Juli 2011 Archive
Finanzkrise, Steuerreform, mehr Alte und Kranke - was am Landesbudget nagt.
Die serbische Regierung wähnte sich schon fast am Ziel. Mit der Auslieferung der flüchtigen Kriegsverbrecher Ratko Mladic und Goran Hadzic schien Belgrad die größten Hindernisse für eine Annäherung an die Europäische Union aus dem Weg geräumt zu haben. Aber die Annahme der serbischen Führung, bis Ende dieses Jahres könnte als Lohn dafür beinahe automatisch der Status eines EU-Kandidaten folgen, war viel zu optimistisch.
Dem schrecklichen Massaker in Norwegen folgte rasch eine furchtbare Schlammschlacht der Worte. Pauschalurteile waren diese Woche billig zu haben. Da wurde einerseits jeder, der den Islam kritisch sieht, zum Mittäter ernannt.
Wer fragt, wie viele Reiche kommen und wie viel Reichtum die Salzburger Festspiele für Staat und Stadt bringen, ist auf falscher Fährte.Fragt man die Präsidentin oder den Intendanten der Salzburger Festspiele, ob diese vor allem für reiches Publikum seien, erntet man ein forsch vorgetragenes Gegenargument:
Es ist nie zu früh, sich Sorgen über die Struktur der Salzburger Festspiele ab
dem Jahr 2014 zu machen.
Vor allem deshalb, weil in nächster Zukunft vor allem Flugzeuge betroffen sein dürften, die ohnehin von Süden kommen - und sich einfach die Schleife über den Norden sparen. „Keine Mehrbelastung für Salzburg" hat Verkehrsministerin Bures versprochen - und daran wird sie zu messen sein.
Zu beneiden ist die Agrarpolitik nicht. Und zu bemitleiden schon gar nicht.
Seit zehn Jahren gibt es die Möglichkeit der anonymen Geburt. Das Verständnis für die, die sich dafür entscheiden, fehlt.
Jüngster Anlass sind die teils doch recht auffälligen Abweichungen bei den Flächenangaben in den Förderanträgen. Tatsächlich ist die Frage berechtigt, warum Hunderte Salzburger Landwirte jetzt, da ihre Wiesen mittels Luftbildern kontrolliert werden, plötzlich weniger Wiesenfläche zur Förderung einreichen. Eigentlich hätten sie das schon in den Jahren davor, als die Kontrollore noch keine Luftbilder zur Hand hatten, tun können.
Vor zwanzig Jahren gab es für die Psychotherapiestunde noch vergleichsweise viel Geld von der Krankenkasse: Mit den 300 Schilling (21,80 Euro) Zuschuss war immerhin die Hälfte der Kosten für den Therapeuten gedeckt. Diesen Betrag bekommen die Versicherten noch heute. Das Problem: Die Summe deckt bestenfalls noch ein knappes Drittel der tatsächlichen Kosten.
Es gibt Wichtigeres als eine Debatte über den Text der Bundeshymne. Dennoch tut die Diskussion Österreich gut.
Es war eine aufwendig vorbereitete Pressekonferenz, zu der LH-Stv. David Brenner und Salzburgs Vizebürgermeister Martin Panosch geladen hatten: Begleitet von nicht weniger als fünf ihrer Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeiter warben die beiden SPÖ-Männer im September des Vorjahres wortreich dafür, die jungen Menschen mögen doch den Pflegeberuf ergreifen. Und sie versprachen auch gleich, dass es für die angehenden Pflegekräfte künftig mehr Taschengeld und beste Berufsaussichten geben werde.
Eine ganz wesentliche Aufgabe von unabhängigen Medien ist die Kontrolle der Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die journalistischen Methoden, die dabei angewendet werden, sind nicht immer die feinsten. Sie sollten jedoch moralisch vertretbar, und sie müssen auf jeden Fall legal sein.
Die Probleme in der Kunsthalle Wien sind ein Beispiel für ein grundlegendes Manko in vielen Kulturinstitutionen.
Wer über Kulturpolitik und -institutionen berichtet, hat derzeit viel
über Strafanzeigen, Korruptionsstaatsanwaltschaft oder Untreue zu
schreiben. Jüngstes Beispiel ist die Kunsthalle Wien, deren Direktor
Gerald Matt seit Monaten einer Flut von Vorwürfen ausgesetzt ist, die
noch nicht glaubwürdig zu entkräften waren: versuchte Vermittlung von
Staatsbürgerschaft gegen Geld, Honorare für Aufträge, für die Matt
Angestellte der Kunsthalle arbeiten ließ, hohe Telefonspesen und lange
Dienstreisen.
Die Gastarbeiter von einst sind statistisch gesehen schlechter ausgebildet, öfter arbeitslos und verdienen weniger. So weit die Fakten.
Dänemark führt die Kontrollen an den Grenzen wieder ein. Das Land stellt ein wesentliches Symbol der EU infrage.
Was in den Salzburger Landeskliniken passiert ist, macht kein gutes Bild: Der Klinikchef, der ärztliche Leiter und weitere Führungskräfte wurden vom Arbeitsinspektorat angezeigt - weil Ärzte bis über 98 Stunden pro Woche gearbeitet haben. Erlaubt wären im Extremfall 72 Stunden.
Die erste Woche der Frauenfußball-WM ist vorbei - und man muss ehrlich gesagt den Hut ziehen. Das bezieht sich gar nicht erst auf die Leistungen, sondern auf den Druck, der sich um dieses in Deutschland längst zum Sommermärchen hochstilisierte Ereignis aufbaut.
Beim Tag der offenen Tür wurde deutlich, dass Red Bull Salzburg auf dem besten Weg ist, die Fans zurückzuerobern. Über 6000 Zuseher waren in die Red-Bull-Arena gekommen.
Im Grunde spielt es keine Rolle, wie hoch der Wahlsieg der thailändischen Pheu Thai, der Partei des 2006 von den Militärs gestürzten Premierministers Thaksin, am Ende ausfällt.
Im Fall von DSK sollte man vorsichtig sein mit fixen Vorausurteilen. Am Ende könnte es in diesem Skandal nur Verlierer geben.
Reden wir nicht ständig über Fünfer. Ob Kinder und Jugendliche mit zwei oder wie vielen Nicht genügend immer aufsteigen dürfen, das kann nicht das Problem der österreichischen Schule sein. Wir müssen endlich Abschied nehmen von einem Unterricht, der sein Augenmerk darauf richtet, was die jungen Menschen nicht können. Erstens wissen sie das selbst gut genug, und zweitens und vor allem kann Österreich als hoch entwickeltes Hightech-Land in den nächsten zwei Jahrzehnten nur bestehen, wenn alle, wirklich alle unsere Kinder alle ihre unterschiedlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen können.
Auf die Salzburger Gebietskrankenkasse trifft dieser Befund nur sehr bedingt zu.






































