Beide Denkvarianten sind insofern typisch, da mehrere Ex-Politiker Verfahren am Hals haben und im aktuellen Nationalrat auch rechtskräftig verurteilte Mandatare sitzen. Umgekehrt behaupten blau-orange Politakteure in ihrer öffentlichen Verteidigung stets, die Judikative würde rechtswidrig als rot-schwarzes Exekutivorgan agieren. Solche Aussagen sind von Uwe Scheuch und Peter Westenthaler belegbar.
Demokratiepolitisch ist es leider egal, ob man den genannten Personen oder Staatsanwälten und Richtern Glauben schenkt. Aus logischer Sicht entsteht so oder so ein gigantischer Flurschaden für die Republik. Der Zustand Österreichs ist, dass wir bloß darüber streiten, ob eine Mehrheit an kriminelle Regierungsmitglieder oder korrumpierte Juristen glaubt.
Konsequent schlussfolgernd sollten wir freilich mit Pauschalschelte vorsichtig sein. Das Sittengemälde rund um Grasser zeigt genauso die seltsame Logik einer Mediendemokratie. Es waren Fernsehen und Zeitungen plus deren Publikum, die Föhnfrisur und Frauenwechsel dankbar als Thema aufgriffen anstatt am Privaten uninteressiert zu sein. Die mediale Inszenierung von Sunnyboy Karl-Heinz beim Besteigen des Stephansturms funktionierte, weil sich mitkletternde Medien fanden.
Das Zitierungsverbot aus Protokollen und Akten durch Weitergabe für parlamentarische Anfragen sowie Verlesungen von Kabarettisten zu umgehen, ist wiederum als rechtlicher Trick und Mediengag grenzgenial. Trotzdem sollten Umgehungen der Gesetze nicht als der Weisheit letzter Schluss gelten.
Gleichfalls muss man unabhängig von „KHG" kritisch beäugen, warum wider die Amtsverschwiegenheit praktisch alles seinen Weg in die Medien findet. Fragwürdige PR-Schlachten von Anklagebehörden und potenziellen Angeklagten, die jeweils ihre Reputation verteidigen, sind die logische Folge. Dabei erfahren Politik, Justiz und Medien einen gemeinsamen Vertrauensverlust, der jenseits der Grasser'schen Schuld oder Unschuld dem Land schadet.
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Bin schon neugierig, ob die Überschrift(!) morgen auch so in der Zeitung stehen wird.
Auch wenn Grasser lügt und betrügt und alles den Gerichten selbst anlastet, folgert daraus doch nicht notwendig, dass die Gerichte tatsächlich "inkompetent als auch für politisch motivierte Hetzjagden zu haben" sein müssen - oder müssten, was ja dann auch nicht nur auf den Fall Grasser, sondern auf alle Fälle zutreffen müsste, oder? Und abgesehen von den Gerichten - trifft das Gleiche nicht mindestens ebenso auf die Polizei zu, wegen ihres immer wieder zu Tage tretenden tätlich ausgelebten Rassismus bereits zu Rügen durch den EUGH geführt hat?
Fakt ist, dass die Justiz seit langem unter ÖVP-Einfluss steht; darum werden ja die F-Delinquenten so geschont. Doch ganz allgemein ist es doch schon lange so, dass unliebsame Urteile einer willkürliche "Politjustiz" angelastet werden, eigentlich selten zurecht.
Um zumindest den Vertrauensverlust in die Justiz einzudämmen wäre es hoch an der Zeit aus den bekannt gewordenen Äbhörprotokollen nicht nur parlamentarische Anfragen und Kabarettnummern zu produzieren, sondern irgendwann auch Anklageschriften. Der Erklärungsversuch Heinz Mayers, dies wäre vielleicht aus ermittlungstaktischen Gründen bisher unterblieben um weiter abhören zu können, dürfte mittlerweile nicht mehr sehr plausibel sein.
Wo war die Leistung der Staatsanwaltschaft?
Den "Logiken des Fall Grassers" (in der Angelegenheit Grasser) hat Filzmaier - bewusst oder ungewollt (?) - "c) Gier der Medien und vieler ihrer Konsumenten nach solchen Themen" nicht angefügt bzw. an die erste Stelle gerückt. Aber...
man kann doch seinen Brötchengeber nicht kritisieren...
Karl-Heinz Grasser hat den Kampf der Worte in der ORF-Sendung „im Zentrum“ am 30.1.2011 eindeutig nach Punkten verloren. Dass es keine k.o.-Niederlage wurde, kann er nur der Diskussionsleiterin verdanken, die ihm einmal mehr breiten Raum ließ, Alt-Bekanntes zu seiner Verteidigung herunterzuleiern. Mitleidiges Lächeln der Mit-Diskutanten und des Publikums erntete er dafür ohnehin nur.
Die alles entscheidende Frage, warum er in Liechtenstein ein Firmengeflecht um sich herum aufgebaut hat, das ihn in Österreich mit einem äußerst günstigen, über Jahrzehnte laufenden Kredit versorgt, mit dem er sich ein luxuriöses Penthouse in bester Lage in Wien leisten kann, blieb ebenso unbeantwortet wie man auch keine schlüssige Antwort darauf bekam, warum diese Stiftung in Liechtenstein über Briefkastenfirmen in der Karibik und auf Zypern verfügt.
Absoluter Schwachsinn ist nämlich die Begründung, die er dafür gab, dass er damit die Zukunft seiner Frau und seiner Kinder, vielleicht auch der Hunde, absichern und sich vor der österreichischen Neidgesellschaft schützen wollte.
Diese Zielvorgaben hätte er auch in Österreich ohne viel Mühe erreichen können, noch dazu, wo er nach Meinung Schüssels - jedoch nur nach dessen Meinung- der beste Finanzminister war, den Österreich je hatte. Was ist also der wirkliche Grund für diese Geheimniskrämerei? Vielleicht gar nur, um es der Justiz und dem Fiskus wesentlich zu erschweren oder sogar unmöglich zu machen, Zahlungsvorgänge nachzuvollziehen. Diese Annahme ist wohl am plausibelsten.
Sich gleichzeitig aber über die lange Verfahrensdauer zu beschweren, wenn die Behörden berechtigterweise vermuten, dass Geld würde aus dunklen Quellen stammen, ist eine Perfidie sondergleichen, die den, der sie äußert, selbst richtet.
Wer den Grasser daher jemals auch nur ein Wort glauben wollte, kann es nicht mehr, will er sich nicht den Vorwurf aussetzen, ein vollkommener Tölpel zu sein.
Entsprechend scharf fielen daher auch die Diskussionsbeiträge aus. Sogar der von Gesetzes wegen zu äußerster Zurückhaltung verpflichtete Sprecher der Staatsanwaltschaft konnte einige verbale Treffer anbringen, als er zum Beispiel den Rauschgiftdealer ins Spiel brachte, der eine Hausdurchsuchung dadurch zu verhindern sucht, dass er aus Eigenem ein Säckchen Marihuana vorzeigt. Bewusst fahrlässig wäre es, diesem Ansinnen nachzugeben und die Hausdurchsuchung nicht durchzuführen. Damit wollte der Staatsanwalt offensichtlich andeuten, was die Justiz von Grassers Angebot hielt, alle Konten offen legen zu wollen, und sie trotz allem eine Kontoöffnung gerichtlich anordnete.
Der PR-Manager Rosam und Professor Filzmaier hingegen zeigten keine Scheu, dem Grasser auch offen ins Gesicht zu sagen, was sie von ihm halten. Nicht einmal mehr anstreifen will offenbar der an ihn, der etwas auf sich hält. Grassers veröffentlichte Telefonate, die er mit seinem Trauzeugen, dem Meischberger, geführt hat, zeigen wohl Wirkung. Denn dümmer geht’s nicht mehr.
Aus den Wortmeldungen der Beiden lässt sich ableiten, dass Grassers Wirken zu keiner Zeit ein Segen für Österreich war und sich nach seinem Ausscheiden aus der Politik zu einer regelrechten Katastrophe für uns Land auszuweiten droht.
Daher sollte endlich Grasser auch selbst erkennen, dass seine öffentlichen Auftritte allesamt für den Hugo sind, weil ihm so auch die Wenigen, die noch an ihn glauben, die Gefolgschaft verweigern. Daran sind nicht die Medien schuld und auch nicht die Justiz, sondern sein Umgang mit zwielichtigen Gestalten, der auf ihn abgefärbt hat. Eine Olympiade zur Ermittlung des meist gehassten Österreichers würde er meiner Meinung nach derzeit überlegen gewinnen.
"Sein Sies Behm?" Die Logiken des Falles Grasser!
Da Sie selbst ein SPÖVP-Fan sind, kommen Sie natürlich nicht drauf, dass die ganze Grasser-Hetze nur dazu dienen soll von den wirklichen Problemen der Gegenwart abzulenken, z. B. durch den von SPÖ und ÖVP herbeigequälten EU- und Euro-Beitritt rasen wir nun auf der Titanic (im Unterschied zu der Schweiz, Norwegen, ...) in den Abgrund und der Rotfunk und die Linkspresse jauchzen dabei: "Pfui Grasser!" Grotesk und ein Sittenbild unserer Zeit und ihrer willfährigen Politkommentatoren.
Die Grasser-Hetze soll außerdem dazu dienen, eine andere Regierungsbeteiligung als eine rote als Sündenfall darzustellen. Dazu das rote Sündenregister:
AKH
Konsum
BAWAG
ÖGB (Streikfonds verzockt!)
ÖBB (roter Privilegienstadl)
Skylink
...
Die Sozis haben (unter schwarzer Beteiligung) Milliarden verzockt, bei Grasser werden peanuts (wie zurückgezahlte 18.000 Euro) aufgeblasen.
Wie lange lässt sich das Volk von der gesteuerten Presse noch frozzeln? (In der Gruppe U30 gibt es bereits andere absolute (!!!) Mehrheiten.)
Von Frau Turnher war ich sehr enttäuscht, sie kam mir so weichgespült vor, in der Vergangenheit war sie schon schärfer. was solls, man hat diesem Lackaffen wieder mal die Möglichkeit geboten sich als armes unschuldiges Opfer darzustellen; ein jämmerliches Schauspiel von allen Besteiligten. Ích warte nur noch darauf, daß alles von der Justiz eingestellt wird. Weil eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus.Eine Schande für die österreichische Justiz und den Rechtsstaat
Au weh! Wer mit grünhoffnung postet, ist out. Das Stimmvieh hat kapiert, dass die Grünpartei ein einziger Etikettenschwindel ist. Strache = echt und die Hoffnung vieler Menschen, besonders der Generation U30 ! Grüne = beleigte Selbstdarsteller, eine sterbende Spezies. Ich spende lieber für Greenpeace, denn die sind echt grün, nicht linksradikal.
Es wurde einmal geschrieben, Grüne wären wie Melonen , außen grün ,innen rot, lieber so, als Blaue sind wie Nüsse ,außen braun und innen hohl,darum haben sie auch nie Kopfweh, da Hohlraum nicht wehtun kann .gel Salzburger.