Februar 2011 Archive
Die SPÖ kommt aus den Personalquerelen nicht hinaus. Der Streit um die Führung des roten Landtagsklubs - Roland Meisl versus Walter Steidl - ist noch nicht entschieden, da tut sich intern der nächste Konflikt auf.
Eine turbulente Woche für Kulturredaktionen geht zu Ende. Am Mittwochabend trat Peter Noever, Direktor des Museums für Angewandte Kunst (MAK), zurück. Das MAK-Kuratorium erstattete gegen ihn Strafanzeige. Als Ursachen werden genannt: „Malversationen" sowie „manipulierte Abrechnungen".
Das kuriose Wettsingen lenkt so schön von echten Problemen ab. Endlich leistet auch Österreich dabei wieder seinen Beitrag. Heute wissen wir, wer zum Songcontest fahren wird. Der Name des Kandidaten tut aber nichts zur Sache. Es spielt keine Rolle, wer - wie die Patrioten der rot-weiß-roten Billigpopfront es formulieren - „unser Land Österreich in Düsseldorf vertreten wird".
Tunesien war beinahe ein Fest. In Ägypten wurde es schon kritischer. In Libyen fließt nun erstmals Blut in Strömen.
Das dabei geäußerte Selbstlob ist jedoch fehl am Platz. Die neuen Gesetze stellen das absolute Minimalprogramm dar. Die Änderungen im Asylrecht sind angesichts der drohenden Migrationsströme aus dem arabischen Raum ein Gebot der Stunde, die Vorratsdatenspeicherung ist ein EU-Auftrag.
Bei dem im März zu erwartenden Urteil im Fall des mutmaßlichen Kriegsverbrechers John „Iwan" Demjanjuk geht es um mehr als um die Frage, ob die deutsche Justiz einen 90-jährigen kranken Greis weiter in ihrer Obhut haben wird oder nicht.
Die Menschen haben genug von 42 Herrschaft Gadafi. Libyens Diktator aber lässt den Aufstand zusammenschießen.Der Umsturz in Tunesien und Ägypten hat die ganze arabische Welt in Aufruhr versetzt. Der Domino-Effekt ist da. Wie Osteuropas Volkserhebung 1989 wird auch der Araber-Aufstand 2011 zu einer „Ketten-Revolution".
Wie attraktiv ist es, Arzt in Salzburg zu sein? Kommt auch darauf an, auf welcher Stufe der Karriereleiter man gerade steht.
Ziemlich genau vier Monate ist es her, dass die Berufsheerdebatte begann. Was ist in diesem Dritteljahr geschehen? Nun: Der Generalstabschef wurde aus unerfindlichen Gründen gefeuert. Die Fragen werden immer mehr. Und Antworten gibt es keine.
Nicht einmal in Zeiten des Internets ist es einfach, Informationen über Kevin Esteve Regail zu finden.
Zum Jahreswechsel lebten 6,93 Milliarden Menschen auf der Erde, die Zahl der Mobilfunkanschlüsse lag bei 5,3 Milliarden.
Wenn Europa Ägyptern und Tunesiern helfen will, dann sollte es Ben Alis und Mubaraks Vermögen nach Kairo und Tunis schicken.
Gesetze sind dazu da, um Gerechtigkeit herzustellen - so sagt man. Das ist manchmal einfach, sehr oft aber schwierig - und manchmal sogar fast unmöglich. Wie etwa bei folgender Frage: Wie sehr soll man alte und kranke Menschen für ihr Leben im Pflegeheim zur Kasse bitten? Jede Lösung hat große Nachteile und ist in gewissem Sinn ungerecht.
An sich hat Verkehrsministerin Doris Bures nichts mit Benzinpreisen zu tun. Die Steuererhöhung geht auf das Konto ihres Kollegen Josef Pröll, um mehr Preistransparenz kümmert sich das Wirtschaftsministerium.
Dass es überhaupt zu einer gerichtlichen Überprüfung im Fall Silke Schnabels kam, ist schon für sich genommen ein Signal: Es beweist eine entscheidende Änderung im Umgang der Justiz mit Opfern und deren Angehörigen.
Mit einem Tag Verspätung kann die Volksbewegung in Ägypten ihren großen Sieg feiern: Hosni Mubarak, der Diktator, ist gestürzt. Mit der Formel „Ich oder das Chaos" hatte der Präsident bis zuletzt seine Position zu behaupten versucht.
Vielleicht ist es ein Glück, dass der nicht mehr zu übersehende demografische Wandel zum Umdenken zwingt. Jeder vierte über 40-Jährige wünscht sich bereits in Pension.
Fassungslos sitzen wir seit Tagen vor dem Fernseher, sehen uns Videos online und Bilder in Zeitungen und Zeitschriften an: Der friedliche Aufstand der Bürger von Ägypten entspricht so ganz und gar nicht unserem üblichen Bild vom gefährlichen, dem militanten Islam verfallenen Araber.
Präsident Mubarak klammert sich an die Macht. Aber Ägypten kommt nur zur Ruhe, wenn er endlich zurücktritt.
Was man sich früher vielleicht gewünscht hätte, wird bei den heute beginnenden Titelkämpfen für den ÖSV wahr. Bodenständig, verlässlich und solid. Was man für gewöhnlich deutschen Autobauern nachsagt, gilt in den nächsten zwei Wochen wohl auch für die Titelkämpfe im alpinen Skisport. Mit der Wahl der bayerischen Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen als Austragungsort ging der Weltverband FIS allen Schwierigkeiten aus dem Weg, die man mit Wetter (Morioka), Organisation (Bormio) oder arktischen Temperaturen (Aare) schon hatte oder haben kann.
Billigere Blumenerde für Bauernbündler, Saunarabatt für SPÖ- wie ÖVP-Mitglieder, günstigeres Zugfahren für Grüne. Mancher Marketing-Gag, den die Parteien aufbieten, um ihre lichten Reihen zu füllen, regt auf den ersten Blick zum Schmunzeln an.
Der Wind des Wandels weht durch die arabische Welt. Nach Tunesien hat er Ägypten erfasst. Auch in anderen Nationen am südlichen Rand des Mittelmeeres kommen die Tage des Zorns.
Mehr statt weniger Europa: Deutschland und Frankreich preschen vor, aber nicht alle ziehen sofort begeistert mit.
Das Nein zur Gletscherbahn war vernünftig. Der Tourismus ist auch ohne sie erfolgreich.






































