Die Hetzer gegen Ausländer haben endlich eine Form gefunden, wie sie ungestört ihre üble Politik betreiben können. Nicht mehr von den Fremden, die den Österreichern die Arbeitsplätze rauben, ist die Rede. Nein, die braven und fleißigen Ausländer werden neuerdings sogar als wertvolle Kräfte gelobt. Auch die Überfremdung wird kaum noch beklagt. Die eifrigsten Ausländerjäger lieben jetzt die Fremden.
August 2006 Archive
Ist jeder Krieg sinnlos? Die Antwort ist einfach: Ja. Eine andere Frage: Wie würden sich die Salzburger verhalten, wenn aus Traunstein Raketen auf die Stadt geworfen werden. Oder: Wie sähe die Reaktion der Österreicher aus, wenn eine ausländische Regierung die Ausrottung der Bewohner der Alpenrepublik zum Ziel hätte?
Eine ordentlich organisierte, pluralistische Gesellschaft braucht für alle Interessengruppen eine Kammer. Österreich ist auf diesem Gebiet sehr gut ausgerüstet, da fast jede Gruppe über eine Kammer verfügt und jene, die es noch nicht so weit gebracht haben, zumindest einen Verein haben.
Im Paradies der niedrigen Löhne, in den jungen, aufstrebenden Industrieländern, erleben die internationalen Unternehmen ein böses Erwachen. Das starke Wachstum ist nur mit Hilfe hoch qualifizierter Fachkräfte zu bewältigen. Und diese Fachkräfte erkennen immer deutlicher ihren Wert. Die Folge: Die Firmen sehen sich Lohnforderungen gegenüber, die nicht
selten bereits die in den alten
Industrieländern üblichen Sätze übertreffen.

