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Freizeit | Spiele & Trends

Sonic Generations

Von Martin Jobst-Tremel * Paul Tremel | 30. Nov 2011 um 22:14 in Nintendo, PC, Playstation, Xbox | Kommentare (0)

Sonic Generations

© Martin Jobst-Tremel * Paul Tremel

Wenngleich Sonic der Igel zur Generation der jüngeren Videospielhelden gehört, ist es doch schon wieder 20 Jahre her, seit er sein Debüt feierte. Sonic ist gleichsam der Super Mario von Sega und wurde eben als Konkurrenz zu diesem ins Rennen geschickt.
Und das ist wörtlich zu nehmen: Sonic-Spiele zeichneten sich immer schon durch Rasanz aus. Der kleine Igel konnte von Anfang an nicht nur laufen und hüpfen wie sein Pendant von Nintendo, sondern sich zu einer Kugel rollen und durch die Levels rasen. Sonic bescherte zwar Sega nie die Umsätze, die Mario für Nintendo erzielte, nur: der Klempner mit italienischen Wurzeln ist ja auch eine Ausnahmeerscheinung. Sonic baute sich aber über die Jahre eine treue Fangemeinde auf, die ihn auf all seinen Abenteuern begleitete. Einzigartig in der Geschichte der Videospiele ist wohl auch das Zusammentreffen der beiden Helden in einem gemeinsamen Spiel: Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen.

Nicht das Beste aus beiden Welten, sondern: beide Welten

Bei Sonic Generations kommt es erneut zu einer genialen Verschmelzung: verschiedene Evolutionen von Spielprinzip und Spielfigur finden Platz in einem Spiel. Dazu Folgendes: Sonic war in den ersten Generationen ein reines 2D-Spiel: der Igel bewegte sich in seitlich scrollenden, zweidimensionalen Welten. Zwischendurch gab es aber immer wieder Ausflüge in die dritte Dimension, der Spieler sah und steuerte seinen Helden aus der Verfolgerperspektive. Aber es blieb bei den Ausflügen: Sonic kehrte immer wieder in die zweite Dimension zurück - vermutlich als Tribut an die Fans. Nun aber hat Sega den schwierigen Spagat in Angriff genommen, beide Welten - 2D und 3D - in ein Spiel zu packen. Und gleich vorweg: es ist prächtig gelungen. Und das geht so: der Spieler muss jeden der unglaublich komplexen und rasanten Levels zweimal spielen. Einmal als der „alte" Sonic in der zweiten Dimension und einmal als „neuer" Sonic in der dritten Dimension. In Teamarbeit müssen die beiden Sonics also jede Welt aus ihrer Perspektive durchlaufen und befreien damit am Ende jeweils einen ihrer Freunde Tails, Knuckles, Amy oder wie sie all heißen mögen. Ach ja: der „alte" Sonic ist kleiner geraten und etwas gedrungen, die Evolution lässt die Statur des „neuen" Sonic größer und schlanker erscheinen und das Gesicht ist ausgeprägter gestaltet.

3D-Brille auf und festhalten!

Sonic läuft, hüpft und rollt durch unglaublich detailreich und liebevoll gestaltete Levels, es macht unglaublichen Spaß durch die Welten in den verschiedenen Dimensionen zu düsen. Wirklich atemberaubend wird es jedoch, wenn das Spiel auf einem 3D-Fernseher läuft. Gerade die oft unvorhersehbaren Perspektivenwechsel in den Levels, machen die Rennen zu einem 3D-Erlebnis: gut am Controller festhalten!

Sonic Generations ist für Playstation 3 (hier getestet), Xbox 360 und PC sowie für den Nintendo 3DS erhältlich. Das Spiel gibt es auch in einer speziellen Collectors-Edition: diese enthält zusätzlich eine exklusive Sonic Generations-Figur, einen „Goldring" zum 20. Jubiläum von Sonic , ein Artbook „20 Jahre Sonic", eine Dokumentation „Die Geschichte von Sonic: Geburt einer Ikone", sowie eine Soundtrack-CD und zusätzliche Spielinhalte Preis: je nach Plattform ca. 30-60.- €, Collectors-Edition ca. 100.- €