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Volksabstimmung - ein griechischer Schachzug

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Die Griechen sollen über die Annahme der EU-Hilfe selbst entscheiden. Die Regierung spielt damit den Ball dem Volk zu.

Nun sollen also die Griechen selbst darüber befinden, ob sie die Rettungsaktion der Europäischen Union annehmen und die damit verbundenen zahlreichen Bedingungen erfüllen wollen oder nicht. Mit der Ankündigung einer bindenden Volksabstimmung durch Ministerpräsident Papandreou ist es mit der Ruhe schon wieder vorbei. Die nach dem Billionengipfel von Brüssel eingesetzte Abkühlungsphase auf den internationalen Finanzmärkten hielt nicht einmal eine Woche. Ausweitung des Rettungsschirms, teilweiser Schuldenerlass für Griechenland, stärkere Einbindung der privaten Gläubiger - alles schon wieder vergessen. Nach Papandreous Referendum-Ansage spielten die Börsen verrückt, die Bonität Italiens sackte beinahe ins Bodenlose. Die Europäische Zentralbank musste einschreiten und Anleihen aus halb Südeuropa aufkaufen, um deren Zinssätze im Zaum zu halten.

Die hysterische Aufregung der sogenannten „Märkte" - wer und was sind das eigentlich, diese „Märkte"? - könnte sich aber bald legen. Nämlich dann, wenn das Kalkül aufgeht, das offenbar hinter dem Plan der Athener Regierung steckt. Bis jetzt wird jegliche Rettungsaktion von der Straße bekämpft. Denn es geht dabei nicht nur um den warmen Milliardenregen aus den Taschen der europäischen Steuerzahler, sondern es geht immer auch um harte, notwendige Sparmaßnahmen gegenüber dem eigenen griechischen Volk. Die geschwächte sozialdemokratische Regierung will sich mit dem neuesten Schachzug den Sanktus des Volks holen, die Bürger in die Pflicht nehmen, sie selbst über die Zukunft des Pleitestaats Griechenland entscheiden lassen.

Gegen die scharfe Sanierungspolitik der Regierung und die noch schärferen Kontrollen durch die internationalen Gläubiger zu protestieren ist eines. Dagegen aber abzustimmen, die ganze Rettungsaktion abzulehnen und damit den endgültigen Untergang eines Landes zu riskieren, ist etwas ganz anderes.

Das weiß Giorgos Papandreou. Auch wenn die Umfragen derzeit etwas anderes aussagen, er kann bei einer Volksabstimmung über „alles oder nichts" mit einer Mehrheit rechnen. Denn trotz allem berechtigten Ärger der Griechen über ihre Politiker von links und rechts, eines wollen sie ganz gewiss nicht: aus dem Euro oder gar aus der EU hinausgedrängt werden. Genau das würden sie aber riskieren, wenn sie die mühsam in Brüssel geschnürten Rettungspakete ablehnen.

7 Kommentare | Kommentieren

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    In Griechenland wird eine Volksabstimmung angekündigt und die angebliche wertegemeinschaft EU setzt sofort alle erpressungsmittel ein um diese zu verhindern.
    Den Erfindern der Demokratie wird die Diktatur aus Brüssel zeigen wie sich die eu das mit dem Volk vorstellt: es wird nicht abgestimmt und wenn dann solange bis das Ergebnis stimmt!

    Herr Perterer als glühender Eu Anhänger: wann geben sie endlich zu, dass sie völlig auf dem Holzweg sind und die Eu kein Friedensprojekt sondern eine Diktatur in Reinkultur ist?

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    Odysseus war auch ein Schlitzohr. Hoffentlich hat es sich bald ausgetrickst und die Griechen schmoren in der Unterwelt, mit vielen hundertjährigen Pensionisten, Pensionen für Tote (8 Milliarden!!!) und der Drachme ....

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    Eine Schachvariante: Peer Steinbrück will deutscher Bundeskanzler werden und die Ära Merkel beenden. Dafür ließ er sich von Altkanzler Helmut Schmidt politisch adoptieren und stilisiert sich zum Ruhepol inmitten der Krise. Ein strategischer Schachzug mit Risiken. Von......

    Zweite Variante: Deutsch-österreichisches Drama , heute auf Ö1. Übrigens Tom Cruise beste Filmrolle und seine cineastische Unsterblichkeit. Graf Staufenberg. Ein phänomenaler Film. Vor allem die Frommvariante ...

    Dritte Variante : die läppische aktuelle griechische Tragödie. Anscheindend Selbstmord aus Angst vor dem Sterben. Aber die Griechen sind da ja immerhin historisch geeicht .
    Und . vielleicht lebt es sich dann besser, zumindest leichter. Aber das Glück ist bekanntlich....

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    Die Griechen wollen anscheinend keinen Schuldenerlass. Sie wollen auch nicht aufräumen mit ihren schlechten Gewohnheiten, der Korruption und Gaunerei, sowie ihrer wirtschaftlichen Inkompetenz. Was sie sichtlich wollen, ist weiterhin möglichst viel Bares als Transferleistung von den EU-Nettozahlern, und das möglichst auf Dauer. Darüber hinaus ganz selbstverständlich auch eine harte Währung, um den nicht selbst erworbenen Lebensstandard und den geübten Luxus ihrer Oberschicht, der Reichen und Schönen, aufrechterhalten zu können.

    Wir sollten uns ein derart mieses Theaterstück von den Griechen nicht weiter bieten lassen, und uns wichtigeren Themen zuwenden. Griechenland ist nicht groß genug um ganz Europa in seinen Bann zu ziehen, und den Rest der EU weiterhin in Geiselhaft zu nehmen.

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    Sehr geehrter Herr Perterer,
    ich bin ganz Ihrer Meinung. Was soll die Aufregung? Mit einer Abstimmungsmöglichkeit über die kommenden Lasten steht Griechenland weder ausserhalb der EU, noch wird damit in Griechenland der Euro abgelehnt, noch sind die Griechen "undankbar", noch braucht es ähnlich "sinnvolle" Wortspenden.
    Natürlich wäre es eleganter und für manche in Europa weniger provokant gewesen, vorab den Plan einer Bestätigung der Griechen über die Lasten des Hilfspaketes in den Raum zu stellen.
    Aber abgesehen davon ist es eine natürliche Sache, den Bürgern, die als Steuerzahler Griechenlands den Einsparungsteil des Hilfspaketes mittragen müssen, direkte Verantwortung mit zu übertragen. Dies ist, was EU-Kritiker und Oppositionspolitiker in Nettozahler-Staaten immer wieder fordern, nämlich die EU-Bürger bei sie betreffenden vitalen Fragen stärker einzubinden. Und das soll für die Betroffenen in Griechenland nun nicht gelten?
    Noch dazu, wenn der bürgerliche griechische Oppositionsführer - laut SN Berichterstattung am heutigen Tag - schon jetzt droht, die "Experimente von Papandreou koste es was es wolle" zu stoppen.
    Hätte man in den EU-Staaten und in den Finanzmärkten also lieber keine Befragung jetzt, dafür aber leicht zu organisierende Streiks bei jeder noch so kleinen Verbesserung der finanziellen Lage Griechenlands bei logischerweise gleichzeitigem Weiterbestehen des Sparkurses, "da man ja nicht gefragt wurde"?

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    Man sollte europaweit dem Beispiel der angewandten Demokratie der Griechen folgen.
    Spätestens jetzt wäre es an der Zeit für ein Volksabstimmung in den Geldgeberländern.
    Und zwar darüber ob diese Völker den Griechen dieses Geld überhaupt geben wollen.

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    Na, ja die Unika und so andere deutsche Banken wollen doch ihr Geld. Das wußte man doch. Darum haben die EU Politiker doch das abstruse Theater mitgespielt. Dass man so Blödsinnige Blender (pardon, sicher so 35-45 jährige) an die Schalthebeln ließ? Offenbar Kismet.Na ja, die Gier . Einige Prozente mehr an Rendite, ist schon menschlich irgendwie verständlich. Ohne Erfahrungswertte. Enem Herrn Holztrattner oder so, glaubte man wohl nicht....Na, wenn s vorher die Provisionen gibt und das Debakel dann andere austragen müssen...

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