| | |
Gefällt mir 2 Gefällt mir

Freizeit | Tier & Mensch

Unbekannte Besucherschar

Von Tanja Warter | 13. Dez 2011 um 20:05 in Tierisch gut | Kommentare (0)

Unbekannte Besucherschar

© Tanja Warter

Bis zu 100 verschiedene Vogelarten beehren unsere Futterplätze. Häufigste Frage der Beobachter:  Was ist denn das für einer?

Auf den ersten Blick mag es wirken, als hätten wir nur eine Handvoll Vogelarten im Garten. Kohlmeise und Amsel, Grünfink und Spatz, sie gehören zu den häufigsten Gästen. Außerdem sind sie selbst für ungeübte Beobachter gut zu erkennen. Aber wer sich intensiver mit der Bestimmung der Vögel an der Futterstelle auseinandersetzt, wird bald staunen, wie viele verschiedene Arten er zählen kann. Profis haben festgestellt, dass bis zu 100 Arten angeflattert kommen. 

Einige regelmäßig, manche gelegentlich und manche auch nur in Ausnahmefällen.
Bei Frost brauchen Vögel enorm viel Energie, um die Körpertemperatur, die zwischen 40 und 43 Grad liegt, aufrecht zu erhalten. Darum zählt in der Früh nur eins: Fressen, so schnell es geht! Finden die Piepmätze nicht rechtzeitig hochwertiges Futter, geraten sie rasch in Lebensgefahr.

Je besser die Qualität des Futters, desto schneller kann der Singvogel seine Energiereserven wieder auffüllen. Zur Grundausstattung an der Futterstelle gehören Sonnenblumenkerne, Hanf, etwas Getreide und Meisenknödel. Wahre Profis lösen sie aus den Netzen und füllen sie in Drahtgestelle. Das hat gleich mehrere Vorteile: Elstern, Krähen oder Eichelhäher können nicht mit den ganzen Knödeln davonfliegen.  Die leeren Netze bleiben nicht als gefährlicher Müll im Garten liegen und werden so auch nicht von anderen Tieren verschleppt oder gar gefressen. 

Erdnüsse sind gesunde und extrem beliebte Leckerbissen. Am besten werden sie wegen guter Hygiene in einem Futtersilo gereicht. 

Damit Sie in Zukunft beim Erkennen der Vögel eine kleine Hilfestellung haben, präsentieren wir Ihnen während der Wintermonate auf der Tierseite jede Woche einen neuen Futterstellenbesucher. Bei den meisten Arten reichen ein bis zwei wichtige Merkmale aus, um den Vogel sicher zu bestimmen. Wir wollen uns nur auf Äußerlichkeiten beziehen, denn Vögel sind im Winter recht stumm und einzelne  Rufe sind hinter dem Fenster sowieso nicht zu hören. Zusätzlich erfahren Sie, welche Futtermittel am besten ankommen. Den Start macht das Rotkehlchen. 

Bild: SN/dpa