Wie oft haben Sie sich schon für ein soziales Netzwerk verkauft? Wie oft Ihre intimsten Geheimnisse für ein einziges Suchergebnis verraten? Und wie viele persönliche Daten für eine E-Mail-Adresse hergegeben?
Oktober 2011 Archive
Tod und Sterben sind immer noch große Tabus in unserer Gesellschaft und werden verdrängt, wo es nur geht. Auch Medien berichten darüber, wenn es sich nicht um Unglücke, Kriege oder Katastrophen handelt, meist nur zu Anlässen wie Allerheiligen.
Eine Macht im eigenen Stadion ist Red Bull Salzburg schon lang nicht mehr. Es gibt kaum noch einen Gegner, der sich - wie in der Kunstrasen-Ära - davor fürchtet, in der Red-Bull-Arena antreten zu müssen. Und je öfter die Salzburger vor den eigenen Fans nicht gewinnen, umso mutiger treten die Rivalen in Salzburg auf. In dieser Saison konnte die Truppe von Trainer Ricardo Moniz von sieben Heimspielen nur zwei gewinnen, es gab fünf Unentschieden. Mit dieser mageren Ausbeute wird es schwierig, den Titel nach Salzburg zu holen. Moniz hat bis jetzt noch keine Stammformation gefunden, kein Wunder, dass das
Offensivspiel seit Wochen nicht nach Wunsch läuft.
Über den Inhalt des Bildungsvolksbegehrens kann man geteilter Meinung sein, über die Wichtigkeit dieses Themas nicht.Das Volk begehrt. Ab Mitte dieser Woche können die Bürgerinnen und Bürger dafür unterschreiben, dass - so der Slogan der Initiatoren - Österreich nicht sitzen bleibt.
Die Islamisten haben mit haushohem Vorsprung die ersten freien Wahlen Tunesiens gewonnen. Ein Verrat an der gerade erkämpften Freiheit?
Die erste Wahl nach der Revolution in Tunesien dürfte Signalwirkung haben. Der haushohe Sieg der Islamisten in dem nordafrikanischen Land zeigt, wohin die Reise in den Ländern des „arabischen Frühlings" geht. In Richtung islamische Staatsgebilde, in denen die Religion zweifellos größeren Einfluss als bisher auf die Politik haben wird.
Am Nationalfeiertag tagen in Brüssel die Ministerpräsidenten der EU. Sie werden ein Stück Selbstständigkeit dort lassen.
Da soll einer behaupten, Kulturpolitik sei nicht spannend! Dabei vermag ein einziger Museumsdirektor - diesfalls Gerald Matt von der Kunsthalle Wien - die Politiker in Rot, Schwarz und Grün in ein Tohuwabohu zu stürzen.
Die Spirale der Gewalt in der Türkei dreht sich weiter. Ein offenbar lang vorbereiteter und koordinierter Angriff der Guerillatruppe PKK auf Polizeistationen und militärische Ziele hat mindestens 24 Soldaten das Leben gekostet.
In Deutschland hat die schmerzhafte Auseinandersetzung darüber, dass Kindesmissbrauch quer durch alle Einrichtungen und quer durch alle Schichten stattfand und stattfindet, vor mehr als einem Jahr begonnen.
Das Sparbudget ist ein erster richtiger Schritt. Der große Wurf ist es nicht.
Eine Studie, die 300.000 Euro gekostet hat, interessiert die Stadtpolitik offenbar nicht.
Nach heftiger Diskussion bei einer richterlichen Fachtagung in dieser Woche über den von Emotionen, politischen Zurufen und medialer Kritik begleiteten Prozess gegen Tierschutzaktivisten erging der Appell, nicht öffentlich auf laufende Verfahren einzuwirken und Gerichte unter Druck zu setzen.
Es war kein risikoloses Experiment, das Frankreichs Sozialisten unternahmen, als sie das Verfahren zur Nominierung ihres Kandidaten für die Präsidentenwahl öffneten.
Nur wer über Risiken für die Gesundheit und über die Möglichkeiten der Medizin Bescheid weiß, kann wirksam vorsorgen.
Die Verlegung der Bahn vom Seeufer in einen Tunnel würde Zell am See einzigartige Möglichkeiten bieten und das Gesicht der Stadt nachhaltig verändern. Zum Positiven, denn die Bahnstrecke durchschneidet die Stadt und ist eine Lärmbelästigung. Seit Jahrzehnten wird an den Stammtischen gejammert und geträumt. Aber unternommen hat man nichts.
Die Beschäftigten in der Metallindustrie sind die ersten, die ihren Zorn über eine beschämende Lohnentwicklung zeigen. Und plötzlich war alles anders. Das jährliche Ritual bei den Lohnverhandlungen der Metaller ist Geschichte.
Schwere Jugendunruhen in London, jugendliche Rowdies wüten in französischen Vorstädten, in deutschen U- und S-Bahnen ist kein harmloser Fahrgast mehr vor minderjährigen Schlägern sicher: Diese Bilder wurden uns zuletzt immer wieder vor Augen gestellt, und keineswegs zu Unrecht. Auch in Österreich gibt es ab und an schockierende Extremfälle jugendlicher Gewaltausübung.
Die Hamas kann sich rühmen, den besten Deal in der Geschichte des Nahostkonflikts errungen zu haben.
Die Spuren bei dem Mordkomplott gegen die Saudis weisen laut US-Angaben nach Teheran. Eine neue Konfrontation droht. Das ist der Stoff für einen Thriller, deshalb können jetzt die Spekulationen ins Kraut schießen. Dass die USA und der Iran geostrategische Gegenspieler im Nahen und Mittleren Osten sind, ist jedermann bekannt. Dass die Führung in Teheran tatsächlich die Stirn haben könnte, auf amerikanischem Boden einen Terroranschlag gegen Amerikas Alliierten Saudi-Arabien zu inszenieren, erscheint vielen Beobachtern freilich als ein wenig realistisches Szenario.
Sparen ist notwendig, aber für sich allein betrachtet noch keine Leistung. Es hat nur Sinn, wenn dabei Geld für die Zukunft übrig bleibt. Und für den Kampf gegen die nächste Krise. Kommende Woche also soll den Salzburgern die Stunde der Budgetwahrheit schlagen. Den exakten Zeitpunkt werden die meisten wohl verschlafen. Es dürfte irgendwann in der Nacht von Freitag auf Samstag so weit sein, dass sich SPÖ und ÖVP nach stundenlangem Feilschen auf das Budget einigen werden. In den folgenden Monaten aber werden viele Salzburger die Auswirkungen des Budgets 2012 in der einen oder anderen Form dann doch zu spüren bekommen. Jede Wette: meist nicht angenehm.
Über die Torheit der Regierenden haben die Erdenbewohner viel zu klagen. Die politische Dummheit geht überwiegend auf das Konto männlicher Herrscher. Denn sie dominieren seit jeher in der Weltpolitik, und schlechtes Regieren ist vor allem ihrem Machtgehabe, ihrem egoistischen Verhalten zuzuschreiben. In Afrika haben despotische „Big Men" viele Staaten ins Elend gestürzt. In Arabien steuerten Alleinherrscher unter Ausschluss der Frauen in die Krise, bis die Wut der Untertanen explodierte.
Wer hätte das für möglich gehalten? In den USA, dem Mutterland des Kapitalismus, wächst eine Protestbewegung, die sich gegen die freien Kräfte der Finanzmärkte erhebt.
Doch die Gegner haben nicht dieselbe Gewichtsklasse. Im Auto sitzt es sich bequem, der Treibstoff ist (noch immer) relativ billig, man ist ungestört vor lästigen Mitmenschen und kann jene Musik hören, die man will.















































