Politik & Wirtschaft

Der renommierte Politologe Peter Filzmaier, der ehemalige SN-Chefredakteur Ronald Barazon, Wirtschaftsexperte Richard Wiens und die Unternehmerin Gertraud Leimüller über die Themen, die Österreich bewegen.

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Februar 2011 Archive

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Sie machen eine notwendige, schwierige Arbeit und werden dafür regelmäßig beflegelt
 
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Ohne Zweifel ist die Peinlichkeit unübersehbar: Heute senden die Spitzenpolitiker der demokratischen Staaten Sympathie-Telegramme zugunsten der revoltierenden Araber, gestern waren sie noch auf Du und Du mit den mörderischen Despoten und machten gute Geschäfte.
 
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Die ganze Welt sorgt sich um die steigende Inflation, und auch Karl-Heinz Grasser erscheint in immer kürzeren Abständen auf der Bildfläche. Österreichs Null-Defizit-Mann, der „zu jung, zu schön und zu intelligent" ist, sodass es der „abscheulichen Neidgesellschaft" zu viel wird, wie ihm eine treue Anhängerin (seine Frau Fiona?) schrieb, lieferte dieser Tage im Hypo-Untersuchungsausschuss des Kärntner Landtages erneut einen glanzvollen Auftritt. 
 
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Es gibt hierzulande viele gute Ideen. Doch nicht den Mist, auf dem sie wachsen könnten. Was Talente anbelangt, ist Österreich damit keineswegs so schlecht ausgestattet, wie es seine Kleinheit vermuten lässt. Wer sich an Schulen, Universitäten und bei Unternehmen herumtreibt, stößt auf eine beeindruckende Kreativitätsdichte:
 
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Im Februar 1991 schlitterte  die Sowjetunion in die Krise. So wie heute in den arabischen Aufbruchsstaaten fragten sich alle, wie es wohl weitergehen könnte.
 
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Kommunikationspannen: Die Koalition kann weder ihre Arbeit der Öffentlichkeit verkaufen noch ihren inneren Drang zum Hickhack unterdrücken. Kaum sind die Intensivwahlkämpfe der Vorjahre vorbei, schreiben Medien, dass unsere Regierungsparteien sich blockieren bis bekriegen. SPÖ und ÖVP kontern, koalitionäre Stimmungsberichte in Konfliktform wären für Politikbeobachter bequemer als sich mit lästigen Details komplizierter Sachfragen auseinanderzusetzen.
 
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Nur um der Sache willen

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Bei der Auswahl des Nachfolgers von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet geht es wie immer bei politischen Entscheidungen nur um die Sache. Persönliche Vorlieben oder Abneigungen werden zurückgestellt. Formal entscheiden alle  Staats- und Regierungschefs, de facto schnapsen sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy aus, wer zum Zug kommt.
 
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Die neue Initiative, das Gesundheitswesen zu reformieren, heißt „Masterplan Gesundheit". Sie stammt von der Sozialversicherung und trägt die Handschrift ihres Vorsitzenden, Hans Jörg Schelling.
 
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Der moderne Mensch ist hyper-vernetzt. Aber die Strukturen, in denen er sich bewegt, sind noch oft hierarchisch und linear. Das ergibt ein Missverhältnis und Spannungen", sagte die Salzburger Kommunikationswissenschafterin Ursula Maier-Rabler kürzlich.
 
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Warum der Italiens Langzeitregierungschef  jetzt tatsächlich in ernsten Schwierigkeiten ist.
 
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Die orangen Perspektiven beruhen darauf, dass die Konkurrenz einen Denkfehler macht: Da es auf Landesebene richtig war, die Orangen als Zwergpartei zu ignorieren, lässt man ihnen im Bund Narrenfreiheit.In Ägypten wird Geschichte geschrieben. Innenpolitisches rangiert daher unter ferner liefen. Diese Geringschätzung in der Wahrnehmung wird Peter Westenthaler freuen, weil der BZÖ-Mandatar mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert ist.
 
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Wieder einmal steht der Unterschied zwischen Frau und Mann auf dem Prüfstand. Der Versuch, diesen Unterschied endgültig zu beseitigen, zumindest im Bereich des Rechts, wird in diesen Tagen vor dem Europäischen Gerichtshof unternommen.
 
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Kommt der Aufschwung wirklich? Über unsere   seltsame Liebe zu Untergangspropheten.

Vor ein paar Jahren hat Philip Tetlock, Politologe an der US-Universität Berkeley, eine interessante Studie veröffentlicht: Demnach sind Prognosen, die von bekannten Persönlichkeiten gemacht werden, fast immer falsch.

 
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Die Stimmung beim Volksaufstand in Ägypten ist durchaus zu vergleichen mit jener bei der großen Wende 1989 im Osten unseres Kontinents. Und doch ist die Entwicklung am Nil eine ganz andere.
 
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Es gibt auch positive Ansätze im Zeitalter des Dauerschimpfens. Unverdrossen versucht  das Parlament, jungen Menschen die Demokratie und damit das politische System näher zu bringen.
 
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In der Finanzkrise blieb kein Stein auf dem anderen. Jetzt, wo das Gröbste vorbei zu sein scheint, stellen sich, wie das in der Sprache der Manager heißt, viele Bereiche der Wirtschaft neu auf.
 
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EU-Gipfel erwecken neuerdings den Eindruck, als ob es sich um Euro-Gipfel handelte. Dabei muss man sich offenbar um den Euro keine Sorgen machen. Wenn man für einen Euro über 1,37 Dollar bekommt, kann es nicht so schlecht um die Währung bestellt sein.
 
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Man braucht keine Feministin zu sein, um für eine Frauenquote in der Wirtschaft zu sein. Wir brauchen sie aus rein wirtschaftlichen Überlegungen.Zwei Männer unterhalten sich auf dem Sessellift: „Du bist als Belegschaftsvertreter im Aufsichtsrat deiner Firma?", fragt der eine. „Ja, seit ein paar Jahren." „Und, was hast du dort gelernt?" „Dass jeder jeden kennt. Die Vorstände und Aufsichtsräte großer Firmen, ob wie bei uns im Anlagenbau, im Baugeschäft oder in der Metallbranche, hieven sich gegenseitig in die Posten." Der andere lacht: „Dann reden sie über Qualität und Qualifikation!"
 
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Warum kann es denn im 21. Jahrhundert mitten in Europa noch eine echte Diktatur geben? Präsident Lukaschenko drangsaliert die Oppositionellen. Nur lautstarker Protest des Auslands kann ihnen helfen