August 2011 Archive
Es geht zu Ende, was in der Geschichte der Salzburger Festspiele einmalig ist: Eine Intendanz von der Kürze eines Jahres.
Man darf nichts unversucht lassen, um den Lehrberuf attraktiver zu machen.
Realitätsverlust und Niederlage, gejagt von den Siegern, doch überzeugt davon, im Recht zu sein: Diktatorenschicksal. Muammar el-Gadafi rief sein Volk, seine Kinder, am Mittwoch erneut zum Widerstand auf. Er habe nur einen taktischen Rückzug aus seiner Residenz in Tripolis vollführt, sagte er sozusagen beruhigend in einer Audiobotschaft.
Großbaustelle Gesundheitsreform: Damit endlich etwas weitergeht, werden alle Beteiligten Macht abgeben müssen. Der frühere dänische Gesundheitsminister Jakob Axel Nielsen brachte es in Alpbach auf den Punkt: Nimmt der Staat die Debatte über Finanzierungsprobleme nicht ernst, stehen unsere Grundwerte - etwa der, dass jeder den gleichen und freien Zugang zu Spitälern hat - auf dem Spiel. „Ernst nehmen" aber heißt verändern, wo Strukturen sich verselbstständigt haben und ohne Nutzen für die Patienten Milliarden verschlingen.
Im Grunde hatte die Kirchenführung von Salzburg bis Rom bislang leichtes Spiel. Dass immer weniger Gläubige in die Kirche gehen? Tut nicht wirklich weh. Dass der Kirchenbeitragstopf schrumpft? Macht man eben einen Spendenaufruf mehr! Und die Proteste der Schäfchen, Kirchenvolksbegehren usw.? Auch das vermochte das große Kirchenschiff nicht ins Wanken zu bringen.
Einen Tyrannen zu stürzen ist nicht leicht. Das hat die Welt seit Mitte Februar gesehen: Die Libyer, die sich gegen Muammar Gadafi wandten, brauchten ein halbes Jahr und die Unterstützung der NATO, um den Diktator zu bekämpfen. Noch viel schwieriger wird es aber sein, die Revolution zu sichern, sie in einen politischen Prozess umzuwandeln, an dessen Ende ein stabiler Staat Libyen steht. Ein Staat, in dem der Ausgleich von Interessen zwischen den verschiedenen Stämmen ebenso gelingt wie die einigermaßen gerechte Verteilung der Gewinne aus den Bodenschätzen des Landes.
Offiziell sprechen sich die Vertreter der Salzburger Volkskultur stets für das Völkerverbindende im Brauchtum und gegen Nationalismus aus. Und sie initiieren auch entsprechende Projekte.
Was radelnde Landeshauptleute mit journalistischer Freiheit zu tun haben und warum Salzburg eine Insel der Seligen ist. Noch, jedenfalls. Als Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll diese Woche mit einer Herrenrunde auf den Großglockner radelte, war ein ORF-Team aus Niederösterreich dabei. Und am Abend auch das Fernsehvolk zu Hause: Ganze 2,29 Minuten durfte es dem Landesvater via „Niederösterreich heute" beim Freizeitsport zusehen.
Um 11.41 Uhr befand sich am Freitag die Salzburger Delegation noch auf dem Rückflug von Zypern. An Bord des Air-Berlin-Jets waren acht erkrankte Fußballprofis von Red Bull Salzburg, auch vier Medienleute waren gesundheitlich schwer angeschlagen.
Russland hatte die Chance, nach der Tyrannei die Demokratie zu gewinnen. Doch es beschied sich mit Putins Herrschaft.
Die Affäre um angebliche Kursmanipulationen in der früheren Telekom Austria wirft die Frage auf, welchen Einfluss die Aussicht auf üppige Bonuszahlungen auf das Verhalten von Managern haben kann.
Unter Wladimir Putin endete das teilweise chaotisch verlaufene demokratische Experiment in Moskau.
Jahrelang wollten die Großen in Europa nichts von enger Zusammenarbeit wissen. Doch die Not treibt die EU-Staaten zusammen. Die EU, zumindest die Eurozone, befindet sich auf dem Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa. Die Absichtserklärung der deutschen Kanzlerin und des französischen Staatspräsidenten, eine europäische Wirtschaftsregierung installieren zu wollen, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Er ist die Konsequenz aus den schweren Fehlern, die schon bei der Einführung des Euro gemacht wurden.
Amerikanische Studien gehen davon aus, dass jeder Dollar, der in die psychische und physische Gesundheit eines kleinen Kindes investiert wird, sich fünf- bis zehnfach rechnet. Weil das Kind als Erwachsener nicht mehr verhaltensauffällig oder arbeitslos sei - oder gar ein Drogenproblem habe und mit dem Gesetz in Konflikt komme.
Der Strukturwandel in der heimischen Landwirtschaft wird zu einem Thema für die Selbstversorgung Österreichs mit Nahrungsmitteln. Längst geben nicht nur Kleinbetriebe in schlechten Lagen auf. Am stärksten ist der Rückgang der Zahl der Bauern in den guten Produktionsgebieten und mit an sich guten Produktionsvoraussetzungen, wo sie zumeist auch entsprechende Mengen produzierten.
Mit der europäischen Pistole auf der Brust hat die italienische Regierung in wenigen Tagen ein Blut-, Schweiß- und Tränenprogramm zusammengeschustert. Es ist sozial unausgewogen und ungerecht und trifft wie üblich die Schwachen am härtesten. Wer drei Jahre lang seine Pflichten zu Budgetsanierung und Reformen versäumt hat, kann aber nicht darüber klagen, Hals über Kopf zu drastischen Maßnahmen gezwungen zu werden. Die Notsituation war vorhersehbar, die internationale Finanzspekulation hat sie nur verschärft.
Sind über 200 Veranstaltungen und über 220.000 aufgelegte Festspielkarten zu viel? Die Antwort bedarf einer Abwägung. Die Salzburger Festspiele sind zu groß, wenn sie einen Exklusivitätsanspruch stellen wollen." Diese bedenkenswerte Warnung sprach der Generalmusikdirektor der Staatsoper Wien, Franz Welser-Möst, vor kurzem im dritten „SN-Festspielgespräch" aus. Denn: Bei über 200 Veranstaltungen sei künstlerische Exklusivität kaum zu erreichen. Der Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, argumentierte am Sonntag ähnlich: „Ich glaube tatsächlich, dass wir die Grenze erreicht haben."
Cavaliere und Clown, Lustgreis und nun entmündigte Trauerfigur: Die Agonie des Silvio Berlusconi sollte rasch enden.
Herrschaft ohne die Legitimation durch die Beherrschten kann sich auch nicht durch den Bau von Mauern ewig schützen.Vor 50 Jahren hat das ostdeutsche Regime eine Bankrotterklärung abgegeben, die leider erst 28 Jahre später eingelöst wurde. Ostberlin versuchte, den Drang seiner Bürger nach Freiheit, Wohlstand, Liberalität und Demokratie mit Beton, Stacheldraht und Schießbefehl endgültig zu unterdrücken.
Der Blick in die Zukunft, in die Glaskugel, hat etwas Faszinierendes. Nicht umsonst genießt die Zunft der Wahrsager, Sterndeuter und Finanzanalysten seit Menschengedenken großen Zulauf. Auch wenn die Prognosen relativ oft danebengehen.
Stau. Die Schlechtwettersperre könnte besser organisiert sein. Aber nicht sie ist das Problem, sondern das Brett vor den Köpfen mancher.
Firlefanz, Geldverschwendung, Bauchpinselei. So mögen Kritiker argumentieren, die mit Ehrenzeichen ebenso wenig anfangen können wie mit den Berufstiteln Obermedizinalrat, Amtsrat oder Hofrat.
Die Politiker der Stadt Salzburg dürften heute, Donnerstag, genau so klug sein wie vor drei Monaten.
Nur weil etwas komisch riecht, muss es noch nicht faul sein. So wurde der Aktiendeal, der Telekom-Managern vor sieben Jahren zu saftigen Prämien aus ihren Aktienprogrammen verholfen hat, bisher abgetan.
Die Vermengung von politischer Opportunität und juristischen Entscheidungen ist eine gefährliche Sache.
So wie es aussieht, ist der Zug abgefahren: Die ÖBB halbieren die Zugverbindungen zwischen Salzburg und Graz.
Damit dürfte wohl nicht einmal Alexander Wrabetz gerechnet haben: Der neue alte Generaldirektor des ORF erhielt bei seiner Wiederwahl am Dienstag 29 von 35 Stimmen.
Wenn dereinst die Wirte beginnen sollten, die Halbe „Freibier" um 3,50 Euro zu verkaufen, werden sie mit dieser Werbe-Idee nicht die ersten sein. Nein, auf die Marketingstrategie, für „Gratis"-Angebote Geld zu verlangen, haben die für Familien- und Kindergartenagenden verantwortlichen Politiker von Salzburg bis Wien das Copyright.
Der Erfolg gibt Moniz rechtRed Bull Salzburg und Ricardo Moniz - dieses Gespann scheint ein Glücksfall zu sein. Nachdem sich die Mannschaft unter Moniz' Vorgänger Huub Stevens eher rück- anstatt nach vorn entwickelte, herrscht nun wieder eine Aufbruchsstimmung.
Das Erschreckende am (nicht rechtskräftigen) Urteil über den Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch ist, dass die halbe Republik über den Schuldspruch richtig erschrocken ist.
Was derzeit an den Börsen passiert, bildet die Verunsicherung ab, die viele von sich selbst und ihrem Umfeld kennen.








































