Bürger und Politiker in der kleinen Lungauer Gemeinde Ramingstein
könnten bald den Überblick über die Kraftwerksprojekte in ihrer Heimat
verlieren. Zwei Kraftwerke gibt es schon, ein drittes ist in Bau, ein
viertes Vorhaben umstritten, und nun sorgt ein Großprojekt für
Aufregung.
Überlegungen dazu gab es schon vor drei Jahrzehnten, so konkret war es aber noch nie. Die Salzburg AG hat das Projekt zum Leben erweckt, weil der Zeitpunkt günstig ist. „Sauberer" Strom ist derzeit gut zu verkaufen. In Zeiten der Klimakatastrophe, der Angst vor gefährlichen Atomkraftwerken an Österreichs Grenzen und der Sonntagsreden über die Selbstversorgung des Landes mit Energie.
Die Tatsache, dass Wasserkraftwerke naturverträglicher und menschenfreundlicher sind als Atomkraftwerke, darf nicht jeden Eingriff rechtfertigen. Salzburgs Energiebetrieb ist als Aktiengesellschaft auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet. Mit der Mur und dem großen Gefälle wäre ein so gutes Geschäft zu machen wie kaum anderswo im Land. Aber die Salzburg AG ist als öffentliches Unternehmen den Salzburgern verpflichtet. Die Landespolitik ist gefordert. Untertauchen gilt nicht.




Es könnte wirklich sein, dass der Zeitpunkt richtig schien. Aber es hat sich nichts daran geändert: die Absicht, einen größeren Teil der Mur an allen Ortsteilen von Ramingstein vorbei zu leiten, sorgt für großen Unmut bei vielen Ramingsteinerinnen und Ramingsteinern. Wir leben in Ramingstein (an der Mur) und wollen das weiterhin tun!
zudem gilt insbesondere die schluchtenstrecke der mur zwischen tamsweg und madling als ökologisch sehr wertvoll, weil es derart naturbelassene strecken so gut wie nicht mehr gibt in österreich. dies wollen wir auch noch für unsere zukünftigen generationen erhalten! vor allem ist hier das stichwort sanfter tourismus zu nennen, von dem vor allem der lungau und somit auch ramingstein profitiert, eben durch unsere naturbelassenen flüsse bzw. die renaturierung dieser!
außerdem trägt ramingstein - wie oben erwähnt - mit 4 kleinkraftwerken bereits genug zur alternativen stromgewinnung bei!
die tatsache, dass die salzburg-ag die dächer des messegeländes derzeit NICHT mit photovoltaikanlagen bestückt, weil es NICHT RENATABEL genug ist, konterkariert ja genau das argument der naturverträglichkeit und nachhaltigkeit. letztendlich will die salbzburg aktiengesellschaft geld verdienen, und das auf kosten von ramingstein und der mur!
Auch hier zeigt sich zum x-ten Mal, Kirche und Politik haben überhaupt kein Interesse an der direkt demokratischen Beteiligung der unmittelbar Betroffenen.
Der erste Blick aus unserem Fenster ist täglich der Blick auf die Mur. Wir pflegen und beobachten das Ufer und den Fluss. Das gesamte Jahr 2011 bis jetzt (nur mit wenigen Ausnahmen), war der Wasserstand so niedrig, dass eine minimale Ableitung unzumutbar wäre. Wenn erst ein Kraftwerk in Betrieb ist, werden Mittel und Wege gefunden werden, auch bei niedrigem Wasserstand Strom produzieren zu können. Warum läßt man der Entwicklung von neuen Technologien zur Stromerzeugung nicht ein wenig Zeit und will mit aller Gewalt unseren gesunden Lebensraum zerstören?
Aus den Wortmeldungen beim Infoabend am 13. 1.2012 ging eindeutig hervor, dass die Ramingsteiner Bevölkerung gegen die Errichtung des Ausleitungskraftwerkes ist. Es wird sicher nicht passieren, dass, so wie DI Stögner von der Salzburg AG meinte, bei der Bevölkerung so lange Überzeugungsarbeit geleistet wird, bis der letzte Wiederstand gebrochen ist - wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln demokratisch gegen die Ableitung der Mur zur Wehr setzen.
Als erster Schritt ist die Bildung einer Bürgerinitiative geplant.
Erneuerbare Energiegewinnung ist recht und schön. Den Ramingsteinern aber das Wasser bzw. mehr als die halbe Mur abzugraben geht einfach nicht. Ramingstein lebt am Fluss und mit dem Fluss, zu jeder Jahreszeit. Eine Ausleitung würde Identitätsverlust und den Ausverkauf der Ressource Wasser bedeuten. Für die Gewinnmaximierung einzelner ein zu hoher Preis.
Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Messstelle in Kendlbruck vom 17.12.2011 - 16.01.2012. Das wäre laut Projektvorstellung Kraftwerk Kendlbruck durch DI. Stögner die verbleibende Restwassermenge in Tamsweg. Flussstrecke zwischen Kendlbruck und Tamsweg 11 Kilometer.
Schauen die von der Salzburg AG (DI Stögner und sein dazugehörendes Expertenteam) uns für blöd an.
Nun sind unsere Landes- und Kommunalpolitiker gefordert (Bürgerbegehren), lasst die Ramingsteiner Bevölkerung nicht im Stich. Bei der Projektvorstellung am Freitag, sagte DI Stögner von der Salzburg AG dezitiert: "Es geschehe nichts gegen den Willen der Bevölkerung". Bei dieser Versammlung waren 250 Personen anwesend (es wären noch mehr gewesen, jedoch war kein Platz mehr vorhanden) und alle waren gegen die Ableitung der Mur - da kann ich nur nochmals DI Stögner erinnern "Nichts gegen den Willen der Bevölkerung".
Datei erstellt am 16.01.2012 22:05
Stationsname Kendlbruck
Stationsnummer 00203976
Zeitreihenname TagMittel_Q
von 17.12.2011 00:00
bis 17.01.2012 00:00
Einheit m3/s
Datum Wert
17.12.2011 00:00 11,10
18.12.2011 00:00 10,58
19.12.2011 00:00 11,03
20.12.2011 00:00 10,31
21.12.2011 00:00 11,00
22.12.2011 00:00 10,68
23.12.2011 00:00 10,69
24.12.2011 00:00 11,01
25.12.2011 00:00 10,15
26.12.2011 00:00 10,45
27.12.2011 00:00 10,51
28.12.2011 00:00 10,40
29.12.2011 00:00 10,34
30.12.2011 00:00 9,97
31.12.2011 00:00 10,65
01.01.2012 00:00 11,35
02.01.2012 00:00 10,77
03.01.2012 00:00 11,67
04.01.2012 00:00 11,81
05.01.2012 00:00 12,13
06.01.2012 00:00 13,16
07.01.2012 00:00 11,44
08.01.2012 00:00 11,52
09.01.2012 00:00 10,99
10.01.2012 00:00 12,02
11.01.2012 00:00 11,65
12.01.2012 00:00 10,80
13.01.2012 00:00 12,69
14.01.2012 00:00 11,46
15.01.2012 00:00 9,88
16.01.2012 00:00 10,69
Wie sagte DI Stögner bei der Bürgerversammlung: Alles wird im Einvernehmen mit der Gemeinde und nichts gegen den Willen der Bevölkerung gemacht! Die SalzburgAG kann und wird den RamingsteinerInnen aus Gründen der Gewinnmaximierung NICHT das Wasser der Mur abgraben. Die Bevölkerung von Ramingstein hat sich bei der Bürgerversammlung am 13.1.2012 klar gegen das Ausleitungskraftwerk ausgesprochen. Unser gesunde Lebensraum ,das gesamte Ökosystem entlang dieses Flussabschnittes wäre unwiederbringlich zerstört.
Wir Ramingsteiner/innen dürfen nicht zulassen, dass man uns die Mur wegnimmt. Wir haben die Pflicht uns und den nächsten Generationen gegenüber die Mur zu erhalten und dürfen nicht zulassen, dass uns ein wichtiger Teil unseres Lebensraums genommen wird. Ein klares NEIN zum Projekt "Ausleitungskraftwerk-Kendlbruck".
So oft kann DI Stögner von der Salzburg AG gar nicht nach Ramingstein kommen, um die Ramingsteiner Bevölkerung von diesem Kraftwerk zu überzeugen. Die Salzburg AG wäre gut beraten dieses Projekt einzustellen. Jede weitere Maßnahme ist Geldverschwendung. Wir werden alle Mittel ausschöpfen um dieses Kraftwerk zu verhindern. Wünschenswert wäre auch, dass der größte Eigentümer der Salzburg AG, das Land Salzburg, einmal zu diesem Projekt Stellung nehmen würde. Sehr geehrte Damen und Herren der Landesregierung: "Auch Ramingstein gehört zu Salzburg".
wir werden von ramingstein bis salzburg eine menschenkette bilden damit unsere mur nicht abgeleitet wird.
dann kommen wir ins buch der rekorde auch noch.
Selten zuvor konnte man in Ramingstein so einen geschlossenen Auftritt gegen ein Projekt feststellen. Bei der Bürgerversammlung am 13. Jänner waren ALLE 250 Anwesenden/Betroffenen gegen dieses Kraftwerk. DI Stögner hat mehrmals betont, gegen den Willen der Bevölkerung wird nichts entschieden werden - ich hoffe, dass er sich am Ende das Tages daran erinnern kann! Warum dreht sich alles immer nur um Geld, Macht, Profit? Einen zerstörten Lebensraum kann alles Geld der Welt nicht wieder herstellen!! Vielleicht sollten wir uns alle bei der Nase nehmen und im eigenen kleinen Kreis damit beginnen Energie zu sparen.
Der Bau des Kraftwekes würde nicht nur die Natur nachhaltig über viele jahrzehnte verändern und zerstören, sondern auch die Existenz von 3 Raftbetrieben. Dies ist die einzige "Nachhaltigkeit" die uns geboten werden kann.
Einen Fluss den sogar die Deutschen Meisterschaften (Kajak) zu schätzen wussten.
Das ist für mich "Nachhaltigkeit" für die Gemeinde wenn der Wildwassersport forciert wird, denn diese Wildwasser Touristen sind auch Gäste die gerne jedes Jahr wiederkommen und hier genauso wie jeder andere Gast ihr Geld für Essen, Trinken und Schlafen in der Region lassen.
Derzeit haben wir genug schützenswerte Tierarten in unserer Region z.b. die sehr seltene Burgfledermaus oder müssen wir zusätzlich das rotsternige Blaukehlchen oder blausternige Rotkehlchen einfliegen lassen??
Die neue Natur die man uns bieten will stelle ich mir mit einer eher weniger wünschenswerten Tierart vor, mit Gelsen und Mücken die den Schlamm am Rande des verbleibenden Murwassers in Unmassen brüten werden.
Es gibt viele Bürger die sich als Aternativ Engergie Windräder in der Karneralm vorstellen können, da ja wie bekannt seit dem Abbau der Lifte die Karneralm ein touristisch totes Gebiet ist.
Es ist des öfteren die Zusicherung gegeben worden, dass gegen den Willen der Bevölkerung nichts unternommen werden würde, um dann mit dem letzten Satz am besagten Abend bekanntzugeben dass weiter geplant und gebaut werden würde.
Wenn sich die Bevölkerung von "Ihrer" (jeweiligen) Partei in Stich gelassen fühlen gibt es nur eine Möglichkeit: Eine Bürgerinitiative zu gründen und wenn das immer noch nicht helfen sollte gibt es noch weitere Möglichkeiten für die Bürger ihre "Nachhaltigkeit" unter Beweis zu stellen.
(Was natürlich auch zum Verlust einiger Wählerstimmen führen wird - oder Gewinn - je nach Unterstützung oder Nichtunterstützung)
Nur weil dieses sehr naturbelassene höchst attraktive Gebiet (leider) nicht unter Naturschutz steht will die Salzburg AG es für wirtschaftliche Zwecke opfern und ganz nebenbei den Ökokreislauf massiv stören? Für mich als regelmäßiger Besucher und Bewunderer dieses Teils des Murtals unfassbar sich vorzustellen, dass der unumstrittene Mittelpunkt, die Mur selbst, absichtlich quasi von heute auf morgen auf solch negative Weise verändert wird. Gegenüber den Anrainern empfinde ich dieses absurde Projekt unverschämt, da ihnen, noch dazu von der eigenen Landesregierung unterstützt, ein Teil ihres Lebensraums und somit ein erheblicher Teil ihrer Lebensqualität genommen wird. Ich hoffe diese Schande gegenüber der Natur wird in irgendeiner Form noch abgewendet. Viel Glück allen Leuten die Initiativen dagegen tragen und unterstützen!
„Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.“ Charles Darwin
Die Mur zählt für uns zum unmittelbaren Lebensraum. Sie hat für uns vielfache Bedeutung. Freizeitwert, ökologischen Nutzen, touristischen Nutzen. Man kann in ihr fischen, schwimmen, bootfahren und vieles mehr. Früher wurden auf ihr Güter transportiert. Sie sorgt für Befeuchtung und Grundwasser. So wie sie ist, ist sie notwendig für viele Tiere. Sie baut meine Seele auf, wenn ich am neu errichteten Radweg an ihr entlang gehe. Ich will, daß sie so bleibt wie sie ist, auch wenn ich damit meiner Überzeugung pro erneuerbarer Energie Grenzen setzen muß. Aber ich zünde auch nicht meine Wohnung an, nur weil ich Wärme brauche, und die Möbel aus erneuerbaren Holz sind.
Es kann nicht sein, daß das Land nur wenige Kilometer von Ramingstein entfernt, mit enormen Aufwand die Mur renaturiert (für Mensch Erholungsraum schaffen), wo bei uns in Ramingstein, gegenteilig mit ebenso enormen Aufwand, hauptsächlich zum Nutzen der Salzburg AG, die Natur, unser Lebens- / Erholungsraum durch das Ausleitungskraftwerk zerstört wird.
Ich finde, daß es wünschenswert wäre, wenn das Land Salzburg auch zum Projekt "Kraftwerk Kendlbruck" Stellung nehmen würde!
Ich gratuliere den Gemeindevertretern Marianne Müllner und Matthias Prodinger zur Courage und öffentlichen Stellungnahme über dieses Medium zum geplanten Kraftwerk Kendlbruck der Salzburg AG.
Gerade jetzt werden wir Ramingsteiner sehen, ob die von uns gewählten politischen Mandatare auch jetzt hinter uns stehen und sich für die Anliegen und Wünsche der Bürger einsetzen werden. Jetzt können Sie zeigen und beweisen wofür sie stehen. Natürlich ist es einfacher in Wahlzeiten große Sprüche zu klopfen und Versprechungen zu machen als in schwierigen Zeiten hinter seinen Bürgern und Wählern zu stehen.
Ich verneige mich vor den Ramingsteiner BürgerInnen! Ihr braucht keine Studien und keine "Experten", um zu wissen und zu spüren, dass Eure Mur mit einem Kraftwerk tot ist. Lasst Euch nichts anderes einreden, die Flüsse sind unsere Lebensadern, die wir nicht bis zum letzten Stück zubetonieren dürfen. - Auf meine Unterstützung im Landtag und in rechtlichen Fragen könnt Ihr zählen!
Es wäre ein Hohn diesem Kraftwerksprojekt zuzustimmen.
Führt doch die Murtalbahn mit Attraktion "Bummelzug" für den Tourismus und der Murradweg "Tour de Mur" direkt entlang der Mur. Auch führt der Fluß Mur nicht irgendwo am Rande des Tales, sondern die Mur gehört zum Ortsbild Ramingstein; welch beschämendes Bild, wenn das Flußbett fast ohne Wasser wäre! Der Lungau ist doch als Biosphärenpark anerkannt worden; auch unser Ramingstein gehört zum Lungau. Ein striktes Nein, eine klare Absage für dieses Horror-Projekt!!!
Dass schon über 2 Jahre am Projekt Kraftwerk Kendlbruck „gearbeitet“ und erst zum jetzigen Zeitpunkt die Bevölkerung informiert wird finde ich nicht in Ordnung und muss diese Vorgangsweise auf das Schärfste kritisieren. Der Bürgermeister Franz Winkler hätte die Bevölkerung vorab über die Planung des Kraftwerksbaues informieren müssen.
Wie sagte Dipl.-Ing. Stögner eingangs bei der Bürgerinformation: „Alles wird im Einvernehmen mit der Gemeinde und nichts gegen den Willen der Bevölkerung gemacht!“ Wir werden Sie beim Wort nehmen, Herr Stögner.
Das Auftreten der Vertreter der Salzburg AG bei der Informationsveranstaltung am vergangenen Freitag war sehr präpotent. Den wichtigsten Fragen sind die beiden Herren Stögner und Seiwald aus dem Weg gegangen. Außerdem waren Sie sehr schlecht vorbereitet. Auch die Information über die Restwassermenge oder die Fotomontagen haben nicht den Tatsachen entsprochen. Mit so einem Widerstand von Seiten der Gemeindebürger haben sie sicher nicht gerechnet und dass ist auch gut so.
Der Abschnitt der Mur zwischen Tamsweg und Predlitz ist sicher einer der schönsten Bereiche dieses Flusses und ökologisch sehr wertvoll. Der Kraftwerksbau und die verbleibende Restwassermenge würde große negative Auswirkungen auf die Ökologie der Mur im speziellen auf die Fischerei, die Pflanzenwelt, die Landwirtschaft, auf das Landschaftsbild und den Tourismus haben.
Ich verurteile diese Vorgangsweise auf das Schärfste und fordere hier vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Salzburg AG Mag. David Brenner eine klare Stellungnahme zum geplanten Kraftwerksbau. Laut Informationen kommt Herr Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. David Brenner am 28. Jänner 2012 zur Eröffnung der Eishockeyanlage nach Ramingstein.
Als kooptierter Ramingsteiner und langjähriger Chef von Burg Finstergrün frage ich mich, was es bedeutet einen identitätsstiftenden Fluss in ein dickes Rohr auszuleiten um eine verhältnismäßig kleine Turbine zur Stromerzeugung zu betreiben.
Dies sicher nur um Strom für das Rückpumpen von Wasser in Speicherkraftwerke billig und zu ökonomisch optimalen Zeiten zu ermöglichen und nicht um vordergründig Haushalte direkt mit Strom zu versorgen. Also Gewinnmaximierung auf Kosten einer wunderbaren und noch weitgehend unverbrauchten Natur.
Abgesehen von all den den touristischen Verlusten für eine ohnehin strukturschwache Gemeinde stellt sich aber auch die Frage nach Feuchträumen entlang des Flusses, wenn nur mehr die Hälfte oder ein Drittel des Wassers vorhanden sein wird, aber auch nach der Artenvielfalt im Fluss selbst. Oder auf den Punkt gebracht: "Ist eine kW-Stunde Strom mehr wert als eine wunderbare Forelle, oder doch umgekehrt?"
Gerne werde ich meine Ramingsteiner Freunde in dieser Angelegenheit auch weiter unterstützen, weil die Mur war immer schon nachhaltig da und das geplante Rohr ist einfach eine in kurzer Zeit zerstörende und nicht wirklich klug bedachte Idee.
Untertauchen gilt nicht? Wo sind die Diskussionbeiträge unserer Gemeindevertreter? Wie weckt man sie aus dem Schlaf? Wohl eher mit einem Stromstoß als mit einem lauten Rauschen der Mur.
Schade nur, dass zu viele Stromstöße Schaden anrichten können - an Mensch und Natur!
Wie eindeutig muß eine Bürgerversammlung denn noch sein, damit die Herrn der Salzburg AG und die Politiker begreifen, daß wir Ramingsteiner das Murkraftwerk nicht wollen! Wir lassen uns das Wasser nicht abgraben und die schöne Landschaft an der Mur zerstören, damit die Profitgier einer AG gestillt wird. Mir ist schon klar, dass eine AG gewinnorientiert arbeiten muß, aber sicherlich nicht über den Köpfen der Ramingsteinerinnen und Ramingsteiner hinweg. Außerdem wird im (Ober?)Lungau gerade ein Biosphärenpark zum Schutz der wertvollen Lebensräume im Lungau errichtet. Auch die Gemeinde Ramingstein bekennt sich zu diesem Projekt, das mit dem UNESCO Prädikat ausgezeichnet werden soll. Ist Ramingstein wirklich ein Befürworter des "Biosphärenpark Lungau", wenn man bei uns gerade dabei ist, den wertvollen Lebensraum entlang der Mur zu zerstören? - Oder hört der Lungau hinter Tamsweg auf?
die für mich denkwürdigsten wortmeldungen seitens der salzburg-ag vom "informationsabend", 13.1.2012:
auf die frage, was der mehrwert für die gemeinde ramingstein wäre, wenn dieses kw gebaut werden würde, antwortet der sazburg-ag projektleiter stögner sinngemäß, dass die 200 arbeiter in den ramingsteiner gasthöfen konsumieren werden.
abgesehen davon, dass nie und nimmer 200 arbeiter permanent vor ort sein werden, stellt sich mir die frage, wie kurzfristig gedacht das ist! 2 jahre konsumation in aussicht zu stellen vs ein nicht wieder gutzumachender eingriff in unsere natur - fällt sowas unter "bauernfängerei"?
scheinbar steht jetzt fest, dass die abflüsse der kläranlage tamsweg über das verbleibende restwasser abgeleitet werden würden, da die restliche mur ja noch immer "genügend selbstreinigungskraft" hätte. und wenn nicht, "verlegt man halt ein röhrdl", das den dreck beseitigt - so zumindest die wohl nicht recht professionelle antwort einer anwesenden promovierten expertin für umweltfragen. lobbyistin pro salzburg-ag triffts wohl eher!
hey, wir kriegen auch eine ombudsperson zur verfügung gestellt! ich zitiere die salzburg ag: "Johann Hohenwarter ist der Ombudsmann des Kraftwerks Kendlbruck. Der langjährige ehemalige Mitarbeiter der Salzburg AG ist Ihr persönlicher Ansprechpartner und bietet Unterstützung bei allen Fragen."
....hhhhmmmmm... wie kann die unabhängigkeit in diesem zusammenhang gewährleistet sein??? ein langjähriger mitarbeiter der salzburg ag als ansprechpartner? meiner meinung nach fällt das unter lobbyismus!!!
leider kann man hier keine photos posten, aber ich kann versichern: die photomontagen, wie der wasserstand der mur zukünftig sein würde, waren blanker hohn! zudem wurden montagen für den heiklen monat februar präsentiert, wo ohnehin immer sehr wenig wasser ist, und es schien auf den bildern fast mehr wasser als zum derzeitigen stand zu fließen. auf die frage hin, auf welchen messwerten diese photos beruhen würden, mussten die herren experten der salzbug-ag eingestehen, dass es für den monat februar noch gar keine messungen gibt??!!
kw-projektleiter stögner der salzburg ag: "alles wird im einvernehmen mit der gemeinde und nichts gegen der willen der bevölkerung gemacht!" ich denke, gerade diesen satz gilt es immer und immer wieder zu betonen!
und NEIN, wir lassen uns nicht mit fadenscheinigen argumenten überzeugen! factum ist, dass die mur an einem ganzen ort vorbeigeleitet werden soll, einem ort, der an und mit der mur lebt! und uns die zukünftige erwartete restwassermenge mit schlechten photomontagen, die auf noch nicht einmal erhobenen werten basieren, schmackhaft zu machen, läßt erkennen, mit welchen mitteln hier überzeugungsarbeitet geleistet wird! ramingstein für dumm verkaufen! NEIN!
Mit dem Bau des Ausleitungskraftwerkes Kendlbruck und der damit verbundenen Ableitung der Mur wird unserer kleinen, und in ohnehin vielen Belangen stark benachteiligten Gemeinde, eine der letzten und meiner Meinung nach sicherlich erhaltens- und schützenswerten Lebensader entrissen. Auch in den in der öffentlichen Präsentation der Salzburg AG erwähnten "Mehrwerten für Ramingstein" ist für mich kein für unsere idyllische Heimatgemeinde nennenswerter Mehrwert zu erkennen.
Ich frage mich nur, wann die Menschheit und die zuständigen politischen Verantwortlichen endlich zur Vernunft und Einsicht kommen, dass man nicht die letzten noch vorhandenen natürlichen Lebensräume, Landschaften und Flüsse dem Profitgedanken der E-Wirtschaft opfern soll.
Es muss jedenfalls unsere Aufgabe als Gemeindebürger einer oft vergessenen Gemeinde im letzten Winkel unseres Bundeslandes sein, die bis heute noch erhaltene und lebenswerte Landschaft in ihrer jetzigen Form für uns und für unsere Nachkommen zu schützen und zu erhalten.
Unsere Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder usw. werden uns für das nun erforderliche Engagement und für unseren Kampf zur Erhaltung unserer "Lebensader Mur" mit Sicherheit dankbar sein.
Tatsache ist: Auch wenn die alle Flüsse in Österreich für die Stromproduktion aufstauen oder ausleiten reicht dieses mehr an Strom nur für die nächsten 5 Jahre. Dann ist dieses mehr an Strom von der jährlichen Verbrauchssteigerung aufgefressen. Und was dann? Will die Salzburg AG dann neue Flüsse erschaffen? Mehr Infos zu diesem Thema auf Flüsse voller Leben - der Aktionsgemeinschaft von WWF, Naturschutzbund, Naturfreunde, Alpenverein, ÖKF, ÖFV und kajak.at http://www.fluessevollerleben.at
Danke für den Hinweis auf "Flüsse voller Leben"!
http://www.fluessevollerleben.at
kann mich nur all den "vorrednern" anschließen!
erhaltet die natürlichen lebensräume - und denkt über den eigenen stromverbrauch nach...
untertauchen gilt nicht ?
untertauchen gilt schon, aber nur für befürworter.
niemand hat das recht sich gegen den willen der dort lebenden, sich etwas anzueignen od.darüber zu verfügen,was ihm (ihnen)nicht gestattet wird.der lebensraum gehört den menschen die in ihm wohnen,und das auch nur so lange,bis sie ihn an die nachkommen weitergeben müssen.wir bürger von ramingstein,wollen unser erbe erhalten und es lebenswert und liebenswert weitergeben. das war die eindeutige botschaft des 13.01.12.dagegen weiterzuanalysieren,weiterzudisskutieren ''weiterzuinformieren'',weiter gutachten zu erstellen etc.,ist beleidigend.das an die adressen der damen u.herren mit den schönen wohlklingenden titeln von der salzburg ag.und ihrem ombudsmann.
Nun ist die erste Instanz - unser Bürgermeister- und sein Arbeitskreis gefordert: NEIN!! zum Ausleitungskraftwerk Mur Kendlbuck! Die Landespolitiker im Aufsichtsrat der Salzburg AG sollten sich Gedanken machen über die Zukunft von Ramingstein, wie sie es uns beim Murdialog angekündigt haben. Auch wir wohnen noch in Salzburg und auch wir wollen das die Flora und Fauna in der Mur bei uns in Ramingstein(besonders im Ortsteil Madling) intakt bleibt!
Ich möchte allen Vorrednern vorbehaltlos zustimmen! Noch zwei Punkte füge ich hinzu:
1. Cyriak Schwaighofer bemerkt in den SN, dass Verbesserung bestehender Kraftwerke mehr brächte. So hat sich beispielsweise die Leistung des Kraftwerks in Hintermuhr durch einen Umbau im Jahr 2009 von 36 auf 104 MW gesteigert. Ich meine, dass 24 zusätzliche MW, die durch den Kraftwerksneubau in Ramingstein gewonnen würden, gar nicht richtig ins Gewicht fallen.
2. Zwölf Windkraftanlagen brächten ebenfalls etwa 24 MW. Und es gibt bestimmt ausreichend windsichere Orte; damit wäre die Stromproduktion dann auch nicht von einem (in der letzten Zeit ohnehin niedrigen) Wasserstandspegel abhängig.
Möglicherweise hängt dieser niedrige Pegel mit dem Ausbau des KW Hintermuhr zu einem Pumpspeicherkraftwerk zusammen. Dort wird mit billigem Nachtstrom wieder Wasser nach oben in den Stausee gepumpt, damit zu Spitzenzeiten ausreichende Versorgung möglich ist. Dass jetzt das "Restwasser" umgeleitet werden soll und die Mur damit zu einem Rinnsal verkommt, ist nicht akzeptabel.
Es ist gut zu hören, dass man nicht dazu schweigt. Weiter so!
•Die Salzburg AG betreibt das Projekt seit den 80iger Jahren, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Salzburg AG so stümperhaft an das Projekt herangeht, dass sie über keine aktuellen Daten für die zu erwartenden Baukosten, den Restwasserstand etc. verfügt. Meiner Meinung nach arbeiten die Projektbetreiber mit allen Tricks, damit das Ausleitungskraftwerk an der Bevölkerung „vorbei“, errichtet werden kann.
•Es darf nicht passieren, dass die Mur vor ihrem schönsten Abschnitt in einen Stollen abgeleitet wird.
•Die Nachhaltigkeit, wie von DI Stögner angedeutet, ist bestenfalls ein Faschingsscherz.
•Einen Ombudsmann zu präsentieren, der 40 Jahre bei der Salzburg AG beschäftigt war, - für wie blöd hält die Salzburg AG die Gemeindebürger?
Ich kann nur sagen: Nein zum Ausleitungskraftwerk in Kendlbruck
Erinnerungen eines altes „Murkämpfers“:
Sind die Steirer die Klügeren?
Es geschah vor genau 30 Jahren:
Die Safe erhielt lt. Bescheid vom 31.8.1982 die Bewilligung zum Bau eines Ausleitungskraftwerkes Tamsweg – Einach.
Dies betrifft: Aufstauung der Mur in Tamsweg, Ableitung des Wassers durch einen
9 km langen Druckstollen (Durchmesser 4-5m) quer durch den Lasaberg und Mitterberg nach Einach (Gemeinde Predlitz – Steiermark) zum dortigen Kraftwerk mit einer Fallhöhe von 94 m, Wasserbedarf des Kraftwerkes 36m³/sec.
Es gab von vielen Seiten sehr heftigen Widerstand gegen dieses Projekt. Jedoch auch viel Unterstützung von eifrigen, freiwilligen Idealisten und ganz besonders auch vom Salzburger Naturschutzbund und dem Naturschutzreferat der Salzburger Landesregierung. Unsere größte Sorge galt der Restwassermenge und dem voraussichtlich nahezu leerem Bachbett. Auch das Naturschutzreferat der Steirischen Landesregierung brachte seitenlange Einwendungen vor – letzten Endes jedoch erging mit 31.8.1982 der Bescheid zum Bau des Safe-Kraftwerkes in Einach.
Und nun hat sich seltsames zugetragen:
Obwohl auf steirischem Boden nur ca. 2 km Mur betroffen waren, zog die Steirische
Landesregierung die Notbremse und erklärte diesen wunderschönen, naturnahen Fluss kurzerhand von der Salzburger Landesgrenze bis zur Ortschaft St. Ruprecht ob Murau zum Gewässer- und Uferschutzgebiet. (Naturschutz)
Begründung: (Auszug vom steiermärkischen Landespressedienst vom Juli 1983)
„Beim genannten Abschnitt handelt es sich um ein Gebiet von besonderer, landschaftlicher Eigenart, weil hier die Mur noch den typischen Charakter eines Gebirgsgewässers besitzt. Flussbett und angrenzende Uferböschungen sind von menschlichen Eingriffen weitestgehend verschont geblieben und die hervorragende Gewässergute trägt zum Gesamtcharakter dieses Gebietes bei. Die meist durchgehende Uferbegleitvegetation stellt einen prägenden und belebenden Bestandteil des Landschaftsbildes im Bereich des Talbodens dar.“
Obwohl die Safe bereits einen positiven Bescheid zum Bau des Kraftwerkes in Händen hatte, war dieser nun durch die Aktion der Steirischen Landesregierung hinfällig! Damals jubelten wir: „Die Steirer haben unsere Mur gerettet!“
Und nun - nach einer Pause von 30 Jahren – geht der ganze Zirkus wieder von Neuem los!
Die Salzburg AG (vormals SAFE) hat nun wiederum einen Angriff gestartet – nur mit dem kleinen Unterschied – dass das Wasser der Mur noch auf Salzburger Gebiet – knapp vor der Steirischen Landesgrenze – zum Kraftwerk ausgeleitet wird.
Man muss sich nun schon fragen, warum sich die Salzburger Landesregierung nicht der Steirischen Landesregierung angeschlossen hat, um unsere wunderschöne Mur mit ihrem kristallklaren Wasser zu schützen? Es ist der selbe Fluss – nahezu die gleiche Landschaft, die gleiche Vegetation, usw.
In dieser Sache hat unsere Salzburger Landesregierung eindeutig zu wenig getan und ist lieber auf Tauchstation gegangen. Die Salzburger Landesregierung ist doch nicht mit der Salzburg AG verheiratet ! (Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt – es gilt natürlich die Unschuldsvermutung)
Den Managern der Salzburg AG sei jedoch ins Stammbauch geschrieben:
„Wann wird Ihnen endlich ein Licht aufgeben? Es muss doch nicht alles auf Kosten der Natur und der Gewinnmaximierung geopfert werden. Hoffentlich nicht erst dann,
wenn das Wasser abgeleitet, das Flussbett nahezu trocken und die Natur zerstört ist!
Dann ist es zu spät – dann werden die Manager der Salzburg AG begreifen, dass man Geld nicht essen kann!“
Für uns Ramingsteiner ist die Mur ein Juwel von unschätzbarem Wert und mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen! Die unberührte Mur ist unsere Lebensader und unsere Zukunft. Unsere Politiker – bzw. die Salzburger Landesregierung hat es in der Hand, dass wir und unsere Kinder und Kindeskinder weiterhin in unserer schönen
Heimat an der Mur unser Leben lebenswert verbringen können !
Manfred Goritschnig sen. - Muranrainer
untertauchen gilt nicht ?
hallo ihr von der salzburg ag,
bevor ihr unsere schöne mur ableitet, wird sie sicher nach oben rinnen !!!
in ramingstein ist vieles möglich, ausser unsere schöne WERTVOLLE mur ableiten !!!
untertauchen gilt nicht ?
hallo ihr von der salzburg ag,
bevor ihr unsere schöne mur ableitet, wird sie sicher nach oben fließen !!!
in ramingstein ist vieles möglich, aber unsere schöne WERTVOLLE mur werdet ihr nicht ableiten !!!
"Mehrwert für die Region"-
Auf die Frage, was das sein soll, wußte niemand der Herrschaften eine rechte Antwort. Wir Gemeindebürger
sollten uns etwas überlegen und uns dann an den Bürgermeister wenden.Ich brauchte dazu nicht lange.
Mehrwert für die Region bedeutet: KEIN KRAFTWERK IN RAMINGSTEIN! Damit sichern wir uns und den
kommenden Generationen Lebensqualität. Und wir brauchen uns später von unseren Nachkommen nicht vorwerfen lassen, wir hätten die Mur verscherbelt.
Elisabeth Bliem
Wir, die Gegner - nein Verhinderer - des Ausleitungskraftwerkes tauchen nciht unter - niemals. Nicht einmal dann, wenn das Schmelzwasser die Steinhalden wieder überspült und die Pegelstände in die Höhe schießen lässt.
Wir - die standhaften Bewohner des letzten Zipfels des Salzburger Landes - werden nicht untertauchen, zumindestens so lange nicht, bis die Salzburg AG eingesehen hat: zusätzlichen Strom und wirtschaftlichen Erfolg NICHT um jeden Preis. Dieser geplante Eingriff in die Natur (nicht nur das Ableiten des Wassers) ist ein ZU hoher Preis! Was hat das mit sauberem Strom zu tun?
Zwei Zahlenspiele
Nach der bislang in diesem Forum eher aufgeregt geführten Debatte zwei Zahlenspiele:
1. Nach den Angaben des Statistischen Handbuches hat Ramingstein etwa 1250 Einwohner. Davon sind angeblich etwa 250 gegen die Errichtung des Kraftwerkes. Das sind rund 20%, also längst keine Mehrheit.
2. Durch die Errichtung des Kraftwerks kann der Strombedarf von etwa 27.000 Haushalten gesichert werden. Daher profitieren zwischen 60.000 und 70.000 Personen vom neuen Kraftwerk. Lediglich 250 Personen glauben durch die Errichtung einen Nachteil zu erleiden.
Die hier in verschiedenen Beiträgen Forderung an die Salzburg AG, doch auf die Interessen der "Bevölkerung" Rücksicht zu nehmenm, kann angesichts dieser Zahlen rasch nach hinten los gehen. Denn "die Bevölkerung" besteht nicht nur aus den 250 Personen, die jetzt aufschreien. Meine eigenen Interessen sind halt nicht immer die der "Bevölkerung."
Daher Vorsicht mit solchen leicht zu widerlegenden und daher kraftlosen Argumenten. Sie können leicht zum Bumerang werden und das angestrebte Anliegen gefährden.
Die Ramingsteiner/innen übernehmen viel mehr an Verantwortung für die Zukunft, wenn sie darum kämpfen die Natur/die Mur zu erhalten! Davon profitiert die Bevölkerung!
Die Mur zwischen Tamsweg und Kendlbruck ist ein guter Otterlebensraum
Der Fischotter ist eine von vielen Tierarten, die in und an der Mur leben. Meinen Beitrag möchte ich speziell ihm widmen.
„Der Fischotter (Lutra lutra) ist ein an das Wasser gebundenes Raubtier, das durch nationale Gesetzgebung sowie EU-weite und internationale Bestimmungen strengen Schutz genießt. Der Fischotter ist deshalb auch in Anhang II und Anhang IV der Fau-na Flora Habitat Richtlinie der EU angeführt. Auf Grund der Nennung in Anhang II muss durch ein Netz von Schutzgebieten der Lebensraum zumindest in seiner ge-genwärtigen Ausstattung erhalten bleiben (Verschlechterungsverbot). Das Tier selbst, aber auch seine Ruhestätten und Jungenaufzuchtgebiete etc. genießen auf Grund von der Nennung in Anhang IV flächendeckend EU-weiten Schutz.“ (Kranz 2006, im Auftrag der Salzburger Landesregierung).
Sollten das keine reinen EU Lippenbekenntnisse sein, dann wäre der Fischotter samt der Mur zu schützen!
Kranz (2006) belegt mit seinen Fischotter-Losungsfunden zwischen Tamsweg und der Landesgrenze, die nach dem stark eingeengten und regulierten Abschnitt nach Tamsweg eine intensive Otternutzung der Mur, insbesondere zwischen Madling und Kendlbruck. Die Größe der gefundenen Trittsiegel deutete im Untersuchungsjahr darauf hin, dass zumindest ein männlicher Otter, ein mittelgroßer und auch eine Familie (bei Madling im Mai) das Gebiet genutzt haben.
Aktuell können wir zwischen Madling und Kendlbruck täglich die Fährten der Otter im frischen Schnee spüren.
untertauchen gilt nicht ?
hallo herr egon krawutke,
dreiviertel aus ramingstein sind gegen das kraftwerk.
wo haben sie die 2o% her, bekommen sie von der salzburg ag etwas bezahlt, könnte ja leicht sein !!!
Ich kann die oben angeführten Argumente gegen das Ableiten der Mur nur unterstreichen.
Jetzt ist ein Schulterschluß von allen Gemeindevertretern und der Bevölkerung notwendig um dieses geplante Murkraftwerk zu verhindern.
Ich habe vor einer Woche den Wasserstand beim Steg in Ramingstein beobachtet. Weniger Wasser geht nicht mehr, wenn wir unsere Gemeinde auch für unsere Kinder lebenswert erhalten wollen.
Leonhard Kocher Ruppenbauer
Ausleitungskraftwerke an einer sensiblen Gewässerstrecke, wie in diesem Fall an der Mur im Bereich von Ramingstein, sind heute nur noch unter ganz bestimmten und umfangreichen ökologischen Maßnahmen genehmigungsfähig.
-das betrifft vor allem die verbleibende gesicherte Wassermenge in der Mur, welche (dynamisch) an den jeweiligen Zufluss angepasst sein muss.
-gesicherte Mindestwassertiefen und Mindestfließgeschwindigkeiten im natürlichen unveränderten Flussbett.
-die Erhaltung der Abflussdynamik in der gesamten Fließstrecke.
-durchgängige Fischaufstiegsmöglichkeiten und Sohlanbindung von Seitenbächen, damit die Fische passieren können.
-der gute ökologische Zustand des Gewässers muss an der gesamten Strecke erhalten bleiben.
Alle diese Maßnahmen und viele mehr sind nachzulesen in den Publikationen des Gewässerschutzes im Land Salzburg. Der in vielen Kommentaren vermutete Zustand der Mur im Falle einer Ausleitung wäre heute niemals genehmigungsfähig.
Der Kommentar von Herrn Manfred Goritschnig sen. zeigt, wie auch andere, dass er sich wirklich mit der Materie auseinandergesetzt und die Chronologie dieser Causa sehr gut wiedergegeben hat. Der Unterschied von damals zu jetzt liegt meiner Meinung nach im Genehmigungsverfahren. Wenn man den damaligen Wasserrechtsbescheid aus dem Jahr 1982 mit einem heutigen Genehmigungsverfahren vergleicht, liegen Welten dazwischen. Es ist natürlich die Aufgabe der Genehmigungsbehörde (Land Salzburg) für den entsprechenden Schutz der Anrainer zu sorgen.
Der Grund, warum dieses Projekt wieder aufgegriffen wurde, ist nicht alleine bei der Salzburg AG zu suchen. Vor kurzem war in einer Pesseaussendung des Landes zu lesen: "Für eine umwelt- und klimaverträgliche Energiewende ist ein weiterer Ausbau der Wasserkraft mit Augenmaß unabdingbar und ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Energiemix." (Landesrat Walter Blachfellner und Landesrat Sepp Eisl unisono.)
Das Land Salzburg hat sich ehrgeizige Ziele in der Klimaschutz- und Energiepolitik gesetzt. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energieträger 50 Prozent betragen und die Treibhausgasemissionen im Bundesland Salzburg sollen um 30 Prozent sinken, 2050 soll das Land Salzburg dann energieautonom und klimaneutral sein.
Dieses Ziel wird aber alleine mit Revitalisierungen von Wasserkraftwerken trotz Ergänzung mit Sonne, Wind und Biomasse nicht zu erreichen sein!
- die mur zwischen tamsweg und ramingstein befindet sich in einem SEHR GUTEN ökologischen zustand, dieser zustand würde sich mit dem kw-bau definitiv verschlechtern.
- für die letzten unberührten und naturnah erhaltenen gewässerstrecken besteht dringender schutzbedarf! (das sieht übrigens auch die EU so!)
- stadt/land salzburg hält 73,87% des eigentums an der salzburg ag, deren bestreben es ist, in erster linie profit zu machen. hier geben sich offensichtlich ag und politik die hand mir scheint...
- die genehmigungen heute mögen streng sein, der energiehunger morgen wird uns ja jetzt schon als größer werdend präsentiert. wer garantiert, dass die vorgeschriebene restwassermenge nicht der energiegewinnung geopfert wird? schließlich kann man mit geld ja vieles "gutmachen", stichwort strafzahlungen...
- ich höre in all den ehrgeizigen klima-politischen maßnahmen nichts von ENERGIE-EINSPARUNGEN! vielleicht sollte die politik hier einmal ansetzen! wobei: das beißt sich dann ja mit profitbestrebungen...
Möchte dem Herrn Hohenwarter folgendes entgegenhalten:
(Herr Hohenwarter ist übrigens der von der Salzburg AG bereitgestellte Ombudsmann für das Kraftwerk Kendlbruck - langjähriger Mitarbeiter der Salzburg AG und nach seiner eigenen Aussage beim Informationsabend mit der Salzburg AG loyal)
Sie haben sicher recht, dass sich die Bestimmungen gegenüber des Wasserrechtsverfahrens von 1982 grundlegend geändert haben. Ich habe die Akte von damals ziemlich genau unter die Lupe genommen.
Genau deshalb wiederhole ich meine Frage, die ich beim Informationsabend gestlellt habe - - mit welchem Wasser will die Salzburg AG Strom erzeugen? Im gesamten Jahr 2011 waren die Pegelstände so niedrig, dass eine Ableitung der benötigten Wassermenge nicht einmal annähernd möglich gewesen wäre. Was, wenn auf das trockene Jahr 2011 weitere trockene Jahre folgen?
In einem Auszug aus der Verhandlungsschrift von 1982 steht zu lesen: "das derzeitige Angebot von 1,5 m3/s in den Wintermonaten und 2,5 m3/sec. in der Zeit von Mai bis August ist kein Kompromiß mit der Natur. Im weiteren ist zu bemerken, dass sowohl die landschaftsästhetische wie ökologisch erforderliche Wassermenge stets in Relation zur Größe des Baches bzw. des Flusses zu sehen ist ......(Hofrat Dipl. Ing.Breiteneder).
Jetzt 2012 ist die Restwassermenge noch nicht festgelegt - war die Antowrt auf meine Frage - wenn die Bestimmungen sich grundlegend verändert haben, wird sie um einiges höher sein. Ok, die Salzburg AG plant ein Kraftwerk, bei dem 2 Drittel des Jahres möglicherweise die Turbinen still stehen werden? ....
Die ehrgeizigen Ziele des Landes Salzburg sind auch ohne das Kraftwerk Kendlbruck zu erreichen, dies hat Cyriak Schwaighofer beim Informationsabend eindeutig klargestellt.
Und noch eine Bemerkung am Rande - warum keine Windanlagen dort, wo ohnehin schon Liftstützen die Landschaft prägen und Strom für an Antrieb der Schneekanonen und Liftanlagen benötigt wird?
untertauchen gilt nicht ?
liebe österreicherinnen und österreicher,
gott sei dank dass wir in österreich alles sagen dürfen,
ob positiv oder negativ !
an die obergescheiten leute der salzburg ag,
umsonst sagt man nicht :
je höher studiert desto grösser der trottel !
Wenn man das Geschehen von Umweltauflagen in der Landwirtschaft und überhaupt in
den letzten Jahrzehnten verfolgt hat, so kommt man zu dem Entschluß, dass sich
vieles verschärft hat. Nach Auskunft von Herrn Stögner ist das Vorhaben EW Einach um das Jahr 1986
vom Steirischen Umweltamt zum Scheitern verurteilt worden. Umso unverständlicher scheint es zu sein,
ein solches Projekt heute wieder aufleben zu lassen. Dem Betrachter mit einem kleinen Funken
Hausverstand würde es einleuchten, dass dies eine Katastrophe für diesen Flußlauf und seine
Tierwelt wäre. Auch für die Bevölkerung von Ramingstein, wo ohnedies die Lebensqualität
durch einige Faktoren wie z.B. (auspendeln zur Arbeit, Durchzugsstraße usw...)
eingeschränkt ist, wäre das ein Schlag ins Gesicht.
Darum sollten wir und alle Gleichgesinnten uns einer von Geldgier getriebenen Aktiegesellschaft
stemmen, um diesen Wahnsinn ein Ende zu bereiten.
Robert Taferner
Wasser bedeutet Leben:
Die Mur ist für alle Bewohner von Ramingstein eine sehr wichtige und absolut notwendige
Lebensader. Sie WAR es für unsere Vorfahren, sie IST es jetzt für uns alle und sie MUSS es auch
für die nachkommenden Generationen bleiben. Dafür kämpfen wir.
Fam. Pagitsch jun. und sen. vlg. Niggei aus Hintering an der Mur