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Freizeit | Spiele & Trends

Dead Space 2

Von stef/FRITZ | 30. Jan 2011 um 22:41 in PC, Playstation, Xbox | Kommentare (2)

Dead Space 2

© stef/FRITZ

Stille Schreie in der Schwerelosigkeit: Mit "Dead Space 2" kehrt der Horror zurück auf den Bildschirm. Der Alien-Schocker des Jahres im PC-Test.

Das Licht flackert, eine Sirene heult. Die Wände sind blutverschmiert und Schreie hallen durch das Geisterschiff. Der Tod kehrt zurück in das Leben von Isaac Clarke - jenem beinharten Kommunikationsingenieur, der vor zwei Jahren im Science-Fiction-Shooter "Dead Space" (EA; PEGI 18) eine grauenvolle Alien-Seuche als Einziger überlebte.

Wir schreiben das Jahr 2417: Drei Jahre sind vergangen, seit den  schrecklichen Ereignissen auf der USG Ishimura. Plötzlich erwacht Isaac Clarke an Bord der Sprawl, einer gigantischen Raumstadt, die sich im Orbit des Saturn befindet. Bevor der Systemtechniker, der kurz davor noch im Koma lag, realisiert, was um ihn herum geschieht, bricht bereits eine neue Epedemie aus, die die Besatzung in schrecklich entstellte Kreaturen, sogenannte Necromorphe verwandelt - mit langen, messerscharfen Spinnenarmen und deformierten Körpern, die nur noch im Entferntesten an ihre menschlichen Wirte erinnern. Permanente Gänsehautatmosphäre, das ist, was "Dead Space 2" offenkundig beim Spieler bewirken will. Tatsächlich sitzt der Schock tief, wenn Schatten um die Ecke huschen oder vermeintlich tote Bestien, ein letztes Mal zur Attacke ansetzen. Dennoch: Es ist die Angst vor der Angst, die einem hier das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Natürlich kann sich Isaac im Falle von akuter Munitionsknappheit auch wieder tatkräftig im Nahkampf zur Wehr setzen - dabei stehen ihm diverse Kinese- und Stase-Fähigkeiten zur Verfügung: Er kann Gegenstände mit der bloßen Kraft seiner Gedanken anheben und diese auf herannahende Feinde schleudern, was besonders zu Beginn des Spiels nötig ist - als Isaac, fixiert in einer Zwangsjacke, durch die dunklen Gänge auf der Suche nach einer Waffe irrt.

Dagegen bleibt das Stase-Feature, welches dem Spieler erlaubt, Feinde zu verlangsamen, auch im späteren Spielverlauf ein überaus effizientes wie unverzichtbares Mittel. Auf der Suche nach Überlebenden streift der Spieler durch die verschiedenen Teilbereiche der Station - darunter Einkaufszentren, Kirchen, Kindergärten bis hin zur Außenhülle der Raumstation. Visuell wurde wieder auf höchstem Niveau gearbeitet. Vorbildlich animierte Figuren und detailgetreue Räume sorgen für ein authentisches Set des Schreckens, die realistische Geräuschkulisse erledigt den Rest.

Höhepunkt sind erneut die Zero-G-Sequenzen des Spiels, bei denen der Spieler Aktionen in völliger Schwerelosigkeit ausführen muss. Um sich durch die Schwerelosigkeit katapultieren zu können, kann Isaac Anzugdüsen aktivieren.

Wie schon der erste Teil ist auch die Fortsetzung wieder ein überaus blutrünstiger Horrorschocker, der im Hinblick auf Gewalt und Grusel häufig an die Grenzen des Zumutbaren geht. Die PEGI-Einstufung "freigegeben ab 18 Jahren" sollte daher auch wirklich ernst genommen und eingehalten werden. 

Neu ist eigentlich nur der Online-Multiplayer-Modus, bei dem insgesamt acht Spieler in spannenden Onlinematches - als Menschen oder Necromorphe - gegeneinander antreten können. Diesbezüglich besteht auch die Möglichkeit, aufgabenbasierte Multiplayer-Maps als Team im kooparerativen Zusammenwirken zu meistern. Das Multiplayer-Feature ist eine rundum zufriedenstellende Erweiterung und eine tolle Ergänzung des rund neunstündigen Einzelspielererlebnisses, das nur selten monoton und so gut wie nie langweilig wird.

Fazit: "Dead Space 2" ist schon jetzt das Horrorspiel des Jahres. An Spannung ist es jedenfalls kaum zu übertreffen und die stetig bedrohliche Atmosphäre hinterlässt tiefe Eindrücke. Dass Neuerungen fast gänzlich fehlen, schadet diesem außergewöhnlichen Spielerlebnis in keinster Weise. Wer Nerven aus Stahl und zudem einen robusten Magen hat, sollte sich den Weltraum-Terror unbedingt zulegen.

#stephan kliemstein


Info: "Dead Space 2" erscheint für den PC (Test), Xbox 360 und die PS3.

Hier noch der Trailer (ab 18!) zum Spiel:

 
 
Kommentare (2)
 
  • TheRonrun

    1. Feb 2011
    09:51 Uhr

    Spiele zur Zeit den ersten Teil der "Dead Space" Reihe und werde vermutlich im ersten Teil einem Herzinfarkt erliegen und wenn nicht dann spätestens im zweiten Teil ! (-;

    Antworten

     
  • Userbild

    stef/FRITZ

    1. Feb 2011
    20:14 Uhr

    für mich eines der spannendsten Spiele überhaupt. auch der meinung?

    Antworten