Firlefanz, Geldverschwendung, Bauchpinselei. So mögen Kritiker argumentieren, die mit Ehrenzeichen ebenso wenig anfangen können wie mit den Berufstiteln Obermedizinalrat, Amtsrat oder Hofrat.
Neues von Barbara Haimerl-Egger
Es ist vollbracht. Mit der Kardiologin Uta Hoppe zieht endlich wieder eine Frau als Primarärztin in die Salzburger Landeskliniken ein - und damit auch etwas Ruhe nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen und Monate. Künftig werden also in den Primarrunden zwei Frauen mit 39 Männern am Tisch sitzen. Die weibliche Verstärkung war längst überfällig.
Respektieren Erwachsene die Rechte von Kindern? „Zu wenig", sagt die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Salzburg. Wenn man sie denn fragt. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat das getan.
Der richtige Umgang mit den Neuen Medien muss Teil des Unterrichts werden.
Der Satz des krebskranken Dominik aus Straßwalchen rührt: „Ich bin froh, dass ich keine Geschwister habe, weil sie unter meiner Krankheit leiden würden."
Zu teuer und überqualifiziert lautet der Kommentar der potenziellen Arbeitgeber - soferne sie sich überhaupt die Mühe machen, auf die Bewerbung zu reagieren.
Lange war Salzburg das einzige Bundesland ohne Bürgermeisterin. Seit den Gemeindewahlen 2004 sitzen in drei Pinzgauer Gemeinden Frauen an den Hebeln der Macht.
Bei all dem Plänewälzen bleiben oft die „kleinen" Dinge des Alltags auf der Strecke. Für jene, die sie betreffen, sind sie allerdings alles andere als klein.
Jetzt geht der Reigen weiter. Demnächst macht auch der benachbarte Body Shop dicht. In der Münzgasse hat die Parfümerie Hois bereits die Pforten geschlossen. Auch die Eisdiele am Anton-Neumayr-Platz ist Vergangenheit.
Er kann es sich nicht leisten, dass nach jahrelangen Standortdiskussionen erneut ein Badprojekt in den Sand gesetzt wird. Zu oft hat die Stadt ihren Bürgern vergeblich ein neues Hallenbad versprochen.
Eines ist absehbar. Auf der Strecke bleiben jene Salzburger, die das Paracelsusbad wegen seiner zentralen Lage und der günstigen Tarife schätzen. Eine kalte Dusche bedeutet die Schließung auch für die 16.000 Besucher des positiv bilanzierenden Kurhauses. Es leistet wichtige Dienste für Kranke und Finanzschwache. Und es ist keineswegs so marode, wie es oft hingestellt wird.
Zu den Verlierern werden auch Schulklassen und Vereine gehören. Das neue Erlebnisbad wird nicht alle Ansprüche erfüllen können.
Das sind alles Gründe, um eine Schließung zu überdenken. Geld kann nicht das einzige Argument sein. Jede der beiden Olympiabewerbungen hat mehr gekostet als Kurhaus und Paracelsusbad zusammen wert sind.



