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Wahl 2008

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Wen soll man diesmal wählen
Pezi, Kasperl oder Krokodil?
Kasperl sieht man das Kroko stets nur quälen
aber auch Pezi knüppelt viel!

Dann doch lieber das Krokodil in Not
den Außenseiter der böses bringt?
Sitzen doch alle samt im selben Boot
nur das jeder zu (s)einer Fahne singt!

Es ist und bleibt ein Theater,
gut verkauft die Belustigung!
durch Österreich bis hin zum Prater
das Spiel einer Demokratischen Einigung!

1 Kommentar | Kommentieren

  • Jetzt, nach geschlagener Wahl, machen sie alle lange Gesichter. Doch glaubten offenbar ausnahmslos alle, einen Wahlkampf unter Ausschluss der Öffentlichkeit führen zu können. Zahlreiche Plakatständer mit ihren Konterfeis und mehr oder eher weniger intelligenten Botschaften sollten genügen. Das direkte Gespräch mit dem Wähler scheuten sie alle. Froh müssten die eigentlich sein, sie wählen zu dürfen, dieser Eindruck drängte sich auf.
    Figl hingegen, der legendäre Bundeskanzler um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, war sich in politisch höchst unsicheren Zeiten nicht zu gut, nach Litschau, der nördlichsten Stadt Österreichs, zu kommen, um seinen möglichen Wählern seine Politik zu erklären. Mit Kreisky konnte man in den siebziger Jahren in Heidenreichstein noch öffentlich diskutieren, der ehemalige Sozialminister Dallinger fand sogar den Weg nach Gastern, einem Waldviertler Dorf, um mit den Bürgern zu reden, nicht aber dier Nationalrat Hornek aus dessen Nachbargemeinde.
    Diese offensichtliche Gesprächsverweigerung kann den Politikern nur als Angst vor dem direkten Kontakt mit den Bürgern ausgelegt werden, nicht anders. Das für jedermann leicht erkennbare Desinteresse von SPÖ und OVP und auch der Grünen, mit den Bürgern zu reden, und die Fehlleistungen der nun abgewählten Bundesregierung, die sich in kürzester Zeit die Bewertung redlich verdient hat, "ein Jahrhundert-Ereignis an nicht überbietbarer Unfähigkeit und menschlicher Schwächen" gewesen zu sein, diese beiden Schwachpunkte allein schon haben den Herrn Strache und Haider scharenweise Wähler zugetrieben. Deren effektivste Wahlhelfer waren ÖVP und SPÖ aber auch.

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