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Freizeit | Tier & Mensch

Mehr als fünf Sinne

Von Tanja Warter | 6. Okt 2011 um 16:14 in Tierisch gut | Kommentare (0)

Mehr als fünf Sinne

© Tanja Warter

Verblüffend. Immer wieder machen Katzen mit speziellen Leistungen auf sich aufmerksam. Sollten sie doch einen sechsten Sinn haben?

Manchmal wirken die Schlagzeilen wie nette, kleine Märchen zur Unterhaltung. Zu irrwitzig erscheinen die Leistungen, zu denen Katzen anscheinend in der  Lage sind. Eine reiste als blinder Passagier mit dem Schiff über den Atlantik nach Europa. Ein Kater arbeitete jahrelang als Schnüffler auf der Suche nach illegalen Kaviarfrachten bei der Polizei am Kaspischen Meer. 

Dann beeindruckten die Leistungen des Stubentigers Oscar die Welt. Der Kater, damals wohnhaft in einem Altersheim im US-Staat Rhode Island, konnte angeblich den Tod voraussagen. Zumindest für das Pflegepersonal war das vollkommen klar. Was tat das Tier? Oscar schnupperte. Obwohl er eher Distanz zu Menschen hielt, blieb er genau bei jenen sitzen, deren Tod wenige Stunden später eintrat. Angeblich lag der grauweiße Stubentiger 25 Mal richtig, genaue Statistiken über seine Trefferquote wurden freilich nicht geführt. Trotzdem sind sich durch viele sonderbare Leistungen von Katzen nicht einmal mehr die Forscher sicher, ob  Samtpfoten nicht einen zusätzlichen Sinn haben. Einen, der für eine ganz andere Art der Wahrnehmung zuständig ist und über den man bislang noch viel zu wenig weiß. Auch bei anderen Tieren kennen wir außergewöhnliche Gaben. Ein Forscherteam untersuchte beispielsweise, ob Hunde, die daheim auf Herrl oder Frauerl warten mussten, spüren, wenn sich ihr Besitzer auf den Heimweg macht. Die Ergebnisse waren nicht ganz überzeugend, aber viele Hunde wurden unruhig, liefen zur Tür oder zum Balkon, wenn in mehreren Kilometern Entfernung der Bezugsmensch  in das Auto stieg. Dass Tiere sehr früh Erdbeben oder Feuer spüren, zweifelt heute niemand mehr an.

Bild: SN/dpa