| | |
Gefällt mir 2 Gefällt mir

Freizeit | Spiele & Trends

Bulletstorm

Von stef/FRITZ | 27. Feb 2011 um 23:25 in PC, Playstation, Xbox | Kommentare (1)

Bulletstorm

© stef/FRITZ

Planet der Proleten: Der Ego-Shooter „Bulletstorm" bietet einen gänzlich sinnfreien Vorgeschmack auf das demnächst erscheinende Kultgame „Duke Nukem Forever". Ob derbe Sprüche und Splattermotive überzeugen können, lest ihr hier.

In einer fernen Zukunft kämpft die Elite-Friedenstruppe „Dead Echo" gegen die Unruhen eines Bürgerkrieges. Verrat in den eigenen Reihen bringt jedoch zwei Mitglieder der gefürchteten Dead Echo-Einheit dazu, auf eigene Faust zu handeln.

Einer von ihnen ist Grayson Hunt, ein recht eigenwilliger und schießwütiger Kautz - ihn darf der Spieler steuern. Hunt säuft und flucht als gäbe es kein Morgen. Waffen gibt es reichlich und zwar in allen nur denkbaren Größen und Ausfertigungen - grausam sind sie alle. Spektakulärstes Tool: eine Elektro-Peitsche. Mit ihr kann der Spieler Feinde zu sich heranziehen, sie gegen Objekte schleudern  oder mit einem heftigen Fußtritt außer Gefecht setzen. Sobald ein Gegner gepackt wurde, verlangsamt sich die Zeit, sodass der Nahkampf viele Möglichkeiten bietet. Insgesamt ist das Game, wenngleich vieles darin sehr surreal, fast wie einem Comic entsprungen wirkt, ziemlich brutal. Der Titel „Bulletstorm" (übersetzt: Kugelhagel) deutet es an. Soll heißen: Das Game gehört definitiv nicht in Kinderhände. Schon das erklärte Motto „Kill with Skill" zeigt den Erwachsenencharakter des Produktes. Es gilt, möglichst spektakuläre Attacken auszuführen. Je brutaler das Kampfmanöver, desto mehr Punkte gibt es dafür. Kreatives Töten - moralisch einwandfrei ist das sicher nicht.

Sprache und Wortwahl sind überwiegend derb und manchmal hart an der Grenze zum Geschmacklosen. Hier hätten sich die Macher zurückhalten sollen, witzig sind die Sprüche nämlich auch nicht. Als Kulisse für den abgedrehten SciFi-Shooter dient ein verlassener Urlaubsplanet, den sich die Natur nach und nach zurückerobert hat. Landschaftlich ist das höchst interessant - wenn sich Schlingpflanzen um einst so moderne und futuristische Gebäude gelegt und die einstigen Hochburgen der Menschheit in zugewucherte Ruinen verwandelt haben. Vegetation und High-Tech, eine stets spannende Symbiose.

Nach der Bruchlandung ist Grayson, umgeben von Mutantenhorden und fleischfressenden Pflanzen, auf dem entlegenen, paradiesischen Planeten Stygia gefangen. Die Schauplätze - von steinigen Wüsten bis hin zu feuchten Tropenlandschaften - sind abwechslungsreich, so dass dem Auge nicht langweilig wird. Besonders spektakulär: Um die Zielperson auszuschalten, muss der Spieler an der Fassade eines Wolkenkratzers in die Tiefe stapfen. Ständig knallt es und Funken fliegen, während die Explosionen den Bildschirm füllen.

Zur Aktivierung des Spiels ist eine Internetverbindung nötig. Auch ein Windows-LIVE Account muss - sofern nicht bereits geschehen - angelegt werden, was schwieriger und vor allem auch mühsamer ist als gedacht. Die Erstellung des Profils und die Vergabe eines Gamertags (Nickname) sind unnötig kompliziert mit vielfach unzureichenden Hinweisen. Hier besteht dringender Verbesserungsbedarf.

Fazit: Martialisches Macho-Game mit derben Witz in bester „Duke Nukem"-Manier. Der ganz große Wurf ist es nicht, unterhaltsam aber allemal.

Info: „Bulletstorm" (PEGI 18) erscheint für Xbox360, PS3 und PC (Test).

#stephan kliemstein

 
 
Kommentar (1)
 
  • Userbild

    Cleo

    5. Mär 2011
    18:53 Uhr

    Kurz aber gut das Spiel :)
    Und erfrischend blutig hrhr.

    Antworten