Neues von Christian Resch
Oft sind es ganz unauffällige Umformulierungen, die in einem
Gesetzestext große Wirkung haben. Genau dies befürchtet die Umweltanwaltschaft
im Fall des neuen Nationalparkgesetzes. Der Verdacht geht dahin, dass die
Interessen der Natur immer stärker zugunsten des Tourismus und der
Landwirtschaft zurückgedrängt würden.
Selten, aber doch kommt es vor: dass die Regierungsparteien
SPÖ und ÖVP sich in einer Sache fast vorbehaltlos einig sind. Derzeit ist das
beim Thema direkte Demokratie der Fall.
Wer nicht in dieser Stadt geboren ist - quasi kein „gelernter Salzburger" -, der kann sich manchmal durchaus wundern: über die Inbrunst, mit der an der Salzach über die Lufthoheit im öffentlichen Raum gestritten wird. Darf man moderne Kunstwerke aufstellen? Dürfen Obdachlose herumsitzen? Graffitisprayer sich austoben? Darf man Teile einer Straße für Busse - oder gar Fußgänger - absperren?
Böse Zungen sind es, die behaupten: Wird in Beamtenschaft und staatsnaher Wirtschaft ein hoher Posten ausgeschrieben, steht schon zuvor fest, wer ihn bekommt. Zumindest welche politische Farbe derjenige haben muss. Die Suche nach einem neuen Vorstand der Salzburg AG muss als Beispiel dafür herhalten.
Doch die Gegner haben nicht dieselbe Gewichtsklasse. Im Auto sitzt es sich bequem, der Treibstoff ist (noch immer) relativ billig, man ist ungestört vor lästigen Mitmenschen und kann jene Musik hören, die man will.



