Standpunkt

Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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Neues von Berthold Schmid

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In der Linzer Swap-Affäre liegen die Nerven blank. Ein extrem riskantes Wettgeschäft zwischen der Stadt und der Bawag hat Linz bereits viele Millionen Euro gekostet und könnte die Stahlstadt letztlich an den finanziellen Abgrund treiben, denn das Limit ist unbegrenzt.

 
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Wanderurlaub und Skifahren in unseren Bergen sollen Spaß, Erholung und sportliches Erlebnis bringen. Tourismusmanager kreieren Superlative, wenn es um die Vermarktung unserer Berge im Ausland geht.

 
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Kaum regnet es länger als eine Woche, wie im Juni, macht sich Depression breit. Kaum ist es einmal richtig Sommer, wie jetzt bei mehr als 30 Grad, werden Menschen aggressiv. Nach riskanten Überholmanövern auf der Bundesstraße dann beim Freibad anstellen und warten müssen? Kommt nicht in Frage, nur weil die Kassierin in ihrem schattigen Häuschen trödelt. Da muss man ihr ordentlich die Meinung sagen. Wo kämen wir denn da hin.
 
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Polizisten genießen in der Bevölkerung ein Höchstmaß an Akzeptanz. Mit ein Grund dafür ist das gesunkene subjektive Sicherheitsgefühl in Zeiten von umherziehenden Einbrecherbanden. 
 
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Der Tod eines de facto unbewaffneten 84-jährigen Pensionisten, der durch eine Polizeikugel starb, zeigt einmal mehr die Brisanz des Schusswaffengebrauchs durch Polizeibeamte. Jener, der in Krems einen 14-jährigen, flüchtenden  und unbewaffneten Einbrecher erschossen hat, wurde verurteilt. Im Fall von Laakirchen darf man gespannt sein, wie sich der Todesschütze verantworten wird. Vermutlich ähnlich wie jener in Krems. Auch wenn man im Nachhinein klüger erscheint, so wäre es allemal vernünftiger gewesen, die Situation nicht so eskalieren zu lassen. Nicht ohne Grund ist vor Jahren die Sondereinheit Cobra geschaffen worden, um gerade solche Bedrohungsszenarien unblutig zu meistern. Es gibt keinen einzigen Fall, in dem ein Cobrabeamter einen Menschen getötet oder lebensgefährlich verletzt hat. Schon das spricht für diese Einheit, die binnen einer Stunde von Linz oder Salzburg aus in Laakirchen zur Stelle gewesen wäre.
Aber vielleicht hätte zuvor schon ein Telefonanruf bei dem 84-Jährigen genügt, um die Situation aufzuklären.
 
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Abschreckung tut gut

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Die Zahl der Alkounfälle ist rückläufig. Parallel darf sich die Polizei über ihre Früchte in Sachen Alkoholkontrollen freuen: Nicht mehr, sondern weniger Betrunkene werden erwischt - auch wenn drastisch mehr kontrolliert wird als früher. Diese permanente Gefahr, seinen Führerschein verlieren zu können, hat sich offenbar flächendeckend herumgesprochen. Betrunken vom Wirtshaus heimzufahren, wird schon lange nicht mehr als Kavaliersdelikt gesehen, dafür haben schon zu viele für längere Zeit auf ihren Führerschein unfreiwillig verzichten müssen. Und das spricht sich auch beim Wirten herum, der Angst haben muss, einen weiteren Stammgast zu verlieren.
 
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Immer mehr Jugendliche unter 15 Jahren rauchen. Durch zu späte Aufklärung entsteht eine gesundheitspolitische Zeitbombe.

Wie erklären rauchende Eltern ihren Kindern, dass Rauchen die Gesundheit massiv gefährdet, in eine bittere Abhängigkeit führen kann und man besser erst gar nicht damit anfängt? Spätestens da werden die Jungen fragen, warum die Eltern zu rauchen begonnen haben.
 
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Die Polizei wird oft zu Recht kritisiert, wie jüngst im Fall Krems. Doch sie leistet in vielen Fällen auch wirksamen Opferschutz.
 
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In familiären Konfliktsituationen gibt es ein Argument von Erwachsenen, das können Jugendliche kaum mehr hören: Die Jugend habe keine Lebenserfahrung. Die Folgerung: Keine Erfahrung ist gleich keine Kompetenz. Basta, so ist es und aus.
 
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Es ist ein verhängnisvoller Teufelskreis: Immer mehr Eltern müssen ihre Unfähigkeit eingestehen, Kinder erziehen zu können. Gleichzeitig steigt die Zahl der Meldungen über verwahrloste Kinder sowie zunehmende Jugendkriminalität. Dabei gibt es eine erschreckende Verbindung: die Gleichgültigkeit.
 
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Die Finanzaffäre beim Land Oberösterreich hat eines gezeigt: Ein Finanzdirektor durfte eigenmächtig ein undurchsichtiges Geldgeschäft, das er selbst nicht ganz verstanden hat, abschließen. Als Lockmittel standen 4,6 Mill. Euro auf dem Papier. Dann erstattete er bei der Polizei Diebstahlsanzeige, weil er stundenlang diesen Akt auf seinem Schreibtisch nicht mehr gefunden haben will. Jetzt ist er wieder aufgetaucht. Zeitgleich beteuern der zuständige Finanzreferent und Landeshauptmann Pühringer sowie die betroffene Raiffeisenlandesbank, von nichts gewusst zu haben. Wie bestellt, faxt am selben Tag der Finanzdienstleister aus Ungarn, das Geschäft sei hinfällig, weil er keinen Zugriff auf das Landesgeld gehabt habe.
Zurück bleibt ein Finanzdirektor, der jetzt alle Schuld auf sich nimmt und erkannt hat, wie gefährlich die Gier nach noch mehr Geld sein kann.
 
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Schaler Beigeschmack

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Jemand will 6,4 Millionen Euro allein nur dafür zahlen, dass er auf einem fremden Konto Einsicht bekommt. Er will dabei nur sehen, dass die am Konto gebunkerten 140 Millionen Euro auch dort bleiben und nicht in den Wirtschaftskreislauf fließen. Praktischerweise kann er sich auch jederzeit den Kontoauszug bei Bank ausdrucken lassen.
Ein derartiges Angebot riecht nach Betrug, denn es stellt sich die Frage, worin der Nutzen besteht. In der Welt dubioser Finanzdienstleister dürfte ein Kontoauszug mit einer 140-Millionen-Einlage offenbar einiges wert sein, um andere Geschäftspartner über den Tisch ziehen zu können. Dass ausgerechnet ein Landesfinanzdirektor - angeblich aus Neugier - in Eigenregie auf einen solchen Handel eingestiegen ist, verwundert doch sehr. Auch wenn sich herausstellen sollte, dass die Landesmillionen nie in Gefahr gewesen sind, so bleibt doch ein schaler Beigeschmack.
 
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Nach dem jüngsten Amoklauf an einer bayrischen Schule stellt sich die Frage, wie an österreichischen Schulen mit einem solchen „Worst Case-Szenario" umgegangen wird. Es beruhigt, dass zumindest in etwa zehn Prozent aller Schulen dem Thema Gewalt professionell begegnet wird. Speziell ausgebildete Schüler treten dort als Mediatoren auf und versuchen Konflikte schon im Ansatz zu lösen, um Eskalationen zu verhindern. 
 
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Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände, sagen jetzt die Verantwortlichen nach dem tragischen Tod zweier Zuschauer bei einem Autorennen auf einer gesperrten Bezirksstraße. Alle Sicherheitsauflagen seien erfüllt worden.
 
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Sie sitzen nächtens in Parkanlagen oder ziehen orientierungslos, meist alkoholisiert durch die Straßen und finden es dann besonders lustig, Hauswände zu beschmieren, Laternen zu zerschlagen, Autos zu zerkratzen, Blumen auszureißen oder Sitzbänke zu demolieren. Die Übeltäter, so sie erwischt und zur Rechenschaft gezogen werden können, sind durchwegs jugendlich und mit einem Rechtsempfinden ausgestattet, das schaudern lässt.

 
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Mit der Absetzung seines Sprechers hat der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz unmittelbar nach einem Besuch bei Papst Benedikt XVI. wieder den Beweis dafür geliefert, wie er von ultrakonservativen Kreisen in Oberösterreich getrieben wird. Der Hirte wird zum Spielball von einigen Schäfchen, die als Fundamentalisten zu bezeichnen sind und jegliche liberale Interpretation als Sakrileg betrachten. Ludwig Schwarz muss mitspielen. Seine Hauptaufgabe war und ist: wieder „Ordnung" in Linz zu schaffen. Er ist 2005 dem beliebten Bischof Maximilian Aichern gefolgt, dem damals massive Denunziationen bei Papst Johannes Paul II. das Leben schwer gemacht haben. Aichern war herben Kampagnen des sogenannten Linzer Priesterkreises und des ultrakonservativen Internetdienstes kath.net ausgesetzt.
 
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Der Wettlauf der Frauen, wer als Erste alle 14 Achttausender bestiegen hat, wird vom Tod der Koreanerin Go Mi Sun am Nanga Parbat überschattet. Killer-Mountain steht am Fuß des Berggiganten geschrieben. 
 
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Aus den Katastrophen 2002 und 2005 haben nicht alle gelernt. Darum sind kaum noch Politiker in Hochwassergebieten zu sehen.

 
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Im Kampf gegen die enorm gestiegene Einbruchskriminalität in Österreich herrscht bei der Exekutive weiterhin Ratlosigkeit.

 
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Jugendliche leben beim Ausgehen gefährlich. Fast schon jeder dritte betrunkene Lenker, der auch erwischt wird, ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. Und wenn es kracht, passiert es meist in den Morgenstunden zwischen Mitternacht und fünf Uhr früh. Dann, wenn die jungen Leute von Events betrunken nach Hause fahren.