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Menschen hinter Märkten

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Die Weltwirtschaft hat sich nach dem Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 erholt. Das Wachstum ist freilich nicht überall angekommen. 2011 gab es weltweit 27 Millionen mehr Arbeitslose als 2007. 

Europa hat mit rund 45 Millionen Betroffenen einen historischen Höchststand erreicht. Was bei der berechtigten Freude über Österreichs niedrige Arbeitslosenquote untergeht, ist das Faktum, dass auch Österreich heute mehr Arbeitslose hat als 2007 - absolut betrachtet ebenso wie prozentuell.

Gleichzeitig mit den Arbeitslosen ist übrigens auch die Zahl der Milliardäre und Millionäre in der Welt gestiegen. Selbst die OECD warnt mittlerweile vor der größer werdenden Kluft zwischen Geringverdienern und Besserverdienern.

Im Wirtschaftswunderland Deutschland ist im Vorjahr die Zahl der geringfügig Beschäftigten mit einem 400-Euro-Job auf ein Rekordhoch von 7,387 Millionen gestiegen. Der Anstieg erklärt sich daraus, dass sich immer mehr Menschen ein Zubrot zu ihrem Hauptjob dazuverdienen müssen, damit sie durchkommen.

All diese Zahlen sollten den Politikern Warnung und Auftrag zugleich sein. Doch außer dem Wort Sparen geben sie derzeit wenig von sich. Die Rede ist von Ratings, Märkten und Zinsen sowie Milliarden, die verwendet werden, um sie zu behalten, zu beruhigen, zu senken. Mehr Geld für 1,1 Milliarden arme Menschen gibt es nicht.

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