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Freizeit | Tier & Mensch

Für kalte Zeiten

Von Tanja Warter | 21. Sep 2011 um 16:17 in Tierisch gut | Kommentare (0)

 Faszinierend. Rund 60 Haare sprießen aus jeder Haarwurzel. So wird Chinchillafell dicht und kuschelig. Streicheln hassen die Tiere.

Es ist noch nicht so lang her, da waren sie in freier Wildbahn beinahe ausgerottet. Heute ist die Jagd  auf Chinchillas verboten. Im Norden Chiles gibt es sogar ein eigenes Schutzgebiet für sie.
Die Nagetiere haben ein so kuscheliges Fell, dass sie schon im 19. Jahrhundert extrem bejagt wurden und bald darauf als Zuchttiere für Pelzfarmen nach Nordamerika kamen. Heute sind Chinchillas immer öfter  als extravagante Haustiere anzutreffen. Sie sind neugierig, speziell am Abend sehr aktiv und spannend zu beobachten. Leicht zu halten sind sie allerdings nicht. Denn wer denkt, so ein Chinchilla sei ein optimales kuscheliges Streicheltier, vielleicht sogar für die Kinder geeignet, der täuscht sich gewaltig. Denn Streicheleinheiten können die Nager mit den leuchtend orangen Zähnen nicht ausstehen. Richtig zahme Tiere lassen sich vielleicht ein bisschen am Kinn oder hinter den Ohren kraulen. Mehr nicht. Außerdem brauchen Chinchillas tagsüber ihre Ruhe. Lärm, Fernsehapparate, Musik - all das macht ihnen Stress. Und der schlägt schnell auf die Gesundheit der Tiere.
Chinchillas brauchen die Gesellschaft von Artgenossen. Nie darf eines allein gehalten werden. Und sie brauchen viel Platz. Ein umgebauter Schrank ist das Minimum. In dem knabbern sie aber alles an. Die Einrichtung muss aus unbehandeltem Holz bestehen. Wärme können sie auch nicht leiden. Bitte nie mehr als 20 Grad Celsius im Käfig. Das dichte Fell heizt ordentlich. Die Tiere pflegen es gründlich mit einem täglichen Bad. Im Sand!