Januar 2011 Archive
Es wirkt wie ein Befreiungsschlag. Noch verwehrt das unansehnliche, baulich ohnehin verkorkste Mesnerstöckl den Durchblick zwischen Furtwänglergarten und Universitätsplatz. Er würde einen doppelt offenen Blick schaffen: vom Festspielbezirk auf den Grünmarkt (und umgekehrt) und - vielleicht sogar noch wichtiger - den Blick auf den gesamten barocken Baukörper der Kollegienkirche Fischers von Erlach.
Gerechtigkeit für Politiker: Sie haben pauschale Verachtung und Häme nicht verdient. Zu viel Stress, zu viele Konflikte, zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung und eine weitgehend fremdbestimmte Zeiteinteilung: Das sind die unerwünschten Nebenwirkungen, die der Beruf des Politikers mit sich bringt.
Die Führungskräfte von börsenotierten Unternehmen befinden sich in der Zwickmühle: Einerseits verlangen ihre Aufsichtsräte und große Investoren, eigene Aktien zu kaufen. Was Sinn ergibt, weil auch signalisiert wird, an die positive Entwicklung der Firma zu glauben.
Internationale Großkonferenzen stehen in der Kritik. Aber wer an die Kraft des Wortes glaubt, muss den Dialog pflegen. Der Verbesserung des Zustands der Welt verpflichtet. So lautet die Leitlinie des World Economic Forum, das seit nunmehr 40 Jahren in Davos abgehalten wird.
Die Tunesier haben das arabische Bewusstsein verändert. In diesem Sinne gibt es längst einen "Dominoeffekt".
Beim jüngsten Großeinkauf im Supermarkt fiel der Blick wieder einmal bewusster über das Warensortiment, das im Einkaufswagen landete. Es gibt fast keine Lebensmittel mehr, die nicht in Plastik eingeschweißt, umwickelt oder in Kunststoffbehältern abgefüllt sind.
Junge Trendsetter erfinden den bereits in die Jahre gekommenen Vegetarismus neu und setzen damit einen ethischen Trend. Birkenstocksandalen, Jutesackerl und ein gräuliches Tofu-Schnitzel, das verschämt als Jause mit in die Arbeit genommen wurde. Das waren früher die Versatzstücke, mittels derer man einen Vegetarier problemlos erkennen konnte.
Chinas Aufstieg vollzieht sich schneller als erwartet. Das weckt Amerikas Argwohn. Zwei Konkurrenten müssen die Kooperation üben.
Gabi Burgstaller muss der Landespartei Beine machen. Da hat sie viel zu tun. Roland Meisl hatte im Olympia-Untersuchungsausschuss arg gepatzt, sodass die Opposition SPÖ und ÖVP überstimmen konnte. Das war eine peinliche Panne. Aber sie allein wird nicht der Grund dafür sein, dass Meisl demnächst wohl als Klubchef den Hut nehmen wird müssen.
Respektieren Erwachsene die Rechte von Kindern? „Zu wenig", sagt die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Salzburg. Wenn man sie denn fragt. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat das getan.
Dazu ein einfaches Rechenexempel: Wenn die Sanierung des denkmalgeschützten Hohen Hauses an der Ringstraße 300 Millionen Euro kostet, ist das etwa die Summe, die wir in zwei Wochen an Zinsen für unsere Staatsschulden bezahlen müssen. In zwei Wochen!
Über dieses verlorene Geld regt sich niemand auf. Im Gegenteil: Politiker, die immer weiter Schulden machen, stehen am Boulevard hoch im Kurs. Die Rettung eines der für die Geschichte und die Politik Österreichs zentralen Bauwerke wird hingegen skandalisiert. Was für ein seltsames Land.
Man könnte meinen, das sei typisch für die heimische Bildungspolitik: Ein Schritt vor, einer zurück. Und die Frage ist berechtigt: Wie soll jemals etwas weitergehen im Schulsystem, wenn nicht einmal ein Minireförmchen namens Herbstferien gelingt?
Aber: Warum wohl sind Österreichs vorige Saison sieglose Abfahrer wieder zu Siegläufern geworden?
Denn ohne Öffentlichkeit und Vernetzung mit den Mächtigen ist keine Politik zu machen.
Die SPÖ hat sich am Mittwoch erwartungsgemäß nicht zu der Entscheidung durchringen können, die Wehrpflicht über Bord zu werfen. Und - in diesem einen Fall - darf man froh sein, dass die Kanzlerpartei zögert. Für einen Schnellschuss, wie sie ihn im Wiener Wahlkampf abgefeuert hat, steht zu viel auf dem Spiel.
Gründe gibt es mehrere. Durch die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl und die Einführung der Neuen Mittelschule stieg in den vergangenen Jahren der Personalbedarf. Das war vor zehn Jahren noch nicht absehbar.
Dazu kommen aber immer wieder: schlechtes Timing, taktische Fehler und - wie die Turbulenzen in Wiener Neustadt zeigen - peinliche Kommunikationsprobleme.
Die Gier nach billigen Lebensmitteln sorgte dafür, dass man sich weltweit vor einem einzigen Futtermischer fürchten muss.
Österreichs Slalomtruppe präsentiert sich vor den Klassikern in Wengen und Kitzbühel in Superform, allen voran die beiden Salzburger Marcel Hirscher und Reinfried Herbst.
Der Generalstab des Bundesheeres hat vergangenes Jahr im Auftrag von Verteidigungsminister Norbert Darabos die Kosten eines Berufsheeres errechnet. Das Ergebnis: Wenn die Profiarmee die gleichen Aufgaben erfüllen soll wie die heutige Wehrpflichtigenarmee, müsste das Verteidigungsbudget auf vier Milliarden Euro verdoppelt werden.
Oft sind die Themen, bei denen doch alles klar sein müsste, die heikelsten. Wie bei der Frage, wann und wo die Rechnungshöfe von Bund und Land nachbohren dürfen und wo nicht. Die logische Antwort wäre: Je mehr Kontrolle, desto besser. Einschau überall, wo Steuergeld im Spiel ist. Transparenz aber auch dann, wenn private Geldgeber und öffentliche Hand gemeinsam Projekte planen.
Monatelang heizte die politische Rechte das Klima in den USA auf. In dieser vergifteten Atmosphäre griff ein junger Mann zur Waffe.
Erfolgreich sind Österreichs Skispringer schon immer gewesen. Der Tourneesieg von Thomas Morgenstern war der zwölfte für den heimischen Skiverband. Dass sie dabei so sehr im Blitzlichtgewitter stehen wie in den vergangenen Tagen, ist aber neu.









































