Dezember 2011 Archive
Gerade auf dem Land, wo auch noch fast jeder jeden kennt, wird eine psychische Erkrankung oft nicht als Krankheit akzeptiert. Ein psychisch Kranker wird als Simulant dargestellt. Oder als „verrückt". Oder als einer, der sich das „einbildet".
Weihnachten. Die Zahl der Menschen ist explodiert. Jeder ist nur ein Siebenmilliardstel - und doch einzigartig.
Im Kleinen läuft oft vieles schneller, besser, effizienter als im Großen. So sind die Gemeinden bei Neuerungen oft deutlich weiter als Land oder Bund, wie sich etwa beim Klimaschutz zeigt, wo etliche Salzburger Orte eine Vorreiterrolle übernommen haben.
Im Grunde ist der Vorschlag des Wissenschaftsministers nicht so abwegig: Die Universitäten sollen autonom entscheiden, von wem sie in welcher Höhe Studiengebühren verlangen.
Christian Wulff hat Vertrauen verspielt. Eine Entschuldigung kann das nicht mehr reparieren. Ein Rücktritt wäre konsequent.
Die neuen Zahlen über die von den Salzburger Festspielen ausgelöste Wirtschaftsleistung sind beeindruckend. Erstens sind sie hoch. Da kauft ein Besucher aus Rosenheim, Vöcklabruck oder Salzburg nicht nur Karten, sondern gibt auch noch 127 Euro aus. Zweitens sind Umsätze und Steuern seit Jahren im Wachsen.
Wer nicht in dieser Stadt geboren ist - quasi kein „gelernter Salzburger" -, der kann sich manchmal durchaus wundern: über die Inbrunst, mit der an der Salzach über die Lufthoheit im öffentlichen Raum gestritten wird. Darf man moderne Kunstwerke aufstellen? Dürfen Obdachlose herumsitzen? Graffitisprayer sich austoben? Darf man Teile einer Straße für Busse - oder gar Fußgänger - absperren?
Jetzt also auch die Masthühner. Nach den Kühen und den Legehennen kommt bald auch bei ihnen nur mehr Schrot aus GVO-freiem Soja ins Futter. Österreich ist damit international Vorreiter. Toll eigentlich.
Persönlichkeiten vom Schlage Vaclav Havels erwirkten das Wunder von 1989.
Wenn die Regierung die Schuldenbremse will, muss sie die Opposition beim
Sparpaket mitreden lassen.Hochmut kommt vor dem Fall. Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger haben von dieser alten Weisheit anscheinend noch nie etwas gehört. Ansonsten wären sie beim Versuch, eine der drei Oppositionsparteien davon zu überzeugen, der Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung zuzustimmen, wohl ein wenig diplomatischer vorgegangen.
Während viele Unternehmen Fertigungslinien in Billiglohnländer auslagern, macht Infineon Österreich das Gegenteil. Die Halbleiterproduktion in Villach wird ausgebaut, die Fertigungsflächen wurden um 2000 Quadratmeter vergrößert.
Der Verbund hat aus den Vorgängen rund um den Bau der 380-kV-Leitung keine Lehren gezogen.
Gäbe es eine Trophäe „Wallenstein des Jahres", so könnte sie heuer dem Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny verliehen werden. Wallenstein, wie Schiller ihn beschreibt, war ein siegreicher, bewunderter Feldherr. Der Anfang seines Endes begann mit Zaudern und Wanken. Er entschied zu spät und zu ungenau, und er übersah, wie einige seiner vermeintlich Getreuen hinter seinem Rücken eigene Interessen verfolgten.
Verhaltensauffällige Jugendliche vorübergehend oder dauernd vom Besuch einer Schule auszuschließen, kann nur die letzte Konsequenz sein. In dem Punkt wird dem Landesschulrat kaum jemand widersprechen.
Warum die deutsche Regierung bis heute nicht verstanden hat, dass es längst nicht mehr darum geht, die „verschwenderischen Defizitländer" zum Sparen zu zwingen, sondern um die Rettung der Währungsunion an sich, und diese auch im Interesse der Deutschen liegt, bleibt ein Rätsel.
Die Frage, wer wie viel für die Schulen zahlen soll, sorgt wieder einmal für Zwist zwischen Salzburg und Wien.








































