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Musik von gestern - ganz heutig

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Die Musikbranche schwächelt: Frischer Wind kommt aus dem Pinzgau: Wuchinger/Baierl O. P. ZIER Am 23. Juli wurde Niki Wuchinger unglaubliche 86 Jahre alt! Im rumänischen Banat geboren und ohnehin schon dreisprachig - rumänisch, ungarisch und deutsch - aufgewachsen, eroberte sich das absolute Naturtalent im Alter von sieben Jahren zusätzlich noch die Weltsprache der Musik: Sein Vater ließ sich eines Tages für eine Arbeit mit einer Trompete entlohnen, die es seinem Buben schon lang angetan hatte. Der siebenjährige Niki, der bereits mit fünf Jahren als Charleston-Tänzer aufgetreten war, konnte es gar nicht erwarten, bis das Instrument überbracht wurde, sondern marschierte zu Fuß ins Nachbardorf - hin und zurück vierzehn Kilometer -, um es sich abzuholen. Von nun an verbrachte er jede freie Minute mit seiner Trompete. Einiges wurde ihm vorgezeigt, noch viel mehr eignete er sich durch Probieren selbst an. Sehr bald fiel er dadurch auf, dass er Gehörtes in kürzester Zeit fehlerlos nachzuspielen vermochte. Damit war der Berufsmusiker Niki Wuchinger, der sein Leben lang nichts anderes als Musik gemacht hat und auch heute noch in unterschiedlichen Formationen auf der Bühne steht, geboren. Seine Eltern betrieben ein Wanderkino, Verwandte waren Schausteller: reichlich Gelegenheit also für den kleinen Niki, mit seinem Instrument gegen Geld vor Publikum zu brillieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg nach Österreich gekommen, spielte er in Wiener Ami-Klubs und stand mit späteren Jazzgrößen wie Fatty George, Oskar Klein und Joe Zawinul gemeinsam auf der Bühne. Mit Zawinul auch in St. Johann im Pongau! „Der Waggerl war damals unser eifrigster Zuhörer", erinnert sich Niki. Um mit seinem Trompetenspiel die rasch anwachsende Familie zu ernähren, gastierte er winters in mondänen Touristenzentren wie Zürs am Arlberg, im Sommer zuerst auch in Kärnten, später stets im Grand Hotel in Zell am See, wo er sich ein Haus gebaut hatte. Als die Kinder dafür alt genug waren, tourte er mit ihnen und den (späteren) Schwiegerkindern als „Niki's Albatros" durch Europa; sie boten Tanzmusik und Shows - Niki entlockt jedem Gartenschlauch brauchbarere Töne als so mancher seinem Instrument. Die Gruppe löste sich auf, als Tochter Gisa als Gilla in den 1970er-Jahren unter anderem den Hit „Tu es!" landete und Nikis Schwiegersohn Harry Baierl, aus Lend im Pinzgau, zu einem international begehrten Studiomusiker wurde. Als Keyboarder, Komponist, Arrangeur und Sänger engagiert für Platten- und CD-Produktionen von Milva und Meat Loaf ebenso wie für Jennifer Rush, No Mercy, La Bouche oder Pur. Jetzt gibt es ein faszinierendes Projekt der beiden Musiker: Harry Baierl spielte Jazzstandards als Gegenwartsmusik ein - komponierte viele Teile neu dazu, arrangierte aufwendig - und hatte die geniale Idee, mit Nikis unverwechselbarem Spiel auch den Ausdruck der Entstehungszeit dieser Songs einzufangen und so die Verbindung zwischen heute und damals herzustellen. Zu erwerben sind diese Nummern als „StandArts" auch ganz heutig: via Internet auf iTunes, musicload etc.

1 Kommentar | Kommentieren

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    Bitte melden sie sich wenn sie interesse haben familien mitglieder von ihnen wieder sehen möchten. ....
    Hier neben mir sitzt ihr neffe den sie schon seid vielen jahren nicht gesehen haben. Er sie aber gerne wieder sehen würde. Bitte Bitte Erfüllen sie seinen wunsch näheres werde ich ihnen dann erzählen wenn sie sich melden. danke carola wuchinger

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