Standpunkt

Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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Neues von Gil Yaron

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Allen Nachrichten aus Israel zum Trotz: Ein israelischer Angriff gegen Irans Atomprogramm scheint nicht bevorzustehen. Das liegt zum Teil am Wetter.
 
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Die Hamas kann sich rühmen, den besten Deal in der Geschichte des Nahostkonflikts errungen zu haben.

 
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Israels Premierminister opfert Friedensoptionen der Rettung seiner rechtslastigen Koalition. 
 
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1971 prägte Israels Außen- und Verteidigungsminister Mosche Dayan ein Diktum: Das Volk könne sich nicht gleichzeitig hinter zwei Fahnen sammeln - die eine stand für den Kampf um das Überleben und die andere für soziale Gerechtigkeit.
 
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Der Bericht über die Enterung der „Mavi Marmara" zeigt einmal mehr: Es gibt keine simplen Wahrheiten im Nahen Osten.

 
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Trotz der Anschuldigungen aus Jerusalem scheint es unwahrscheinlich, dass die Hamas oder der islamische Dschihad hinter dem blutigsten Attentat in Israel seit Jahren stehen.
 
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Man darf das neue palästinensischen Versöhnungsabkommen ruhig mit Skepsis betrachten. Trotz der Siegesfanfaren bleibt es unwahrscheinlich, dass aus dem Schulterschluss eine geschlossene palästinensische Front wächst.
 
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Ein Bollwerk der Demokratie

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Die Verurteilung des ehemaligen Staatspräsidenten Mosche Katsav wegen schwerer sexueller Delikte hebt Israels Position als einziger funktionierender Rechtsstaat im Nahen Osten hervor. Selbst in Westeuropa werden Staatsoberhäupter nur selten, wenn überhaupt, vor Gericht gestellt.
 
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Seit siebzehn Jahren verhandeln Israelis und Palästinenser. Nun beginnt in Washington eine neue Gesprächsrunde. Die allseitige Skepsis ist berechtigt: Scheinbar hat sich nur wenig verändert, höchstens zum Schlechten. Die USA sind durch Weltwirtschaftskrise und zwei Kriege geschwächt. Der Iran, Schutzmacht der Extremisten, erstarkt hingegen. In Israel regiert eine rechtslastige Koalition, die ihren Premier stürzen will, sobald er Zugeständnisse macht. Die Palästinenser sind  zwischen Islamisten in Gaza und Pragmatikern in Ramallah gespalten. Das Mandat des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas lief bereits vor acht Monaten aus. Wahlen gab es seitdem nicht. Vertrauen und Zuversicht sucht man vergeblich. Sollten die Gespräche nicht am israelischen Siedlungsbau scheitern, drohen Raketenangriffe und Attentate der Islamisten, um Israel zu provozieren und die Verhandlungen zusammenbrechen zu lassen.
 
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Israelis sind oft stolz auf ihren Staat, manchmal zu Recht. Wer die Gründungsgeschichte Israels verfolgt, stößt auf etliche Beispiele von Schläue. In 62 Jahren wurde aus dem Land der Holocaust-Überlebenden eine technologische Supermacht, die stärkste Militärmacht im Nahen Osten. Und dies trotz andauernden Konflikts mit der arabischen Welt, in dem die Israelis anfangs die schlechteren Karten hatten. Aber Israel spielte sie besser. Es wusste, wann man Stärke demonstrieren und wann man nachgeben muss. Die Palästinenser hingegen genossen zuerst die meisten Vorteile - und verspielten jede Gelegenheit.
 
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Die Aktivisten, die die israelische Blockade durchbrechen, haben recht. Dabei geht es nicht nur um die moralische Ablehnung der  Geiselnahme der rund 1,7 Million Bewohner Gazas. Die Aktion führt auch die  Idiotie der Belagerung vor Augen.


 
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Ein schlauer Mann löst Probleme, die ein weiser Mann im Vorhinein vermeidet. Israels Premier Benjamin Netanjahu scheint nicht weise zu sein, das beweist die „schwerste diplomatische Krise im Verhältnis Israel-USA seit Jahrzehnten".

 
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Jeder, der in seinem Leben einmal beim Segeln navigieren musste, weiß, dass selbst kleine Fehler große Konsequenzen nach sich ziehen. Wenn der Kurs für ein weit entferntes Ziel festgelegt wird, reicht ein Messfehler von einem Grad, um ganz woanders anzukommen. 
 
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Eine historische Entscheidung oder nur  ein politischer Schachzug? Niemand weiß, wie die Verhängung eines zehnmonatigen Siedlungsbaustopps in dem  von Israel seit 1967 besetzten Westjordanland zu verstehen ist. Israels Premier Benjamin Netanjahu geht mit dieser Ankündigung weiter als alle seine Amtsvorgänger.
 
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Die libanesische Parlamentswahl brachte den Extremisten der Region, angeführt vom schiitischen Iran und seinen  Verbündeten  der Hisbollah, einen unerwarteten Rückschlag und verlieh den Pragmatikern Auftrieb. Es ist vermessen anzunehmen, die historische Rede von US-Präsident Barack Obama in Kairo habe einen maßgeblichen Einfluss auf das Wahlergebnis in Beirut gehabt. 
 
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Monatelang befand sich der Nahe Osten im Schwebezustand. Wahlen in den USA und Israel haben die politische Realität verändert. Neue Spielregeln müssen für diese neue Wirklichkeit erst langsam erfunden werden.

 
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Die Ankunft des Papstes in Israel hatte erhebende Symbolik. Das Flugzeug der „Royal Jordanian" aus dem haschemitischen Königreich, dessen Herrscher in der 43. Generation Spross des muslimischen Propheten Muhammad ist, wurde von der Flagge Israels und der Fahne des Vatikans geschmückt.
 
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Die Bilder, die aus dem Sinai kommen, erinnern eher an einen Kriegsschauplatz als an ein Feriengebiet. Kampfhubschrauber suchen im Tiefflug den Wüstenboden nach Terroristen ab, schwerbewaffnete Elitesoldaten im Einsatz gegen Islamisten. Doch es ist etwas Eigenartiges am öffentlichen Einsatz Kairos gegen die Hisbollah. Dass die proiranische Miliz die Hamas finanziert, ausbildet und rüstet, ist seit Jahren bekannt, genauso wie der Umstand, dass ihre Agenten bisher fast ungehindert im Sinai operierten. 
 
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Die Welt atmet erleichtert auf. Mit Ehud Barak, dem Vorsitzenden der linken Arbeiterpartei, sitzt nun ein Pragmatiker in der rechten Regierung Benjamin Netanjahus. Das Gewicht der Ultra-Nationalisten und Kriegstreiber ist geschwächt. Netanjahu wurde gezwungen, sich zu einem umfassenden Friedensplan zu verpflichten.