In Frankreich wird türkische Geschichte aufgearbeitet. Wieso nicht in der Türkei?
Ein Jahrhundert Feindseligkeit liegt zwischen Türken und Armeniern. Noch immer streiten die beiden Länder darüber, was im April 1915 geschah. Eineinhalb Millionen Armenier seien von den Osmanen aus Anatolien vertrieben und ermordet worden, sagen die Armenier. Die Türken sprechen von 200.000 Menschen, die in den Wirren des Ersten Weltkriegs ums Leben kamen. Ein Aufarbeiten der blutigen Vergangenheit ist in der Türkei längst überfällig.
Doch weil die Diskussion gescheut und im türkischen Parlament nicht geführt wird, muss Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan nun dulden, wie sie woanders stattfindet - in Frankreich, wo Präsident Nicolas Sarkozy mit dem Thema auf Stimmenfang bei den in Frankreich lebenden Armeniern geht. Erdogan tobt - und braucht sich dennoch nicht zu wundern. Das Thema hätte er selbst in Angriff nehmen können. Und kann es noch. Dann kämen auch keine Belehrungen aus dem Ausland mehr.




Liebe Frau Doringer! Auch wenn es den meisten denkenden Menschen einleuchten dürfte, daß ein Genozid zuerst von seinen Verursachern aufgearbeitet werden muß - die Realität bei den Menschenrechten sieht leider ganz anders aus: Wie ist es sonst zu erkären, daß der um 40 Jahre jüngere Völkermord an 3,2 Mio. Menschen aus dem Sudetenland (also Altösterreicher aus Böhmen) mit fast einer Viertelmillion Todesopfern mitten in Europa weder von Tschechien noch von seinen Nachbarländern noch international aufgearbeitet worden ist? Im Gegenteil: Die CZ ist seit 2004 Mitglied der "Wertegemeinschaft EU", obwohl ihre Rechtsordnung Mörder und Folterer vor jeglicher Strafverfolgung schützt, obwohl ein gutes Drittel des tschechischen Volksvermögens aus fremdem (gestohlenem) Eigentum besteht und die schuldlosen Raubopfer bis heute keinen Cent Entschädigung erhalten haben!
Kein Wunder also, wenn Genozid weltweit als Mittel der Wahl gilt, wenn Despoten sich unliebsamer Menschen entledigen und/oder über Nacht schwerreich werden wollen...
- und wie schaut´s mit dem belgischen König Leopold II. aus, der aus "seiner" Kolonie Kongo ein blutiges Schlachthaus gemacht hat ? - und zum Dank & Ehre wird dieser Massenmörder noch immer durch unzählige Denk-Mäler geehrt und die Belgier scheinen nicht im Traum daran zu denken, hier überfällige "Trauerarbeit" zu leisten....
http://de.wikipedia.org/wiki/Kongogr%C3%A4uel