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Freizeit | Tier & Mensch

Auf Jagd in der Stube

Von Tanja Warter | 6. Dez 2011 um 20:00 in Tierisch gut | Kommentare (0)

Auf Jagd in der Stube

© Tanja Warter

Nasskaltes Wetter sorgt selten für Freudenstimmung, doch den meisten Tieren ist das egal. Nur Katzen  reagieren sauer und genervt.

Für Katzenfreunde ist es jedes Jahr wieder ein amüsantes Erlebnis. Gerade noch hat sich Minki gut gelaunt auf den Weg ins Freie gemacht, da bemerkt sie draußen den Schneematsch und wird schlagartig sauer. Sekunden später steht sie schon wieder in der Wohnung. Völlig planlos, was sie nun mit ihrer Zeit anfangen soll.

Die meisten Katzen mutieren dieser Tage zu Stubenhockern, denn kaum etwas hassen sie mehr als die Kombination aus Kälte und Nässe. Das wirkt sich unmittelbar auf das Zusammenleben mit dem Menschen aus.  Beispiel Jagdverhalten: Ist die Katze daran gewöhnt, regelmäßig auf Streifzug zu gehen, fehlt ihr dieses instinktive Verhalten so sehr, dass sie sich neue Opfer sucht. Als Beute können nun die Füße des Menschen dienen, die aus dem Hinterhalt attackiert werden, Artgenossen oder bislang unbeachtete Alltagsgegenstände wie Wollknäuel oder Schuhbänder. So wird das Jagdverhalten umgelenkt und der Stubentiger bleibt ausgeglichen. Hilfreich sind sämtliche Spiele, die das Jagen und Fangen herausfordern. Jeden Tag drei Mal zehn Minuten steigern Minkis Laune enorm. 

Schlimm wird es, wenn sich die Katze so sehr langweilt, dass sie auf dumme Ideen kommt. Sie kann plötzlich das Kisterl verweigern, sich Speck anfressen oder Neugier für Bügeleisen, Herdplatten oder Wäschetrockner entwickeln. Optimale Vorbeugung besteht aus spielerischer Beschäftigung und  einem kuscheligen Plätzchen zum Rasten, an dem viel Tageslicht herrscht.