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Kein Feld für Goldgräber

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Hand aufs Herz: Auch wenn die Post morgen eine Aktion für einen Billig-Brief für fünf Cent oder eine Flatrate für 50 Postkarten pro Monat ins Leben riefe: Würden Sie mehr schreiben? Einmal abgesehen davon, dass im Geschäft mit Privatkunden keine Rabatte vorgesehen sind, darf das bezweifelt werden. 

Der Preis der Briefmarke ist schon lange nicht der Grund, warum immer weniger Briefe von Privaten im Postkasten landen. Es ist das Ergebnis einer technischen Weiterentwicklung,  so wie  das Ende des Fax oder der Videothek.

So gesehen hat  die börsenotierte Post mit ihrer ersten Porto-Erhöhung nach sieben Jahren das Richtige getan. Auch die mengenmäßig wichtigeren Firmenkunden werden der Post nicht sofort abhanden kommen. Denn bis dato fehlt es an Alternativen.

Die ursprünglichen Befürchtungen, mit dem Ende des Briefmonopols werde ein wilder  Konkurrenzkampf um das Versenden von Einladungen, Rechnungen und Kontoauszüge  ausbrechen, sind nicht eingetreten. Nur ein einziger privater Anbieter hat bisher um eine Lizenz zur Briefzustellung angesucht und bekommen - für fünf Vorarlberger Gemeinden!

Es ist nicht ausgeschlossen, dass dies noch länger so bleibt. Anders als der Mobilfunksektor ist der Postmarkt abgesehen von lustigen Services wie elektronischen Postkarten via Handy  wenig innovativ und er schrumpft, weil auch Firmen immer öfter E-Mails schicken. Goldgräberstimmung schaut anders aus. 

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