Beim dritten Anlauf hat es für Pyeongchang doch noch geklappt. Die
Olympischen Winterspiele 2018 gehen nach Südkorea. Deren
Kommunikationschefin Theresa Rah sprach bei der Präsentation vor den 95
IOC-Granden von „Hartnäckigkeit und Geduld". Das höchste Budget hat den
Ausschlag gegen München und gegen Annecy gegeben. Für das IOC war es in
Durban eine richtungsweisende Wahl. Entscheidet man sich für Gigantismus
oder für die Rückkehr zu einfacheren Spielen. Die Antwort gab es im
ersten Wahlgang klar und deutlich: Das Moderne (Milliarden) besiegte
die Tradition. Lange Gesichter in München und Annecy.
Kommt Sie, oder kommt Sie nicht? Die Frage um das Antreten der
frischgebackenen Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova verunsichert die
Verantwortlichen des Damen-Tennisturniers in Gastein zusehends.
Nach den Erfolgen von Tamira Paszek in Wimbledon und dem Aufstieg von
Jürgen Melzer im Vorjahr gibt es im heimischen Tennis wieder viele
Schulterklopfer. Von einer Tennisnation, wie viele jetzt meinen, sind
wir aber noch meilenweit entfernt. Trotz der erfreulichen Entwicklung
der 20-jährigen Vorarlbergerin.
Maria Scharapowa hat es getan. Francesca Schiavone hat es getan. Und
auch die Herren Rafael Nadal und Roger Federer haben es schon getan.
Nach einem Tennistriumph sind alle in Tränen ausgebrochen. Im Finale
wohlgemerkt.
Die Laute mancher Tennisspielerinnen sind dieser Tage in Wimbledon
wieder ein großes Thema. Gerade hier, wo Etikette so großgeschrieben
ist, will man die Grunztöne bei den Ballwechseln nicht hören.
Das internationale Karriere-Ende von Sybille Bammer nach dem Turnier von
Wimbledon ist erfreulich für ihre Tochter Tina, aber ein herber
Rückschlag für das österreichische Tennis.
Am Montag geht die Ära eines Tennisplatzes in Wimbledon zu Ende, der wie
kein anderer für Legendenbildung gesorgt hat: Der neu gebaute Court 3
ersetzt den früheren Platz 2, besser bekannt als „Friedhof der Stars".
Am Montag ist Eröffnung, vom Herzog von Kent persönlich vorgenommen. Und
viele Stars werden aufatmen.
Vielleicht sind die glatten Niederlagen des ÖHB-Teams gegen Deutschland und Island in der Quali zur Handball-EM eine Chance für einen Neubeginn. Die Selbsteinschätzung vieler Spieler scheint aber dennoch zuletzt katastrophal gewesen zu sein.
Der internationale Fußballverband FIFA versinkt wieder im
Korruptionssumpf und keiner kann ihm helfen. Es fehlen die Reformen.
Halbherzig vom FIFA-Präsidenten Joseph Blatter unter Druck
veröffentlichte Neuerungen wie ein Weisenrat oder verbesserte
Kommunikation innerhalb der FIFA sorgen nicht nur bei den Kritikern für
Kopfschütteln. Was der milliarden-schwere Weltverband braucht ist ein
funktionierendes Kontrollsystem. Anhand zahlreicher Bestechungsvorwürfe
im letzten halben Jahr ein Muss. Geld stinkt nicht, sagten sich viele
Funktionäre und kassierten. Und viele, die standhaft waren, kamen ins
Grübeln.
Peter Pacult, der neue Trainer von RB Leipzig polarisiert. Er polarisiert, wenn er nicht im Fußball-Geschäft ist (Entlassung bei Rapid). Er polarisiert, wenn er wieder drinnen ist.
Durch die Verpflichtung von Detlef Kornett als neuen kaufmännischen
Leiter im globalen Fußballgeschäft von Red Bull (die SN haben exklusiv
berichtet) sollte in die Fußballgeschäfte des Fuschler Weltkonzerns
wieder neuer Schwung kommen. Der 47-jährige Deutsche soll sich zwar
nicht wie Dietmar Beiersdorfer als „Super-Fußball-Chef" sportlich
einbringen, er soll aber für eine geordnete wirtschaftliche Zukunft der
weltweiten Fußballprojekte sorgen.
Die Hauptfrage dieser Tage um Meister Red Bull Salzburg heißt: Wann verliert Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz die Freude am Fußballgeschäft? Unsägliche Querelen um das Team, immer wieder Gerüchteküche um neue Trainer oder Sportdirektoren schlagen wohl auf das Gemüt.
Die „Leichtigkeit des Seins" ist im Sport oft eine abgedroschene Phrase.
Irgendwie verwendet man sie mittlerweile ungern. Aber am Wochenende
wurde sie auf den internationalen Skischauplätzen wieder wahr.
Der Laureus-Award der gleichnamigen Stiftung bringt alljährliche
Weltstars des Sports zusammen. In Abu Dhabi gab es dieser Tage wohl kaum
einen Ort, wo der Satz „das ist doch der . . ." so vollkommene
Gültigkeit hat.Man weiß, was man wert ist
Es ist so wie bei einem exklusiven Klub: Alle wollen hinein, viele können nicht. Der Mythos Top Ten, also der elitäre Kreis der zehn besten Tennisspieler der Welt, ist seit Kurzem für Jürgen Melzer abgehakt
Auf den ersten Blick ist natürlich die Enttäuschung für das ÖHB-Team groß. Ein Sieg, vier Niederlagen - das ist weit unter den Erwartungen. Wichtig wird aber sein, wie man die Erfahrungen aus diesem Welt-Handballturnier mitnehmen wird können. Die EM-Qualifikation steht weiter an.