Politik & Wirtschaft

Der renommierte Politologe Peter Filzmaier, der ehemalige SN-Chefredakteur Ronald Barazon, Wirtschaftsexperte Richard Wiens und die Unternehmerin Gertraud Leimüller über die Themen, die Österreich bewegen.

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November 2011 Archive

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Warum die Parlamentswahl am kommenden Sonntag ausschließlich den Zweck hat, Wladimir Putins Rückkehr in das Präsidentenamt vorzubereiten.

 
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Nur schlechte Nachrichten sind angeblich gute Nachrichten. Glaubt man den Schlagzeilen und vor allem politischen Düstermienen, so wird unser Geld bald nichts mehr wert sein, es zerfällt EU-ropa und die Welt geht sowieso unter. Das Geschäft mit der Zukunftsangst blüht, weil das Zielpublikum vorhanden scheint. Wer Aufmerksamkeit will, ergeht sich gern in Zynismus bis Fatalismus, dass unsere Gesellschaft zugrunde geht. Positiv-Aus- oder Ansagen gelten da eher als Fehlanzeige.
 
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In den USA beging man am Tag nach Thanksgiving den Black Friday. Der hat ausnahmsweise nichts mit der Börse zu tun,  sondern ist gewissermaßen  der Tag der Hoffnung für die US-Einzelhandel.
 
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Der dilettantische Umgang mit der Griechenland-Krise hat nun endgültig zu einer Euro-Krise geführt. Jetzt sind sogar deutsche Anleihen unverkäuflich. Gefordert wären jetzt gute Nerven, Ruhe und eine professionelle Lösung der Probleme.

 
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Unternehmen kämpfen verbissen um junge Mitarbeiter. Und vergessen dabei - zu ihrem eigenen Nachteil - völlig auf eine andere Gruppe.

Die Frage, wann wer mit welchen Ansprüchen in Pension gehen darf, verkommt stets zu einem Aufreger. Das sieht man an der aktuellen Debatte um das Frauenpensionsalter. Doch die eigentlich relevante Frage dahinter stellt niemand: Wie wird man die wirklich großen Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt bewältigen? 

 
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Warum ein Aufstand noch nicht unbedingt eine echte Veränderung in die richtige Richtung bringt. Demokratie ist tägliche Schwerstarbeit - im Übrigen auch in unseren Ländern.
 
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Ich bin drin! Hey, das ist ja einfach!" Das sagte vor 10 Jahren Boris Becker im Werbespot eines Internetanbieters. Der Tennisspieler freute sich über seinen aus heutiger Sicht schrecklich banalen Netzzugang. Die Moderne sieht eher so aus, als würden Herrn Beckers Nachfolger beim Seitenwechsel nicht konzentriert blickend an der Trinkflasche nuckeln, sondern stattdessen via Facebook, Twitter & Co mit flackernden Augen in Echtzeit ihren Spielbericht abgeben.
 
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Vermutlich kommen Minister und Notenbanker nicht in die Verlegenheit einzukaufen. Sie dürften zu Kleidern, Schuhen, Nahrungsmitteln oder Elektrogeräten auf geheimnisvolle, wundersame Weise kommen. Würden sie sich diese Dinge beschaffen wie Normalbürger, so wüssten sie, dass in jüngster Zeit ein gewaltiger Preisschub wirkt.
 
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Dieser Tage in der Zentrale einer Ratingagentur. Ein Senior Analyst führt einen jungen Kollegen in die Geheimnisse des Geschäfts  ein. Der macht sich Sorgen, weil es mit dem Ruf der Ratingagenturen nicht zum Besten steht, vor allem seit der irrtümlichen Veröffentlichung, dass Frankreich sein Triple-A verliert. Junior: „Das mit der Herabstufung war schon peinlich. Wie kann so etwas passieren?" Senior: „Ach was, so viel Panik  wegen einer kleinen Panne.
 
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Wenn sich in der Flut der Möglichkeiten keiner mehr auskennt, dann braucht es Reduktion. Die neue Volkskrankheit heißt Entscheidungsschwäche: Studierende schreiben sich bei zehn verschiedenen Studienrichtungen gleichzeitig ein, weil sie sich nicht festlegen wollen.
Büroarbeiter schlittern ins Burn- out, weil sie das Unwichtige kaum noch vom Wichtigen unterscheiden. Manager schieben Entscheidungen auf, weil sie die Optionen nicht mehr überblicken.
 
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Die Behörden in Tadschikistan setzten einen russischen Piloten fest. Im Gegenzug lässt der Kreml tadschikische Gastarbeiter verhaften und ausweisen. Eine Diskriminierung mit System und Geschichte.

 
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Das Bildungsvolksbegehren erzielte ein durchschnittliches Ergebnis. Böse Zungen behaupten, es fiel mit 383.820 Signaturen mehr durch, als es schnittig war. Das lag einerseits an den komplexen Forderungen, während tagesaktuelle Aufreger fehlten. Andererseits sieht die österreichische Direktdemokratie so aus, dass man zur Unterschrift mit Lichtbildausweis bewaffnet auf ein Amt pilgern muss.

 
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Am Montag werden die Nestroy-Theaterpreise vergeben.  Zeit, auch die herausragenden Leistungen auf der Bühne der Wirtschaft zu würdigen. Im Sinne der europäischen Idee müsse man nationale Grenz en sprengen, begründet die Jury, dass heuer vorwiegend ausländische Darsteller zum Zug kamen. Das Stück „Im Schuldenstrudel" habe zudem längst nestroysche Dimensionen erreicht. Jede Siegestrophäe ist mit einem Nestroy-Zitat versehen.
 
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Die Ärzte oder genauer die Ärztekammer-Funktionäre sind wieder einmal auf dem Kriegspfad. Landauf landab warnen eine nackte Frau und ein nackter Mann vor der Einführung des elektronischen Gesundheitsakts ELGA.
 
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Am Beispiel der elektronischen Gesundheitsakte sieht man, dass die weitverbreitete Technikfeindlichkeit nicht von ungefähr kommt. Die Fakten sind bekannt: Der Gesundheitsmarkt wächst und wächst. Gut für Gesundheitsunternehmer, schlecht
für Beitrags- und Steuerzahler. Irgendwann werden sie sich das historisch gewachsene, von einzelnen Standesinteressen geprägte und höchst ineffiziente Gesundheitssystem nicht mehr leisten können. Und die Patienten es sich nicht mehr gefallen lassen. 
 
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Moskau ist auf ein wohlhabendes Europa und hohe Öl- und Gaspreise angewiesen. 
 
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Mehr Volksbegehren sind wünschenswert, das aber mit vernünftigen Rahmenbedingungen.Das Bildungsvolksbegehren verlangt eine Erhöhung des Hochschulbudgets. Also dürften ebenda arbeitende Politologen es im Grunde nicht analysieren. Wegen Befangenheit, denn niemand ist als indirekt Betroffener gegen viele Universitätsmilliarden und stattdessen für Mangelwirtschaft.
 
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Jetzt ist Europa endgültig über Griechenland empört. Als ob nicht die Stilisierung des Landes zum Sündenbock für alle Versäumnisse der EU genügt hätte. Jetzt wagt das geprügelte Land gar aufzumucken, wo man es doch nur Monat für Monat so hilfreich tiefer in den Abgrund getrieben hat.
 
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Die frische Luft an der Côte d'Azur hat die Mächtigen aus aller Welt inspiriert. Beim G-20-Treffen an der Croisette von Cannes redeten sie ungeschminkt über die Probleme der Welt und vor allem Europas.
 
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Die Produktion von Mobiltelefonen zieht aus Europa ab. Das ist kein Grund für Niedergeschlagenheit.
 
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Warum die Wahlmanipulationen in Bulgarien die Frage aufwerfen, ob das Land je wirklich reif für die Europäische Union war.