Er kann es sich nicht leisten, dass nach jahrelangen Standortdiskussionen erneut ein Badprojekt in den Sand gesetzt wird. Zu oft hat die Stadt ihren Bürgern vergeblich ein neues Hallenbad versprochen.
Eines ist absehbar. Auf der Strecke bleiben jene Salzburger, die das Paracelsusbad wegen seiner zentralen Lage und der günstigen Tarife schätzen. Eine kalte Dusche bedeutet die Schließung auch für die 16.000 Besucher des positiv bilanzierenden Kurhauses. Es leistet wichtige Dienste für Kranke und Finanzschwache. Und es ist keineswegs so marode, wie es oft hingestellt wird.
Zu den Verlierern werden auch Schulklassen und Vereine gehören. Das neue Erlebnisbad wird nicht alle Ansprüche erfüllen können.
Das sind alles Gründe, um eine Schließung zu überdenken. Geld kann nicht das einzige Argument sein. Jede der beiden Olympiabewerbungen hat mehr gekostet als Kurhaus und Paracelsusbad zusammen wert sind.

