Neues von Josef Bruckmoser
Salzburg und Kärnten wählen im bundespolitisch idealen Zeitfenster. Die Landesparteien müssen damit aber Farbe bekennen.
Hellauf begeistert wäre dieser Jesus von Nazareth nicht, käme er heute auf die Welt. Egal, ob in Bethlehem oder Jerusalem, wo Isrealis und Palästinenser bis aufs Messer zerstritten sind, oder in Rom, wo heilige Väter ängstlich am Gestern festhalten anstatt voller Zuversicht in die Zukunft zu schauen.
Plötzlich ist alles anders.
Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden hat in den vergangenen Monaten mehr als einmal gegen den Stachel gelöckt. Im März nannte er die Steuerreformpläne der Bundes-SPÖ einen grundsätzlichen Fehler. Im Juni kanzelte Schaden als einer der ganz wenigen in seiner Partei den EU-Schwenk der SPÖ ab: Faymann und Gusenbauer versuchten aus dem hausgemachten Frust über die EU populistisch Stimmen zu schlagen, tönte es den Wiener SPÖ-Granden aus Salzburg entgegen.

