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Jene Lichtblicke, die ihnen besonders gut gefallen, können Sie mit einem Stern (Stimme) bewerten, den Sie unterhalb der Story einfach anklicken. Aus den am besten bewerteten sowie den von der SN-Redaktion als besonders gut eingestuften Lichtblicken wird eine Jury dann im Herbst die Lichtblicke 09 küren. Dafür gibt es die folgenden Kategorien, die sie bitte auch bei ihrem Lichtblick angeben: Soziales/Ehrenamt, Wirtschaft, Politik/Gesellschaft, Kunst/Kultur, Sport, Wissenschaft/Forschung.
Die Mitglieder der Fachjury sind (von li. nach re.):
Annemarie Moser-Pröll, Ski-Legende
Barbara Bonney, Sopranistin
Univ.-Prof. Markus Hengstschläger, Genforscher
Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender des Verbund-Konzerns
Franz Küberl, Caritas-Präsident



Die Krise ist allgegenwärtig. Sie begleitet uns durch den Tag. Die Medien überschlagen sich vor negativen Nachrichten. Immer dunkler, immer schriller, immer lauter. Wir übersehen und überhören dabei etwas ganz Wesentliches: Es gibt auch positive Geschichten. Solche, die Mut machen, die Freude bereiten, die Optimismus fördern. Ganz einfach Lichtblicke. Die Salzburger Nachrichten setzen ein Zeichen und holen jene hinter dem Vorhang hervor, die auch in schwierigen Zeiten nicht gleich kleinbei geben, die sich etwas trauen, mit gutem Beispiel voran gehen. Wir müssen als unabhängiges Medienhaus den Finger in die offenen Wunden usnerer Gesellschaft legen und Dinge, die falsch laufen, aufzeigen. Es geht uns nicht um das Wegsehen oder falsche Sozialromantik. Es geht darum, auch der guten Nachricht eine Chance zu geben. 
Es ist sehr lobenswert, die Menschen anzuregen, auch in finsterer Nacht einen Stern zu erkennen. Mich richtet immer wieder ein Ereignis auf, das sich heuer genau vor 2000 Jahren ereignete.
In der damaligen Zeit gab es die Weltmacht Rom. Im Römerreich wurden großartige Bauwerke und ein Rechtssystem geschaffen, Roms Macht wurde aber auch auf der Unfreiheit von vielen Menschen und Völkern gebaut. Rom expandierte mit seinem Söldnerheer immer weiter und die Sitten verfielen. Die Parallelen zur heutigen Situation sind groß: Das 20. Jahrhundert war das amerikanische Jahrhundert, das zur dominanten Weltmacht aufstieg. Die Amerikaner fühlten sich als "Weltpolizist" und intervenierten an allen Ecken und Enden der Welt. Trauriger Abschluss waren die Vorgänge in irakischen Gefängnissen und der Status des "feindlichen Kämpfers".
Die amerikanische Kultur überschwemmte fast die ganze Welt und das angloamerikanische Gewinnmaximierungsdenken wucherte in unzähligen Köpfen weltweit. Gepaart mit dem Vehikel der Globalisierung fielen immer mehr Skrupel und Grenzen, bis das Treiben zusammenbrach, es also an seine Grenzen stieß, die ein Leopold K. mit seinem "small is beautiful" schon viel früher definiert hatte.
Das römische Denken und die römische Gewaltherrschaft unterjochte einen großen Teil der damals bekannten Welt. Wir kennen den Freiheitskampf der Gallier, die schließlich untergingen, aus bunten Asterix-Heften.
Die Macht Roms schien unbegrenzt, für viele Völker, die unterdrückt und versklavt wurden, war die Nacht finster. Aber es wurde Licht, denn aus einer hoffnungslosen Unterlegenheit heraus besiegte Arminius im Jahre 09 die römischen Invasoren, Unterdrücker und Ausbeuter. Dies war der Wendepunkt der römischen Macht, die in den Folgejahren zwar noch Rachefeldzüge organisierten, aber schlussendlich geschagen aus Germanien abziehen mussten. Germanien war frei.
Gerade im Brutalkapitalismus der letzten Jahre wurden viele Menschen ausgebeutet und einige bereicherten sich unverschämt. Enttäuschte und verzweifelte Menschen, die ihre Arbeit und wirtschaftliche Basis verloren haben, revoltieren in Frankreich und England. Wird dies zu einem Flächenbrand?
Die Lage für viele Menschen ist finster. Arminius kann ein Beispiel und Vorbild, ein Lichtblick sein, wie eine aussichtslose Situation beendet werden kann. Denn das Wichtigste in unserem Leben ist die Freiheit, die Freiheit zu denken und die Freiheit, Entscheidungen selbst zu treffen. Hilf Dir selbst, dann hilft Dir auch Gott!
@Armin, Kommentar 1:
Kategorie Politik/Gesellschaft
mfg A.
Ein ganz besonderer "Lichtblick", im wahrsten Sinne des Wortes:
Carola Schönlieb aus Elsbethen hat an der Universität von Cambridge ihren Doktor in Mathematik geschafft und erhält am 18. Juli d.J. den schwarzen Talar dieser Universität! Sie hat inzwischen bereits zahlreiche Publikationen verfasst und sich damit mit ihren jungen 29 Jahren! international in Mathematikerkreisen schon einen Namen gemacht. Begonnen hat sie ihre Ausbildung im Neusprachlichen Gymnasium in Salzburg-Nonntal. Und jetzt nach der Elite-Universität geht es schon wieder an der Uni Göttingen in Deutschland weiter.
Ein ganz besonderes Kompliment gilt auch ihrer Mutter, Frau Karin Schönlieb, die ihre 3 Mädels (Carola ist die Mittlere) zum Großteil ganz alleine groß gezogen hat.