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Freizeit | Tier & Mensch

Es ist ein kleines Eichkatzerl

Von Tanja Warter | 6. Apr 2011 um 16:36 in Tierisch gut | Kommentare (3)

Endlich. Nach drei Wochen des Grübelns präsentieren wir heute die Lösung unseres Tierrätsels. Schulkassen, Familien oder Büroteams schickten 768 Mails.
Gestatten, Eichkatzerl!  Auch Eichhörnchen oder Eichkater genannt. Je nach Region. Unser kleines Findeltierbaby hat die Herzen der Leser im Sturm erobert. Da gab es Familienräte, die einberufen wurden, Schulklassen, die über Zeitungen brüteten, Arbeitskollegen, die Hitlisten der abgegebenen Tipps zusammentrugen und Neugierdsnasen, die mittwochs um fünf Uhr früh aus den Betten krochen, um als Erste die aktuellsten Bilder des sonderbaren Tierchens zu bestaunen. Heute ist die Spannung vorbei.
Zum direkten Vergleich haben wir unten auf der Seite jene Tiere abgebildet, die unter den falschen Lösungen besonders oft vorkamen: Murmeltier, Biber, Nilpferd und Siebenschläfer. So dicht nebeneinander sind die Unterscheide leicht erkennbar, beim Raten  konnte man sich aber längst nicht so sicher sein.
Jetzt ist unser Eichkatzerl fünf Wochen alt.  Vergangenen Sonntag hat sich zuerst das rechte Auge geöffnet, am  Dienstag dann auch das linke. Kaum vorstellbar, wie viele neue Eindrücke das Tierchen jetzt verarbeiten muss. Und es wird stetig mehr, denn noch in dieser Woche sollten sich auch die Ohren öffnen. Dann brechen die oberen Schneidzähne durch, mit denen es bald eifrig Nüsse knacken wird.
Unser Eichkatzerlkind hat gewaltigen Hunger. Alle drei Stunden gibt  die Pflegerin ihm sein Flascherl. Auch nachts. Nach jeder Fütterung muss der Bauch massiert werden, bis er sich ganz weich anfühlt. Das dauert manchmal bis zu 15 Minuten, ist für das kleine Mädchen aber überlebenswichtig.
Die Sache mit dem dunkelbraunen Fell bedeutet übrigens nicht automatisch, dass dieses Eichhörnchen eine eingewanderte Art ist. Neben unseren roten Eichkatzerln gibt es auch bei den heimischen Tieren eine breite Farbpalette mit regionalen Unterschieden.
Wie das Tier gefunden wurde? Eine Katze trug es sanft in das Wohnzimmer und legte es ihren Besitzern vor die Füße. Das war einen Tag bevor unser erstes Foto entstand. Finder und Pfleger stellen wir in der nächsten Woche vor.
 
 
Kommentare (3)
 
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    Hannes

    16. Jun 2011
    00:02 Uhr

    Hallo Tanja!

    Meine Schwiegereltern haben auch ein kleines Eichkatzerl von den urlaubenden Nachbarn in Obhut bekommen.
    http://mein.salzburg.com/fotoblog/heimat/2011/06/willi.html
    Sie hätten folgende Frage:
    Wann (Alter, Jahreszeit) soll man das Eichkatzerl in die Freiheit entlassen und wie (Ort, usw) macht man das richtig?
    LG Hannes

    Antworten

     
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    Tanja Warter

    16. Jun 2011
    07:48 Uhr

    Hallo Hannes! Danke für die Anfrage. Um ein Eichhörnchen auszuwildern, sollte es etwa zwölf Wochen alt sein. Am besten ist es, wenn es ein paar Tage in einer Voliere Wind und Wetter kennengelernt und sich von Menschen langsam entfremdet hat. Wenn Ihr es ganz gut machen wollt, besorgt Euch ein Eichhörnchenhaus, das Ihr schon in die Voliere stellt und nachher beim Auswildern an einen Baum hängt, so dass das Tier anfangs eine sichere Rückzugsmöglichkeit hat. (Das Haus MUSS drei Löcher haben - bitte darauf unbedingt achten- da wirst Du im Netz schnell fündig). Für Detailfragen steht die Wildtierpflegerin Ulli Weinberger des Tierschutzvereins THEO jederzeit mir Rat und Tat zur Seite. Nr: 0650 6365677. Toitoitoi. Wenn es noch Fragen gibt, einfach melden. Und noch ein Tipp zum Schmökern: www.eichhoernchen-schutz.de - super Seite! Tanja

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      Hannes

      16. Jun 2011
      15:54 Uhr

      Danke für die ausführliche und so prompte Antwort.
      Ich werde sie an meine Schwiegereltern in den Lungau weiterleiten.
      LG Hannes

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