September 2011 Archive
geschafft.
Die Anonymous-Gruppe zeigt mit ihren Angriffen schonungslos die Schwächen der Behörden im Umgang mit unseren Daten auf.
Die neue Rektorin der Fachhochschule muss zuerst das eigene Haus befrieden.
Vor einem halben Jahr, zu Beginn von Sebastian Vettels Titelverteidigung, wurden von praktisch allen Experten Fernando Alonso und Lewis Hamilton als die großen Titelrivalen gesehen. Und nicht Webber, Button oder sonst wer von Mercedes bis Renault.
Fünf Rennen vor Schluss der Solo-WM für Vettel und Red Bull Racing heißt der einzige verbliebene „Konkurrent" des Heppenheimers Jenson Button, den viele als Nummer zwei bei McLaren sahen.
Nicht die großen, sondern die kleinen Ansprechpartner werden Moskaus
Außenpolitik mehr als bisher fürchten müssen. Denn während der scheidende Präsident Dmitrij Medwedew im Verhältnis mit schwächeren Nachbarn durchaus kompromissfähig war, ist ein Entgegenkommen von seinem Vorgänger und Nachfolger Wladimir Putin nicht zu erwarten.
In Deutschland sind die Zeiten des "Wir sind Papst" vorbei. Aber die Papstvisite zeigte, dass Religion an sich nicht abgemeldet ist.Hunderttausende Menschen in Deutschland haben es sich nicht entgehen lassen, bei den Gottesdiensten und Feierlichkeiten mit Benedikt XVI.
Sie suchen in Abfallcontainern nach Lebensmitteln. Nicht, weil die sogenannten „Mülltaucher " das aus persönlichen finaziellen Gründen tun müssen, sondern weil sie es tun können.
Salzburg lebt von seiner Schönheit, Unverwechselbarkeit und Identität. Trotzdem vernachlässigt es diese Schätze zum Teil sträflich. Der Residenzplatz ist das beste Beispiel dafür. Wo das Herz der Stadt Salzburg schlägt, ist dieser Tage nicht zu übersehen und zu überhören: Rund um den Dom entfaltet der Rupertikirtag pulsierendes Leben.
Mit seinem Auftritt vor der Vollversammlung der UNO hat Palästinenser-Präsident Abbas zumindest einen symbolischen Erfolg erzielt. Die Sache der Palästinenser liegt jetzt bei der obersten Instanz für internationale Fragen.
Wir haben Opfer gebracht, jetzt wollen wir nicht länger für die Krise zahlen, sagen die Vertreter der Arbeitnehmer. Wir haben Geld in die Hand genommen, um den Betrieb und die Mitarbeiter mit Kurzarbeit und anderen Maßnahmen durch die Krise zu tragen, tönt es von der Unternehmerseite. Beide haben recht, und das macht die heurige Herbstlohnrunde nicht einfacher.
Religiöser Nationalismus zementiert den Nahostkonflikt. Vernunftlösungen sind in weite Ferne gerückt. Dunkle Wolken brauen sich über Israel zusammen.
„ÖVP Wien zerfällt", schreiben die Kollegen der Innenpolitik. Und der Kritikrax der SN ätzte am Samstag: „Die ÖVP Wien sucht einen neuen Chef! Dabei wusste ich gar nicht, dass es diese Partei überhaupt noch gibt." Bitteschön, da ist aus der Kulturredaktion eine kleine Richtigstellung anzubringen: In der ÖVP Wien gibt es etwas, was in anderen Regionalformationen der ÖVP, ja, sogar in der gesamten SPÖ kaum noch wahrnehmbar ist: Kulturpolitik. Um die kümmert sich in der ÖVP Wien Isabella Leeb.
„Mich hat das zutiefst empört. Erst hab ich gedacht: Das ist ein Scherz! Das gibt's nicht!" Diesen Aufschrei könnte ein Kunstinteressierter ausstoßen, der den „project space" der Kunsthalle Wien am Karlsplatz besuchen will, aber den Eingang kaum findet. Auf der einen Seite macht sich eine schicke Bar samt immenser Terrasse breit, auf der anderen Seite prangt eine Textilwerbung.
Die Mächtigen haben ein großes Interesse daran, dass die Kontrolle durch unabhängige Medien so gering wie möglich ist.
Der Fall Emich zeigt erneut die Schizophrenie der Grauzone Regionalliga: Einerseits sollen reine Amateure spielen und coachen, zugleich aber für den Fall eines Aufstiegs schon quasi-professionelle Strukturen bestehen. Das kann nicht funktionieren.
Bald kann man sich auch im Kunsthistorischen Museum, dem Tempel der antiken und der alten Kunst, vor dem Neuen nicht mehr sicher sein. Ab nächstem Jahr ist kein Besucher mehr gefeit, auch dort auf moderne und zeitgenössische Kunst zu stoßen.
Die Salzburger könnten die Politiker beim Land und in den Gemeinden für manches Versäumnis kritisieren, für eine mutlose Verkehrs- und Energiepolitik etwa oder die Gewohnheit, bei Problemen stets auf Wien zu verweisen.
Interesse an Politik? 74 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sagen: Nein. Dieses Ergebnis einer aktuellen IMAS-Studie erschreckt zwar, aber es überrascht nicht. Gemeint ist die institutionelle Politik, wie sie uns täglich begegnet. Korruptionsverdacht, Streit, Unfähigkeit und Untätigkeit geben hier einander die Hand.
Das Sammeln von Unterschriften ist gewöhnlich Sache von Bürgerinitiativen. Und wenn von der "Verschandelung" der Landschaft durch Windräder gewarnt wird, erinnert das eher an die Wahlkampfveranstaltung eines lokalen Polit-Rebellen.
Dass sich Banken dagegen wehren, als Zockerbuden tituliert zu werden, ist verständlich, weil als Pauschalurteil falsch. Allein, die Branche macht es jenen, die solche Vorurteile pflegen, relativ leicht.
Die bessere Absicherung eines grenzfreien Raums und der Schengen-Außengrenzen braucht mehr als nur ein paar flotte Sprüche.
Erst hat die internationale Koalition mit Luftangriffen auf Gadafis Militärmaschinerie den Rebellen zum Sieg verholfen. Nun muss die Welt der noch wackeligen Übergangsführung der Opposition beim Aufbau eines neuen, hoffentlich demokratischen Libyen unter die Arme greifen: mit humanitärer Hilfe und schrittweiser Aufhebung der Sanktionen. Mit Geld, Investitionen, Knowhow und Vertrauen.
Der neue alte ORF-General startet mit einer schweren Hypothek in die neue Ära. Jetzt muss er sich politisch emanzipieren.Jeder hat eine zweite Chance verdient, auch Alexander Wrabetz.
Karlsruhe hat seine Praxis beibehalten. Wie bei den Entscheidungen zu Maastricht und Lissabon haben die Höchstrichter erneut die Souveränität Deutschlands, vertreten durch den Bundestag, ins Zentrum gestellt. Die Beteiligung am Eurorettungsschirm sei zwar rechtens, so der Spruch, weitere finanzielle Rettungsmanöver aber nur mit vorheriger Genehmigung des Bundestags machbar. Denn die Budgethoheit obliege der gewählten Volksvertretung, nicht der Regierung und schon gar nicht Brüssel. Weder die umstrittenen Eurobonds wird es ohne grünes Licht des Bundestags geben noch andere Integrationsschritte. Das mag bremsend wirken. Doch solange es keine juristisch sauber verfasste demokratische Legitimation für Visionen wie EU-Wirtschaftsregierung oder Kerneuropa gibt, wird Karlsruhe die nationale Demokratie stärken - mangels Alternative.
Wolfgang Schüssel tat am Montag das, was er schon nach der Wahl 2006 hätte tun sollen. Er kehrte der Politik den Rücken.
Viele saubere Hände braucht es jetzt auch in Österreich, dem Land der immerwährenden weißen Westen, um die schmutzigen Geschäfte aufzudecken, die im Dunstkreis der Telekom Austria liefen. Dabei wusch eine Hand die andere, und Politiker hielten - so hat es bisher den Anschein - bereitwillig die Hand auf. Die Gegenleistung erfolgte meist im Handumdrehen. Dass alle Genannten bis zum Beweis des Gegenteils selbstverständlich als Unschuldslamperl gelten, liegt auf der Hand.
Landesregierung. Wenn Burgstaller und Haslauer lautstark Reformen im Bund fordern, hört ihnen ganz Österreich zu. Warum nur sind sie im eigenen Bundesland so leise?
Mut eines Bürgers. So lässt sich der Begriff „Zivilcourage" übersetzen. Diesen Mut bewies ein Lungauer, der in finsterer Nacht hörte, wie ein Mann ein weinendes Mädchen traktierte und mit dem Umbringen bedrohte. Im (irrtümlichen) Glauben, das Mädchen befinde sich in den Fängen eines Verbrechers, möglicherweise eines Vergewaltigers, schritt er ein.
In der Linzer Swap-Affäre liegen die Nerven blank. Ein extrem riskantes Wettgeschäft zwischen der Stadt und der Bawag hat Linz bereits viele Millionen Euro gekostet und könnte die Stahlstadt letztlich an den finanziellen Abgrund treiben, denn das Limit ist unbegrenzt.
Der Bericht über die Enterung der „Mavi Marmara" zeigt einmal mehr: Es gibt keine simplen Wahrheiten im Nahen Osten.
Wer hätte das gedacht? Die NATO lehrt als Rebellenluftwaffe autoritären Herrschern das Fürchten - und das mit UN-Mandat. Dieses Mal, dieses eine Mal, hat es der Westen richtig gemacht.
Es schickt sich nicht, die eigene Zeitung zu zitieren. Man gerät leicht in den Verdacht, ein eitler Fatzke zu sein. In manchen Fällen ist ein Rückblick aber erlaubt oder sogar angezeigt, wenn dadurch belegt wird, dass sich eine Entwicklung längst abgezeichnet hat und für alle erkennbar war.













































