Politik & Wirtschaft

Der renommierte Politologe Peter Filzmaier, der ehemalige SN-Chefredakteur Ronald Barazon, Wirtschaftsexperte Richard Wiens und die Unternehmerin Gertraud Leimüller über die Themen, die Österreich bewegen.

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Neues von Richard Wiens

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Jetzt haben wir sie also - die Neuwahlen in Griechenland. Und mit ihnen die Fortsetzung der Unsicherheit, wie es im Land, in dem die Wiege der Demokratie stand, weitergehen soll.
 
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Wenn Europas Spitzenpolitiker zusammensitzen, dann sind sie zwar unter sich, aber nicht privat. Was sie reden, bleibt daher oft nicht geheim. Der unermüdlichen Entourage der Minister ist zu verdanken, dass für Journalisten ein paar Brosamen abfallen und die eine oder andere Indiskretion an die Öffentlichkeit dringt.
 
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Zwei Freunde im Café. Simperl (blättert in der Zeitung, beginnt die Internationale zu summen). Wuchterl: „Hoppla, erwacht der Arbeiterführer in dir." Simperl: „Immerhin steht der 1. Mai bevor. Tag der Arbeit. Da werden Erinnerungen wach."
 
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Seit Argentiniens Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner diese Woche in einem überraschenden Coup die teilweise Verstaatlichung des Mineralölkonzerns YPF beschlossen und damit den spanischen Konzern Repsol enteignet hat, weht ihr ein rauer Wind entgegen.
 
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Zwei Freunde beim Würstelstand. Simperl: „Das Gleiche wie immer." Wuchterl: „Für mich auch, bitte." Würstelmann: „Bitte sehr. Zwei Mal Käsekrainer mit süßem Senf und Brot. Guten Appetit, die Herren, so lang es noch geht." Simperl: „Wieso?" Würstelmann: „Haben Sie's nicht gelesen? Die Slowenen wollen uns die Krainer wegnehmen." Wuchterl: „Gemach, so weit wird es nicht kommen, ich vertraue auf unseren Landwirtschaftsminister."  Simperl: „Ja?" Wuch- terl: „Er sagt: ,Wir lassen uns die Krainer nicht verbieten.' Apropos, für die Schweiz geht's auch um die Wurst." Simperl: „Beim Steuerabkommen?" Wuchterl: „Auch.
 
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Die Vorwoche begann mit einem bemerkenswerten Eingeständnis. „Das kriegen wir nicht hin." Mit diesem Satz legte Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble die Idee einer europaweiten Finanztransaktionssteuer ad acta.Als Journalisten danach die Pläne von Österreichs Regierung hinterfragten, die ab 2014 jährliche Einnahmen von 500 Mill. Euro aus der Finanztransaktionssteuer vorsehen, hieß es, man höre aus Schäubles Worten keine eindeutige Absage heraus.
 
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Es gab Zeiten, da war es wichtig, dass die Bank an die Zahlungsfähigkeit des Kunden glaubte, sonst gab es für ihn keinen Kredit. Mit der Finanzkrise hat sich das geändert. Mittlerweile sind Banken darauf angewiesen, dass zumindest ihre Kunden an sie glauben. Sonst kommen sie nicht mehr an Geld und können nur mehr auf das Wohlwollen der Notenbanken vertrauen. Vertrauen ist eben eine Währung, in der die Hyperinflation sehr rasch zuschlagen kann.
 
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Ein nunmehr ehemaliger Mitarbeiter von Goldman Sachs hat  sich dieser Tage per öffentlichem Kommentar in der „New York Times" von seinem Arbeitgeber verabschiedet. Der geriet zur Abrechnung mit den Geschäftspraktiken der Investmentbank und schlug hohe Wellen.
 
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Es muss ein ziemlich gutes Gefühl sein, wenn man mit einem Schlag ein Drittel seiner Schulden los wird. Griechenland hat das geschafft, weil sich eine große Mehrheit der privaten Gläubiger in das sogenannte „Buch der Willigen" eingetragen und damit auf mehr als die Hälfte ihrer Forderungen verzichtet hat.
 
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Zwei Freunde im Café. Simperl (blickt aus der Zeitung auf): „Ein Wahnsinn, diese Hedgefonds-Manager. Wuchterl: „Wieso?" Simperl: „Verdienen Milliarden, und wofür?"