Respekt vor dem Schritt von Didi Emich. Die totale Selbstaufgabe zwischen Beruf, Familie und Trainerjob wäre ein zu hoher Preis für Punkte und Meistertitel gewesen. Der Trainer zog rechtzeitig vor dem Burnout die Reißleine. So schwer ihm der Rücktritt fiel, Emich war auch ein Opfer seiner hohen Ansprüche. Er wäre am liebsten auch gleich durch die Regionalliga marschiert und litt unter der Vorgabe, als hoch qualifizierter Trainer unter Amateurbedingungen arbeiten zu müssen. Der Fall Emich zeigt erneut die Schizophrenie der Grauzone Regionalliga: Einerseits sollen reine Amateure spielen und coachen, zugleich aber für den Fall eines Aufstiegs schon quasi-professionelle Strukturen bestehen. Das kann nicht funktionieren.
Sonntagnachmittag in Maxglan: 1500 Zuschauer, beste Stimmung und weit und breit kein Polizist. Dasselbe übrigens unter der Woche beim Landescup in St. Martin. Warum die Sicherheitsbehörden für das Austria-Match in Hall gleich 120 Ordnungshüter vorschreiben, bleibt ein Rätsel.
ÖSV-Sportdirektor Hans Pum hat eine gute Wahl getroffen. Dass der
oberste heimische Skifunktionär das Wochenende in Hochfilzen und nicht
in St. Moritz oder Val d'Isère verbrachte, war eine richtungweisende
Wahl.
Der Wochenendfrieden in Innsbruck ist gerettet. Sportlich gesehen ist die Absage des Westliga-Fußballspiel Union Innsbruck gegen Austria Salzburg aber eine Bankrotterklärung. Mit den Violetten und ihrem Anhang werden die anderen Klubs wohl noch länger leben müssen. Keiner will laufend Absagen und dann Entscheidungen am Grünen Tisch.
James Bond hätte seine helle Freude: Der Geheimdienst Ihrer Majestät, so der Eindruck bei der Aufregung um Handys der Marke BlackBerry, kann die elektronische Post von Millionen Menschen in aller Welt lesen. Denn einer der zwei Großrechner, über den der E-Mail-Verkehr des Herstellers läuft, steht in Großbritannien.
Wann haben Sie zuletzt etwas gegoogelt? Es ist vermutlich nicht all zu lange her. Anders in China. Dort ist Google weit nicht so gefragt wie die einheimische Suchmaschine „Baidu". Angesichts des wohl ohnedies aussichtslosen Kampfes um die Marktführung im Land erscheint die Kraftprobe des US-Konzern mit dem Pekinger Regime um Zensur in anderem Licht. Es hilft, das zuletzt ramponierte weltweite Image wieder aufzupolieren.
Dank der Transparenzdatenbank der AMA sind nun erstmals alle Agrarförderungen in Österreich einsehbar. Unter den Spitzenempfängern sind durchwegs Konzeren wie Rauch Fruchtsäfte, der Agrana-Konzern oder Kraft Foods. "Echte" Landwirte folgen mit Abstand. Sind die Förderungen gerecht verteilt? Kann so etwas aus der Datenbank überhaupt herausgelesen werden? Schreiben Sie uns!