Einmal gibt es zwei Bewerbungen, dann nur eine, manchmal auch überhaupt keine: Schulleiterposten sind nicht besonders populär. So langten auch für die jüngste Bestellung am Gymnasium Hallein nur zwei Bewerbungen beim Landesschulrat ein.
Neues von Thomas Hödlmoser
Nein, die Jugend ist nicht unpolitisch und auch nicht politikverdrossen. Gewiss, nicht alle begeistern sich gleichermaßen für Steuerreformen und Klimaschutz.
Der Abgang des Tamsweger Bürgermeisters ist die logische Folge der „Kubus"-Pannen
In Oberösterreich werden Gemeinden zusammengelegt, in der Steiermark Bezirkshauptmannschaften. Und in den meisten Bundesländern wurde in den vergangenen Jahren ohne viel Aufhebens auch die Schulverwaltung vereinfacht.
Im Kleinen läuft oft vieles schneller, besser, effizienter als im Großen. So sind die Gemeinden bei Neuerungen oft deutlich weiter als Land oder Bund, wie sich etwa beim Klimaschutz zeigt, wo etliche Salzburger Orte eine Vorreiterrolle übernommen haben.
Im Grunde ist der Vorschlag des Wissenschaftsministers nicht so abwegig: Die Universitäten sollen autonom entscheiden, von wem sie in welcher Höhe Studiengebühren verlangen.
Verhaltensauffällige Jugendliche vorübergehend oder dauernd vom Besuch einer Schule auszuschließen, kann nur die letzte Konsequenz sein. In dem Punkt wird dem Landesschulrat kaum jemand widersprechen.
Die Frage, wer wie viel für die Schulen zahlen soll, sorgt wieder einmal für Zwist zwischen Salzburg und Wien.
Österreich ist Schlusslicht beim Klimaschutz in Europa - und Salzburg hat daran einen erheblichen Anteil. Größter Verursacher ist der Verkehr.
Es ist schon seltsam, wie krass politische Ankündigungen und politisches Handeln mitunter auseinanderklaffen. Das zeigt sich gerade jetzt beim Bildungsvolksbegehren.
Das Sparbudget ist ein erster richtiger Schritt. Der große Wurf ist es nicht.
Die neue Rektorin der Fachhochschule muss zuerst das eigene Haus befrieden.
Die Salzburger könnten die Politiker beim Land und in den Gemeinden für manches Versäumnis kritisieren, für eine mutlose Verkehrs- und Energiepolitik etwa oder die Gewohnheit, bei Problemen stets auf Wien zu verweisen.
Das Sammeln von Unterschriften ist gewöhnlich Sache von Bürgerinitiativen. Und wenn von der "Verschandelung" der Landschaft durch Windräder gewarnt wird, erinnert das eher an die Wahlkampfveranstaltung eines lokalen Polit-Rebellen.
Man darf nichts unversucht lassen, um den Lehrberuf attraktiver zu machen.
Im Grunde hatte die Kirchenführung von Salzburg bis Rom bislang leichtes Spiel. Dass immer weniger Gläubige in die Kirche gehen? Tut nicht wirklich weh. Dass der Kirchenbeitragstopf schrumpft? Macht man eben einen Spendenaufruf mehr! Und die Proteste der Schäfchen, Kirchenvolksbegehren usw.? Auch das vermochte das große Kirchenschiff nicht ins Wanken zu bringen.
Offiziell sprechen sich die Vertreter der Salzburger Volkskultur stets für das Völkerverbindende im Brauchtum und gegen Nationalismus aus. Und sie initiieren auch entsprechende Projekte.
So wie es aussieht, ist der Zug abgefahren: Die ÖBB halbieren die Zugverbindungen zwischen Salzburg und Graz.
Wenn dereinst die Wirte beginnen sollten, die Halbe „Freibier" um 3,50 Euro zu verkaufen, werden sie mit dieser Werbe-Idee nicht die ersten sein. Nein, auf die Marketingstrategie, für „Gratis"-Angebote Geld zu verlangen, haben die für Familien- und Kindergartenagenden verantwortlichen Politiker von Salzburg bis Wien das Copyright.
Jüngster Anlass sind die teils doch recht auffälligen Abweichungen bei den Flächenangaben in den Förderanträgen. Tatsächlich ist die Frage berechtigt, warum Hunderte Salzburger Landwirte jetzt, da ihre Wiesen mittels Luftbildern kontrolliert werden, plötzlich weniger Wiesenfläche zur Förderung einreichen. Eigentlich hätten sie das schon in den Jahren davor, als die Kontrollore noch keine Luftbilder zur Hand hatten, tun können.



