Standpunkt

Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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Neues von Pierre Wallnöfer

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"There's no business like showbusiness" - dieses Motto hat sich noch nicht bis zum ZDF durchgesprochen.
 
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Mit einem frischen Team könnte Generaldirektor Alexander Wrabetz dem ORF einiges an Dynamik zurückgeben.
 
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Wie sich die BBC mit einem Dokumentarfilm dem Thema Sterbehilfe widmete und dabei mit den letzten Tabus des Mediums brach.

 
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Schwierige Fragen lassen sich manchmal sehr einfach beantworten. Derzeit kämpfen Lobbys (man beachte den Boom dieses Worts im Sprachgebrauch) der neuen Spartenkanäle Sport sowie Kultur um die Sendefrequenz, auf der (noch) TW1 ausgestrahlt wird. Es gibt zwei Varianten: Entweder übernimmt ORF Sport Plus den ganzen Sender, bei dem er bisher stundenweise zu Gast war. Oder der geplante neue Kultur- und Informationskanal ORF 3 erhält diese Frequenz und der Sport muss sich einen ganz neuen Platz suchen.
 
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Es darf bezweifelt werden, dass die richtigen Lehren aus dem schweren Unfall bei „Wetten dass . . ?" gezogen werden.
 
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Der Küniglberg hat gekreißt - und erneut negative Schlagzeilen geboren: Der ORF beginnt, sich selbst zu enthaupten.
 
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Elefanten sind sensible Tiere. Sie haben ein enormes Gedächtnis, gehen  fürsorglich mit ihrem Nachwuchs um und sind nur in Porzellanläden fehl am Platz. Vielleicht sollte  in TV-Studios mehr  Keramik  aufgestellt werden. Denn was   vor Wahlentscheidungen in sogenannten Elefanten-, Parteiobmanns- und sonstigen Diskussionsrunden geschieht, hat mit politischer Contenance nur mehr am Rande zu tun - wie jüngst gesehen im Wiener Wahlkampf. 
 
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Das Programm eines Senders optimal abzustimmen, gehört zu den  schwierigsten Aufgaben.  Man denke nur an die ORF-Baustelle „Chili", also an das Problem, ein zugkräftiges Parallelprogramm zur „Zeit im Bild"  zu installieren. Am Dienstag hatte „Chili" 95.000 Zuschauer und einen Marktanteil von  gerade fünf Prozent.

 
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Fernsehen ist noch immer eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen von Frau und Herrn Österreicher. Dabei sind den Technikern in den vergangen Jahren große Schritte gelungen, sodass sich das Fernsehen als Freizeitmagnet vor Computerspielen und dem Internet nicht verstecken muss. Dank der digitalen Technik hat sich die Bildqualität schon enorm verbessert. Mit HDTV (Hochzeilenfernsehen) wird die letzte Barriere vor dreidimensionalen Bildern gemeistert, auf das sich durchaus nicht alle Zuschauer freuen. Denn ein bisschen Fantasie sollten wir doch noch selbst entwickeln dürfen, oder? Unverfroren ist die Idee, Zuschauer erneut zur Kasse zu bitten.
 
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Skandal in der ARD

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Am Mittwoch geht in der ARD ein Melodram auf Sendung, das sich in keiner Weise von de Rührstücken unterscheidet, die  und am Fernsehen im Hauptabend vorgesetzt werden.
 
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Die Programmpräsentation des ORF läutete die neue Saison auf der Fernsehszene ein. Unverkennbar sind die Zeichen eines Umbruchs, nicht zu verwechseln mit einem Aufbruch. Geprägt von der wirtschaftlichen Situation kann das Ziel für den ORF nur sein, die Quoten-Talfahrt zu beenden, um den Werbeeinbruch nicht zu verstärken. Dabei kommt es nicht (nur) auf neue Programme an, sondern vor allem auf bessere Sendungen auf optimalen Sendeplätzen. Daran mangelt es derzeit besonders. Doch das Programm ist nicht alles - auch im 21. Jahrhundert zählen nicht (nur) Inhalte, sondern vor allem die Verpackung - und Stars, die  Verpackungen zu Markenzeichen pushen können.
 
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Wieder sorgt das deutsche Privatfernsehen für Wogen der Empörung, wieder ist  RTL der Auslöser. Wie schon mit „Big Brother" (RTL 2) und „Super Nanny" (RTL) steuert der beliebteste deutsche TV-Konzern einen  Konfrontationskurs mit diversen gesellschaftlichen Schichten, in der Hoffnung auf Überreaktionen von (Wert-)Konservativen. 
 
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Knapp ein Million Zuschauer bei der Entscheidung- „Dancing Stars" ist im Finale mit einem blauen Quoten-Auge davongekommen und überzeugte diesmal auch als Show. Claudia Reiterers Auftritt als Kim Basinger wird noch einige Zeit Gesprächsstoff bleiben. Nach all den unverständlichen Resultaten der vergangenen Wochen verlief wenigstens das Finale gerecht: Der nur dank Zuschauerstimmen von Runde zu Runde mitgeschleppte Udo Wenders musste zuerst passen.
 
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Wieder ist das Getöse groß um den ORF. Es bestehe Handlungsdarf, heißt es. Und demnächst krache der Staatsrundfunk ohnehin zusammen.  Wie sich die Bilder gleichen!
 
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Weihnachten ist die Zeit der Wünsche,  vom ORF an das  Christkind, aber auch der Zuschauer an den ORF. Zu wünschen gibt es genug, eine Erfüllung oder gar unverhoffte Beschenkung ist  nicht abzusehen. Der ORF wünscht sich mehr Einnahmen, mehr Zuschauer und weniger Zwang zu sparen. Alle diese Wünsche sind ehrenwert, aber nicht realistisch angesichts eines  aufgeblähten Personalapparats, auf den auch nach zahlreichen Diätkuren noch immer der Werbeslogan „Weg mit dem Speck" zutrifft. Die private Konkurrenz, inzwischen neben den deutschen Werbefenstern  immerhin drei einheimische Sender, die sich Vollprogramme schimpfen, hat dem ORF zwar keine Beine, ihn aber nervös gemacht.     Die Quoten schrumpfen, und das vor allem bei früheren Zugpferden wie „Starmania", dem womöglich ein Super-GAU bevorsteht. Ein Gerhard Zeiler oder ein schlagkräftiger Privatsender hätten bei diesen Quoten schon die Notbremse gezogen und die Show  zumindest auf den späten Abend verlegt, wo sie weniger Schaden anrichten kann.
Die Wünsche der Zuschauer an den ORF sind kaum noch überschaubar.   Die Palette beginnt bei der Art und Weise, wie die einzelnen Programmtage programmiert werden, und enden bei der gehetzten  Präsentation  von Magazinen und Dokumentationen. Enorme  Sport- und Filmstrecken stehen vielleicht einem Privatsender zu Gesicht, seit der ORF mit SPORT Plus einen zusätzlichen dritten Fernsehkanal zur Verfügung hat, ist nicht mehr einzusehen, dass Vor-, Zwischen-, Haupt- und Nachberichte samt dazugehörigen Themen-„Studios" und -Diskussionsrunden neben der eigentlichen Übertragung zu erdulden sind.   Alles das können Fans auch im Spartenkanal -  kostenlos, versteht sich - nutzen.
Die fortschreitende Boulevardisierung im öffentlich-rechtlichen TV-Programm ist schon oft angesprochen worden. Diese Frage stellt sich brennender denn je. Die Qualitätsrechtfertigungen wirken wie ein Feigenblatt, das man verschämt vor sich her trägt, um von des Kaisers unsichtbaren Programmkleidern abzulenken. Der Wunsch, gute Sendungen früher zu bringen, ist ebenfalls uralt, aber nicht mehr so brennend. Auch deshalb, weil gute Sendungen selten geworden sind und  das Publikum kaum noch Entzugserscheinungen hat. Die Freude am Weihnachtsfest mit der Freude am Fernsehprogramm in Einklang zu bringen,  wäre  ein Wunsch, über den sich nachzudenken  lohnt.