Standpunkt

Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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Neues von Willi Germund

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Im Grunde spielt es keine Rolle, wie hoch der Wahlsieg der thailändischen Pheu Thai, der Partei des 2006 von den Militärs gestürzten Premierministers Thaksin, am Ende ausfällt.

 
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Die Ernennung von Ayman el Zawahiri als Nachfolger des getöteten Osama bin Laden überrascht nicht. Der ägyptische Augenarzt war während der vergangenen Jahre Sprachrohr und rechte Hand bin Ladens. Zawahiris großes Problem: Die Organisation ist ausgeblutet.
 
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Angesichts der Blamage von Osama bin Ladens Tod in der Garnisonsstadt Abbottabad protestierten Pakistans Generäle und Politiker empört gegen den Vorwurf der Inkompetenz. Zehn Tage später fehlen angesichts der brutalen ersten Vergeltungsattacke seit dem Tod des El-Kaida-Chefs angesichts der Fahrlässigkeit der Sicherheitskräfte die Worte.

 
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Krimineller Leichtsinn, irrwitzige Energiepolitik und menschliche Arroganz verschärften das Drama von Fukushima. 
 
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Aung San Suu Kyi ist frei, und damit verringert sich die Zahl der 2200 politischen Gefangenen Burmas um eine Person.
 
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Die genaue Zahl der von der CIA getöteten Deutschen ist unklar. Namen gibt es ebenfalls noch nicht. Doch mit dem Drohnenangriff in Pakistan gelang ein schwerer Schlag gegen die „deutschen Taliban", wie sie in der Region genannt werden.
 
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Man muss wohl zu den radikalislamischen Talibanmilizen gehören, um mit brutalen Morden zu prahlen, die man selbst nicht verübt hat. Nach allen vorliegenden Fakten scheinen die Dinge nach dem Tod des zehnköpfigen Medizinerteams der christlichen Hilfsgruppe IAM aber genau darauf hinzudeuten. Die Talibanmilizen haben immer schon zum Übertreiben geneigt, und sie kennen erst recht keine Schranken, wenn sich der tragische Tod irgendwie in das krude Schema eines Religionskrieges pressen lässt.
 
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Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh boomt wie wenige andere Städte in Südostasien. Die Regierung zeigt wenig Interesse am Kriegsverbrecherprozess gegen den obersten Folterknecht der Roten Khmer. Premierminister Hun Sen ist just am Tag, an dem in Phnom Penh erstmals ein Kriegsverbrecher der Roten Khmer verurteilt wird, in Singapur und wirbt für Exporte seines Landes. 
 
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Der Krieg in Afghanistan ist längst zu einem Ritual erstarrt, in dem keine der beiden Seiten die andere vernichtend schlagen wird.
 
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Der Aufstand der Rothemden in Thailand ist niedergeschlagen. Die Köpfe der „Bewegung der Union gegen Diktatur und für Demokratie" (UDD) sitzen in Haft. Sie werden wie ihr  Sponsor, der 2006 von den Militärs gestürzte Multimilliardär und heute im Exil lebende Thaksin Shinawatra, wegen Terrorismus angeklagt.
 
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Der größte Protest der thailändischen Landbevölkerung in der thailändischen Hauptstadt Bangkok hätte nicht enden müssen, wie er nun enden wird. Im Zentrum der Stadt  hallen Schüsse. Barrikaden brennen. Dabei hatte Premierminister Abhisit Vejjajiva mit seinem Vorschlag, am 14. November vorgezogene Neuwahlen in Thailand abzuhalten und einen Versöhnungsprozess zu starten, die Tür zu einem tragfähigen Kompromiss geöffnet.
 
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Thailands Premierminister Abhisit Vejjajiva wehrt sich noch heftig. Aber es scheint wahrscheinlicher, dass er bald den Weg gehen wird, den fast alle Regierungschefs des Landes nehmen mussten, nachdem es unter ihrer Führung zu Gewaltausbrüchen kam: Sie traten ab. 
 
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Die riesige Rauchfahne, die am Montag aus dem Zentrum von  Kabul in den Himmel über Kabul stieg, hat das Potenzial zum Fanal.

 
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Afghanistans Präsident Hamid Karzai neigte  schon immer zu  vollmundigen Sprüchen. Die Versprechen, die er zu Beginn seiner zweiten Amtszeit  machte, sind  deshalb mit einer ordentlichen Portion Vorsicht zu betrachten.
 
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Afghanistans Präsident Hamid Karzai steht schon seit Mai dieses Jahres als Sieger der Präsidentschaftswahl fest. Mit Manipulationen und geschickten Schachzügen hatte er bereits lange vor dem ersten Urnengang im August die Weichen für seinen Triumph gestellt. Der von ihm und seinen Leuten organisierte Wahlbetrug war überflüssig und unnötig. Ebenso klar war spätestens seit der Augustwahl, dass sein stärkster Herausforderer Abdullah Abdullah bei der am 7. November geplanten Stichwahl keine Siegchance hat. Abdullah hat mit seinem Rückzieher vom Sonntag also nur den Tatsachen Rechnung getragen.


 
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Mit der Verurteilung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zeigen Burmas Generäle, wie berechenbar und risikoscheu sie sind. Diktator Than Shwe weiß, dass die 64-jährige kranke Tochter des Unabhängigkeitshelden Aung San Zwangsarbeit in einem der Regime-Lager nicht lange überstehen würde.
 
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Es gab in Indonesien bereits die ersten Zeichen von Unzufriedenheit, weil die Behörden Wochen nach dem Anschlag auf die beiden Luxushotels in der Hauptstadt Jakarta noch keinen Fahndungserfolg vorweisen konnten. Der Durchbruch kam, nachdem die indonesische Polizei endlich die beiden Selbstmordattentäter identifiziert hatte.
 
 
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Die Talibanmilizen haben bisher nach jedem Tod eines wichtigen Führers schnell kompetente Nachfolger für den „heiligen Krieg" gefunden. Es käme deshalb einem Wunder gleich, wenn der Tod von Baitullah Mehsud eine tiefe und vor allem bleibende Lücke in die Führungsstruktur der radikalen Islamisten reißen würde.


 
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Die Tochter des 1947 ermordeten burmesischen Unabhängigkeitsführers Aung San wird hinter den Mauern des Zuchthauses, in dem das Regime sie im Mai eingesperrt hat, kaum Hoffnungen auf einen Freispruch hegen. 14 der letzten 20 Jahre verbrachte sie hinter Gittern oder im Hausarrest. Nichts, so scheint es, fürchten Burmas Generäle so sehr wie eine Aung San Suu Kyi in Freiheit. Schließlich führte die „Lady" ihre Partei, die „National League for Democracy" (NLD), zu einem überraschenden triumphalen Sieg bei der Wahl 1990. Dabei hatten die Militärs damals geglaubt, die Abstimmung in ihrem Sinn kontrollieren zu können.