Politik & Wirtschaft

Der renommierte Politologe Peter Filzmaier, der ehemalige SN-Chefredakteur Ronald Barazon, Wirtschaftsexperte Richard Wiens und die Unternehmerin Gertraud Leimüller über die Themen, die Österreich bewegen.

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September 2010 Archive

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Innovative Dienstleistungen: Was ist so schlecht an dem, was uns ernährt?Zwei Zahlen am Beginn: In Europa werden nur noch 20 Prozent mit der Produktion von Gütern verdient, die man angreifen kann, in den USA nur  elf Prozent. Ein guter oder schlechter Befund? Tatsache ist, dass ein weiterer Schub an Deindustrialisierung bevorsteht. Sobald die Industrie wieder zu investieren beginnt, werden weitere Fabriken nach Asien verlagert werden. Viele Ökonomen und Politiker sehen dies als GAU, als größtes anzunehmendes Unglück: Wovon soll man leben, wenn im Inland die industrielle Basis fehlt? Wenn mitsamt den Produktionshallen auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen abwandern?
 
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 Warum Angriffe auf die Pressefreiheit nicht nur in Russland verwerflich  sind.
 
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In der Steiermark droht der kleinste gemeinsame Nenner als künftige RegierungWer schließt in der Steiermark mit den Rechtsauslegern der FPÖ ein Bündnis? SPÖ und ÖVP sind so spinnefeind, sodass sie nach einem Partnerwechsel lechzen müssten. Die Parteispitzen Franz Voves und Hermann Schützenhöfer haben in ihrer Fernsehdiskussion die Kunst des Vorbeischauens am jeweils anderen perfektioniert, sich als Kuriosum anfangs in der dritten Person angesprochen sowie am Ende einander in einem Unterbrechungsduell rüde geduzt.
 
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Mit 300 Stundenkilometern über die Autobahn zu rasen, dürfte der Traum so manchen Autofahrers sein. Wenn dies auch noch erlaubt ist, umso besser. Stellt der Staat gar zahlreiche Polizisten an den Straßenrand, die nur zuschauen, aber nicht eingreifen dürfen, dann sollte das Paradies der Geschwindigkeits-Fanatiker perfekt sein.
 
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Die vergangenen Tage waren erneut von heftigen Auseinandersetzungen über die Österreichischen Bundesbahnen geprägt. Dabei sind die Hauptakteure der Debatte hin und wieder sprachlich entgleist.
 
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Der heimischen Wirtschaft mangelt es an Menschen,
die selbstständig denken können.Schon bei der morgendlichen Fahrt in der U-Bahn hört man Sätze wie diese: „Würden die Kollegen nur ein bisschen mitdenken, würden sie uns mit solch unsinnigen Fragen erst gar nicht beschäftigen."
 
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 Warum Wahlen nur dann sinnvoll sind, wenn sie ehrlich, fair und frei stattfinden - was in Afghanistan bisher noch nie geglückt ist.
 
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Kleine Anleitung zum Umgang  mit   Umfragen, „exit polls" und Wählerstromanalysen. Moderne Sagen sind Aussagen, die einen falschen Inhalt haben und trotzdem laufend als wahre Geschichten erzählt werden. Zu den populärsten Irrtümern der Wissenschaft zählt beispielsweise, dass Blindschleichen blind sind. Oder dass Einstein ein schlechter Schüler war. Genauso frei erfunden ist, dass die EU den Krümmungsgrad von Bananen vorschreibt.

 
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Der erfreuliche und höchst willkommene Lichtblick der vergangenen Monaten war der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Österreich. Die Überwindung der Krise schien gelungen, man konnte aufatmen. Leider erweist sich die gute Nachricht als Schimäre, die, wie das nun einmal das Wesen von Schimären ist, letztlich doch ihr wahres Gesicht preisgibt.
 
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Mammut und Knauf haben ein vorbildliches Fehlermanagement. Das haben sie bewiesen.Bravo Mammut. Bravo Knauf. Selten gelingt es Unternehmen, öffentlich so „schön zu scheitern", wie das Zukunftsforscher Matthias Horx einmal nannte. Selten wird so wunderbar gezeigt, dass ein gravierender Fehler nicht stets zu medialer Hinrichtung oder Rücktritt führen muss. Man könnte in Wirtschaft und Politik auch zu Menschen stehen, denen ein Fehltritt passiert ist. Und damit das erreichen, was wirklich wichtig ist: Ein Stück klüger zu werden, damit der Schnitzer beim nächsten Mal nicht mehr passiert.
 
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 Warum der Moskauer Bürgermeister immer einen guten Sündenbock abgibt und Putin und Medwedew trotzdem nicht zerstritten sind.
 
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Dem beliebten Umfrage-Journalismus liegt ein kapitaler Denkfehler zugrunde.In der Steiermark und Wien ist Wahlkampfzeit und damit Hochsaison der medialen Zahlenspiele. Offenbar schlummert in uns die Sehnsucht nach der Kristallkugel, welche Partei wie viele Stimmenprozente erhält. Zugleich werden Personen und Themen in Medien selten inhaltlich beurteilt, sondern nur noch im Hinblick auf die Mehrheitsfähigkeit im politischen Wettbewerb diskutiert.
 
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Die Fremdenhatz ist in den vergangenen Wochen endgültig gesellschaftsfähig geworden. Diese erschreckende Entwicklung hat allerdings jämmerliche Hintergründe. Man projiziert die eigenen Probleme auf Ausländer, die als Sündenböcke missbraucht werden.
Thema Nummer eins: Die Überfremdung. Den Ausländern vorzuwerfen, dass sie viele Kinder gebären, ist nur der Versuch, von einer beschämenden Tatsache abzulenken: Die wenigen Kinder der Inländer sichern nicht einmal die bestehende Zahl der Einwohner, von einer Steigerung ganz zu schweigen. Von konstruktiven Beiträgen zur Korrektur dieses Zustands ist aber nichts zu bemerken.
 
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Klemmsichere Glastüren, einheitliche Stecker. Bitte gebt uns Spielregeln!Die schöne Vision vom emissionsfreien Elektroauto hält die Autoindustrie auf Trab, ihre Umsetzung wird aber von scheinbar banalen Dingen gebremst. Es gibt weder in Europa noch weltweit einheitliche Steckersysteme für Elektroautos. Also kann es passieren, dass der fortschrittliche Fahrer sein Gefährt unterwegs nicht laden kann, mangels einer passenden Steckdose.
 
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 Warum die Ideen des deutschen Bankers in Russland  als Ausrede für autoritäres Handeln dienen.
 
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Der politische Herbst beginnt am 26. September mit der steirischen Landtagswahl In der Steiermark geht es um drei Dinge: Wer von den Erzfeinden Voves-SPÖ und Schützenhöfer-ÖVP gewinnt das Rennen um den ersten Platz? Schaffen FPÖ und/oder Grüne rund neun Prozent der Wählerstimmen, was automatisch einen Regierungssitz bedeutet? Gelingt auch der KPÖ oder sogar dem BZÖ der Landtagseinzug? Davon hängt ab, welche Mehrheiten für die Landeshauptmannwahl und in der Proporzregierung möglich sind.
 
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Bis vor kurzen wurden alle jene gescholten, die öffentlich zu sagen wagten, dass die Österreicher viel zu früh in Pension gehen. Derzeit erfolgt der Pensionsantritt  im Schnitt etwa im 59. Lebensjahr und ebenfalls im Schnitt werden die Österreicher 80 Jahre alt. 21 Jahre Pension lassen sich nun einmal nicht von den immer weniger werden Aktiven finanzieren.
 
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Eine Woche der Provokation und der öffentlichen Erregung geht zu Ende. Und für Thilo Sarrazin ging wohl seine kurze, aber wechselvolle Karriere im Vorstand der Deutschen Bundesbank zu Ende.
 
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 Von Computerfreaks und Schaltkreisen und von der Not der Unternehmerwelt.