Brisanter Vorstoß: Für den öffentlichen Verkehr sollten kostenlose „Generalnetzkarten" eingeführt werden, stellte E-Control-Chef Walter Boltz am Donnerstag zur Debatte. Sein Argument: Bereits jetzt würden 70 Prozent der Kosten des öffentlichen Verkehrs von den Steuerzahlern getragen, es gehe nur noch um die restlichen 30 Prozent. Es werde zum Wohl des Klimaschutzes auch notwendig sein, verkehrslenkend einzugreifen, beispielsweise über eine City-Maut oder auch höhere Steuern, sagte Boltz.
*Gratis-Öffis: Anreiz genug zum Umsteigen - oder wie sonst könnte man Öffis attraktiver machen? *


Nicht gratis, aber günstig. Solange eine Fahrt mit dem PKW von Salzburg nach Wien für eine Familie mit vier Personen um ein Hauseck günstiger ist als mit der Bahn, wer wählt da schon das öffentliche Verkehrsmittel?
Gratis finde ich falsch.
Aber es sollten Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreskarten angeboten werden, die wesentlich günstiger sind, als die derzeitigen Tarife.
Verschiedene Preisklassen für Schüler und Studenten, Erwachsene, Pensionisten.
Mindestpensionisten und Kinder bis 6 Jahre sollten gratis fahren dürfen.
Dasselbe für Zugfahrten. Und da nur 2 Fahrpreise: regional bis 50 km und österreichweit.
Ich find es eine tolle Idee!
Ausserdem kann man sich das Geld, dass für die Fahrscheinkontrolln ausgegeben wird auch sparen!
Das ist eine ausgezeichnete, ja revolutionäre Idee! Wenn nötig könnte man ja auch daran denken, eine eigene "Öffi-Steuer" einzuführen. Ich denke da an einen minimalen Betrag von etwa einem Euro pro Bürger und Monat als zusätzliche Einnahmequelle. Dann müsste das auf jeden Fall finanzierbar sein. Wenn dann die Passagierzahlen steigen, kann auch das Angebot zB der Stadtbusse erweitert werden.
Schließe mich den bisherigen Meinungen an, dass es nicht gratis sein soll, sondern sehr günstig. Wirklich preiswerte Wochen-, Monats- und/oder Jahreskarten ohne Zonenbeschränkung würden sicher viele Leute locken, auf die Öffis zu wechseln.
da jeder österreicher bereits eur 700,- jährlich den öbb zuschiesst, kann von kostenlos ohnehin nicht die rede sein. für dieses geld müssten die öffis ohnenhin schon längst gratis für jedermann/frau sein. sollte vielleicht einmal von einem rechtsanwalt eingeklagt werden - scherz beiseite,
als zusätzlichen anreiz für den umstieg wäre ein gewisser prozentuell eingehobener betrag vom einkommen durchaus vertretbar. Da sollten 0,5% vom bruttolohn ausreichen, denn wer bezahlt schon gerne doppelt?
somit wären die restlichen 30% zur vollfinanzierung der öbb abgedeckt, mit dem nebeneffekt das alle; auch die ausländer (touristen) die bahn gratis benützen dürfen, was einen irrsinnigen tourismuseffekt auslösen würde.
ein ausbau dieses gedankens wäre auch noch die lkw´s auf diese art und weise weg von der strasse auf die bahn zu bekommen. zu befürchen ist jedoch das hierfür die infrastruktur fehlt, bzw. die EU wegen wettbewerbsverzerrung dem einen riegel vorschieben würde.
Ich wäre dieses Jahr im Sommer gerne zu Bekannten in der Nähe von Offenburg gefahren. Ein Bahnticket von Wien West nach Offenburg kostet 130.-. Mit dem Auto würde mich das - allein und bei den derzeitigen Spritpreisen - um etwa 40 Euro weniger kosten. Und das mit einem 21 Jahre alten Golf, der sicher kein "3-Liter-Auto" ist. Da stellt sich zweifelsfrei die Frage, inwiefern die Bahn mit solchen Preisen sinnvolle und leistbare Alternative zum Individualverkehr sein kann.
PS: Ich bleibe heuer zu Hause. Nicht nur die Wirtschaft, auch der Konsument kann Kosten reduzieren, und er tut dies - notgedrungenerrweise- in zunehmendem Ausmaße.
Zu vorigem Eintrag um Mißverständnisse zu vermeiden. Herr Ondra schreibt dass er gerne diesen Sommer nach Offenburg gefahren wäre, aber seiner Angabe zufolge würde die Bahnfahrt 130.- kosten und deswegen würde er zu Hause bleiben. Das Auro würde ihn weniger kosten. (angeblich 40.- ca. weniger).
Zur Information:
Eine Bahnkarte nach Offenburg kostet ab Wien: zwischen 54.- mit Länderticket und 96.- normal.