Europas Demokratien sind in der Krise, und der wenig zimperliche Umgang der Mächtigen mit den Medien ist ein Indiz dafür. Die „vierte Gewalt" wird daran gehindert, strenger Kontrolleur der Regierenden zu sein.
Was in Italien geschieht, ist eine absolute Anomalie: Silvio Berlusconi, einflussreichster Medienunternehmer des Landes, ist zugleich Regierungschef. Eine solche Verquickung persönlicher und politischer Interessen verträgt sich nicht mit der Idee der Gewaltenteilung. In vielen Medien Italiens findet folglich keine kritische Reflexion über das Regierungshandeln statt. Vielmehr gibt es Trivialisierung und Boulevardisierung, was zur Entpolitisierung des Publikums führt.
Aber dieser Trend ist von Berlusconistan längst auf Frankreich übergeschwappt. Auch hier richtet sich das Scheinwerferlicht der Polit-Szene vor allem auf einen Darsteller: Das ist Präsident Nicolas Sarkozy, dessen Ehefrau Carla Bruni zudem den Glamour-Faktor beisteuert. Sarkozy, der soziale Aufsteiger, kultiviert die Nähe zu den Reichen der Gesellschaft. Er scheut sich nicht, über die Beziehungen zu Medieneigentümern Druck auf kritische Berichterstatter auszuüben. Die Pressefreiheit wird zerknüllt - kein Ruhmesblatt für das Land der Menschenrechte.
Das alte Europa liefert das Negativmodell, dem jetzt auch das neue Europa folgt. Das Mediengesetz von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban schützt die Regierenden in Budapest vor zu viel kritischer Analyse - und schadet der Demokratie. Europas Bürger sollten protestieren.




Herr Müller soll bitte dann mal erklären, warum weniger als 30 Prozent der Österreicher noch für die EU sind, jedoch fast 100 Prozent der Schreiberlinge die EU anbeten. Legen Sie offen, wer auf die Medien Druck ausübt oder ist das alles Zufall ?
Gewalt ausüben bedeutet ausnahmslos, die eigene Schwäche offenzulegen.
Mit Sätzen aus Ihrer Zeit im Waldorfkindergarten können Sie sich die Welt zwar schönreden, doch die schaut leider anders aus. Rausgehen, Kopf in den Schnee stecken und dann im Internet über die EU informieren, was abgeht...............
Wir brauchen uns über Berlusconi und China gar nicht aufzuregen. Bei uns lügen die Stromlienmedien, dass sich die Balken biegen, nur um Strache klein zu halten, was aber ohnehin misslingt (siehe Kanzlerfrage auf Platz1). Der ORF darf sogar Neonazis instrumentalisieren und dann höchstwahrscheinlich gefälschte Bänder zurückhalten. Nein, nein, die Bananenrepublik sind wir. Eine entwickelte Demokratie ist in Österreich weit und breit nicht in Sicht!
pressefreiheit gilt nur soweit, als man nicht intim privates veröffentlicht. diese megajournalisten hatten auch diana am gwissen. diese geilheit über jeden alles zu wissen kotzt mich an.