Neues von Ronald Barazon

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Die Politik, die der so genannte „Westen" gegenüber Russland betreibt, ist rätselhaft.
Russland unterdrückt auf seinem Staatsgebiet seit Jahren mit brutaler, blutiger Gewalt die Bemühungen der Tschetschenen um Autonomie.  Aus dem Westen kommen lahme Äußerungen, die sich irgendwie kritisch anhören.
 
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Es ist schon unerträglich genug, wenn eine Koalition, die es für nötig befunden hat, die Legislaturperiode von vier auf fünf Jahre zu verlängern, nach nur eineinhalb Jahren nicht weiter weiß.
Dass aber in dem gesamten peinlichen Gerangel um Nebensächlichkeiten das entscheidende Thema nicht einmal Gegenstand einer öffentlichen Diskussion ist, zeigt das erbärmliche Niveau der Politik: Der seit Jahren andauernde Verrat an der Jugend wird kommentarlos fortgesetzt.
 
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. . . Dich auf den Krieg vor. Diese von Prinz Eugen so gerne betonte Weisheit hat ohne Zweifel zeitlose Gültigkeit. Auch das Gleichgewicht des Schreckens zwischen den Großmächten in der Zeit des Kalten Kriegs bildete eine Umsetzung dieser Grundregel. Die NATO möchte die aktuelle Auseinandersetzung mit Russland auch unter diesem Motto verstehen.
 
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Eugen Biser hat vor einigen Jahren im SN-Saal auf die bemerkenswerte Schrift von Nikolaus von Cues, „Vom Frieden des Glaubens", verwiesen. Den Anlass bot der Toleranzpreis, der am Freitag Biser selbst verliehen wurde. Cusanus anerkennt, dass alle Religionen nach der Wahrheit streben und daher Respekt verdienen, auch wenn er von seinem eigenen, christlichen Weg als dem rechten ungebrochen überzeugt war.
 
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Der Versuch, die Philosophie der Geschichte zu ergründen, wurde dem Philosophen Hegel nicht gedankt. Gesehen wurde nur der Versuch, eine konsequente Entwicklung in der Geschichte aufzuzeigen, gleichsam ein Fortschreiten des Geistes, besser des Weltgeistes von Erfolg zu Erfolg. Vollends in Misskredit geriet der Denker der Dialektik durch Karl Popper, dem Verteidiger der offenen Gesellschaft, der Hegel vorwarf, er habe den Höhepunkt dieser Entwicklung nur im Preußen seiner Zeit gesehen um die Gunst der damaligen Herrscher zu erlangen.
 
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Die unerfreulichen Vorgänge rund um die Lösung der AUA-Probleme werden von besonders eigenartigen Erklärungen des Direktors der Gesellschaft begleitet. So gab Herr Ötsch etwa folgende Bemerkungen zu Protokoll: Man brauche einen finanzstarken Partner, weil sonst „alle Grauslichkeiten, die Sie sich vorstellen können" unvermeidlich wären. Er präzisierte, dass unter diesem Begriff ein massiver Jobabbau, die Streichung von Destinationen und der Verkauf von Flugzeuge zu verstehen sei.
 
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Es vergeht in diesen Tagen kaum eine Stunde, in der nicht ein Sprecher der Landwirtschaft den Untergang der Bauern als Menetekel an die Wand malt. Wieder einmal wird im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO über einen Abbau der Handelsschranken im Bereich der Landwirtschaft diskutiert.
 
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Ein weithin unbekannter Herr namens Carlos Brito sieht sich in diesen Tagen als würdiger Nachfolger aller Heerführer von Alexander, dem Grossen, bis Napoleon. Er hat als General des europäischen Biergiganten InBev den US-amerikanischen Biergiganten Anheuser-Busch erobert und beherrscht nun 26 Prozent des Weltbiermarkts.
Von Beck's über Stella Artois bis Bud light, Michelob oder Tsingtao reicht nun das Imperium des Carlos Brito. Zum Glück des Bierkönigs - das Wort vom Bierbaron ist wohl nicht mehr angebracht - fehlt nur mehr, dass alle Biertrinker seines Reichs bei jedem Schluck auf seine Majestät anstossen.
 
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Regieren ist eine mühsame Tätigkeit und so sollte sich niemand wundern, dass die Politiker lieber lustige Wahlkämpfe inszenieren als zu arbeiten. Zwar geißeln viele Bürger wortreich die Untätigkeit der Politik, schätzen aber insgeheim, dass die Regierung sie nicht bei der Arbeit stört.
Diese frivole Koalition mag in manchen Phasen keinen besonderen Schaden verursachen. Derzeit ist sie jedenfalls von Übel.
 
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Die Aufgabe der bisherigen Europa-Politik der SPÖ und deren Ersatz durch Parolen der Kronen-Zeitung hat die Herren Gusenbauer und Faymann als Politiker disqualifiziert. Allerdings hat der Kotau der Legende von der Macht der Medien eine neue Facette hinzugefügt. Wieder einmal wurde einer nicht vorhandenen Macht ein Opfer dargebracht.
Womit nicht gesagt sei, dass die Medien keine Macht hätten. Nur: Die Macht der Medien ist eine andere als die Macht der Regierenden. Die Medien sind keine Nebenregierung, sie sind auch nicht die Stimme des Volkes und auch keine Partei. Mehr noch: Wenn Medien selbst dem weit verbreiteten Irrtum unterliegen, dass sie eine dieser Funktionen wahrnehmen können, scheitern sie kläglich.
 
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