Neues von Thomas Auinger
Dreieinhalb Monate vor den Landtags- und Gemeindewahlen wird das umstrittene Projekt einer neuen Gastransitleitung durch Salzburg zur politisch heißen Kartoffel. Die Landesregierung wirft sie nervös von einer Hand in die andere. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) reicht sie am liebsten den alles prüfenden Experten weiter. In Umfragen soll abgetestet werden, was die Wähler von der Gasschiene halten.
Die zweitgrößte Stadt des Landes, Hallein, soll (noch) sicherer werden. Auf Wunsch der Stadtgemeinde wertet die Salzburger Sicherheitsdirektion die Halleiner Stadtpolizei auf. Die neue Strafprozessordnung hatte die Kompetenzen der „Gemeindepolizisten" mit 1. Jänner 2008 massiv beschnitten. Verbrecherjagd auf der Straße war der Stadtpolizei - zumindest streng genommen und theoretisch - nicht mehr möglich.
Mitten in der Urlaubszeit hat er also begonnen, der Wahlkampf für die Nationalratswahl am 28. September. Daran werden sich wohl nahtlos die Kampagnen für die Landtags-, Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen am 1. März 2009 anschließen. Landauf, landab versichern Politiker zwar, dass sie den Intensivwahlkampf erst wenige Wochen vor dem Wahltermin starten wollen. Aber die Maschinerie läuft schon.
Chancen auf direktes Mitbestimmen bei einzelnen Projekten gibt es hingegen in unseren Gemeinden - etwa im Vergleich zur Schweiz - eher wenig. Abstimmungen, Befragungen und Bürgerbegehren sind hierzulande selten. Oberndorf sollte eine Ausnahme werden.
Ihre Tränen der Wut und der Enttäuschung konnten und wollten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sicherheitsgurte-Herstellers TRW nicht verbergen, als ihnen der Geschäftsführer die Nachricht von der Werksschließung überbrachte. 545 Betroffene: das bedeutet 545 Einzelschicksale samt ihren Familien.

