im Krankheitsfall alle Medikamente eingesetzt werden können. Denn möchte er das Pferd am Ende seines Lebens dem Metzger verkaufen und nicht einschläfern lassen, dürfen viele Mittel nicht verwendet werden. Der Pass muss darüber Aufschluss geben.