Standpunkt

Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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Neues von Richard Wiens

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Die Macht, die Ratingagenturen vorgeworfen wird, schreiben ihnen jene zu, die ihre Urteile kritisieren. 
 
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Auch wenn Standard & Poor's Österreich die Bestnote für die Bonität entzieht, ist es zu früh, den Weltuntergang zu beklagen.
 
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Die Regierung wirkt beim Kurs zur Konsolidierung der Staatsfinanzen uneins. Der Eindruck täuscht, denn führende Figuren der Koalitionspartner opfern sich geradezu auf, um einen Konsens zu erzielen, wie ein Treffen des Steuerquartetts Laura Rudas, Andreas Schieder, Hannes Rauch und Karlheinz Kopf zeigt.
 
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Nein, zum Jahreswechsel auf 2012 sprudelte kein Champagner in der Europäischen Zentralbank, und auch nicht in den Staatskanzleien des Kontinents. Europa ist nicht nach Feiern zumute, ganz im Gegenteil. Nach einem fürchterlichen Jahr 2011, in dem mit überschaubarem Erfolg versucht wurde, die Lage in der Eurozone zu stabilisieren, blickt man mit Sorge in das neue Jahr. Und wie schon das vergangene wird auch 2012 zum Schicksalsjahr für den Euro, die Eurozone, ja ganz Europa hochstilisiert. Abgeleitet von Angela Merkels Satz, wonach Europa scheitern wird, wenn der Euro scheitert, lautet vielerorts die bange Frage: „Übersteht Europa 2012, und wie wird es am Jahresende aussehen?"
 
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Lang waren Staatsschulden kaum ein Thema in Europa. Die Zinsen waren niedrig, das Wachstum solid, die Schuldenlast daher erträglich. Dann platzte die Griechenland-Blase und mit einem Mal entdeckten Ratingagenturen und „die Märkte", dass viele Staaten hoch verschuldet waren. Seitdem ist nichts  wie früher, jetzt müssen Staaten sparen.
 
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Das allgemeine Preisniveau um 3,6 Prozent höher als vor einem Jahr, der wöchentliche Einkauf gar um 6,9 Prozent teurer, da keimt augenblicklich ein böser Verdacht auf.
 
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Auf zum letzten Gefecht um den Euro.
 
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Ob die politische Klasse in Deutschland über Elitebonds nachdenkt oder nicht, ist fast schon unerheblich. Auch die wären nur ein nächster untauglicher Versuch, sich um eine Entscheidung herumzudrücken, die nicht mehr aufgeschoben werden kann.
 
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In der Finanzkrise sind schon viele Tabus gefallen. Dass sich eine der österreichischen Großbanken aus einem Land in Osteuropa wieder verabschiedet, war auch so ein  Tabu. „Gekommen, um zu bleiben", tönte die Branche, selbst in der Zeit des schärfsten Gegenwinds im Frühling 2009. Damals wurden noch der Internationale Währungsfonds und die EU mobilisiert, um der Region finanziellen Halt zu bieten -  und die Banken blieben. Jetzt, in den Zeiten der Ernüchterung, erkennt man, dass die Expansion da und dort vielleicht doch zu rasant war.
Aber dass die Region auf Jahrzehnte große Wachstumschancen bietet, daran besteht kein Zweifel.  Auch in Osteuropa wird künftig alles langsamer gehen. Das klingt wie eine schlechte Nachricht für die lokale Bevölkerung, ist aber auf lange Sicht wohl die Garantie für eine nachhaltige Entwicklung der Region. An Osteuropa führt auch künftig kein Weg vorbei.
 
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Eine Schuldenbremse in die Verfassung zu schreiben, ändert noch nichts am Zustand der Staatsfinanzen. Schaden kann sie kaum.
 
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Super-Mario schwingt die Zinskeule. Das unterstützt die Wirtschaft, entbindet die Politiker aber nicht ihrer Verantwortung.
 
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Die Schuldenkrise in Europa überlagert das Treffen der G-20. Die Neuordnung des weltweiten Finanzsystems muss warten.
 
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Die Schuldenkrise in Europa überlagert das Treffen der G-20. Die Neuordnung des weltweiten Finanzsystems muss warten.
 
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Finanzkrise, Produktionskrise, Schuldenkrise - so lief es seit 2008. Geht dieses Spiel von Neuem los? Auszuschließen ist es leider nicht.
 
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Wir haben Opfer gebracht, jetzt wollen wir nicht länger für die Krise zahlen, sagen die Vertreter der Arbeitnehmer. Wir haben Geld in die Hand genommen, um den Betrieb und die Mitarbeiter mit Kurzarbeit und anderen Maßnahmen durch die Krise zu tragen, tönt es von der Unternehmerseite. Beide haben recht, und das macht die heurige Herbstlohnrunde nicht einfacher.

 
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Europa und die USA trennt derzeit mehr als es verbindet - das wird vor allem in der Bekämpfung der Schuldenkrise deutlich.
 
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Dass sich Banken dagegen wehren, als Zockerbuden tituliert zu werden, ist verständlich, weil als Pauschalurteil falsch. Allein, die Branche macht es jenen, die solche Vorurteile pflegen, relativ leicht.

 
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Der Konjunkturmotor stottert, die Menschen fürchten um den Wert ihres Geldes. Und die Politik findet keine befriedigende Antwort.
 
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Die Gläubiger von A-Tec kommen mit einem blauen Auge davon. Ob auch Mirko Kovats davonkommt, ist noch keineswegs sicher.
 
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Mani pulite - saubere Hände - unter diesem Begriff lief im Italien der Neunzigerjahre die langwierige Aufarbeitung von Korruption, Amtsmissbrauch und illegaler Parteienfinanzierung.
Viele saubere Hände braucht es jetzt auch in Österreich, dem Land der immerwährenden weißen Westen, um die schmutzigen Geschäfte aufzudecken, die im Dunstkreis der Telekom Austria liefen. Dabei wusch eine Hand die andere, und Politiker hielten - so hat es bisher den Anschein - bereitwillig die Hand auf. Die Gegenleistung erfolgte meist im Handumdrehen. Dass alle Genannten bis zum Beweis des Gegenteils selbstverständlich als Unschuldslamperl gelten, liegt auf der Hand.