Dezember 2010 Archive
Man kann an ein und demselben Ort nicht beides haben: Der Nationalpark und eine Tunnelbahn, die Tausende Skifahrer Richtung Mölltaler Gletscher in Kärnten befördert, sind nicht vereinbar.
Mit der Ratifizierung des START-Abkommens im Senat feiert Barack Obama ein politisches Comeback, das nach der Schlappe bei den Kongresswahlen wenige für möglich gehalten hätten.
Wohnen war in Stadt und Land Salzburg noch nie so teuer wie heute. Grundstücks- und Mietpreise verleiten den Laien zur naiven Frage: „Schilling oder Euro?" Es geht um Euro und um eine viel stabilere „Währung": Immobilien.
Europas Demokratien sind in der Krise, und der wenig zimperliche Umgang der Mächtigen mit den Medien ist ein Indiz dafür. Die „vierte Gewalt" wird daran gehindert, strenger Kontrolleur der Regierenden zu sein.
Die Bürger Europas sind aufgebracht. Gefährlich aufgebracht.
Der österreichische Feldherr Raimondo Montecuccoli sagte einmal, zum Kriegführen brauche es drei Dinge: Geld, Geld und nochmals Geld. Genauso ist es beim Berufsheer.
Liest man allerdings die Anklage, so geht es hier nicht um Ausflüge in den Streichelzoo, sondern um die Organisation von Kampagnen gegen Bekleidungshäuser (Stichwort: Pelze), Produzenten landwirtschaftlicher Produkte (Stichwort: Tierhaltung) und gegen die Jagd. Das sei der Hintergrund von Sachbeschädigungen, Brandstiftungen und Sabotageakten.
Ein Skihersteller verkauft in Österreich bereits 60 Prozent seiner Ski in das Verleihgeschäft, ein Drittel aller neu zugelassenen Autos im Privatbereich sind geleaste Wagen. Statt die Schneefräse zu kaufen, mieten Private nicht nur das Gerät, sondern gleich die Dienstleistung dazu.
So ist es nicht überraschend, dass sich kaum noch jemand für das Direktorenamt zu interessieren scheint. Alarmierend ist jedoch das Ausmaß, in dem das Interesse von Jahr zu Jahr weiter sinkt: Bei vier von fünf Ausschreibungen gibt es in Salzburg nur mehr einen oder überhaupt keinen Bewerber. In vielen Gemeinden ist es mittlerweile leichter, einen Schützenkommandanten zu finden als einen Leiter für die örtliche Volks- oder Hauptschule.
Ansetzen muss die Schulpolitik an mehreren Stellen: Wenn ein Lehrer, der ein paar Überstunden hält, heute mehr verdient als sein Direktor, sind zunächst einmal beim Gehaltsschema Nachbesserungen nötig. Dafür ist der Bund zuständig.
Der Streit um das Brustzentrum am LKH Salzburg hatte viele Facetten. Dass zwei Primare offenbar nicht mehr miteinander konnten, ist nur die augenscheinlichste. In dem Konflikt manifestierte sich auch ein Ringen zwischen Gynäkologen und Onkologen um die Vorherrschaft in der medikamentösen Therapie - das gibt es nicht nur in Salzburg.
Die Antwort kennt niemand so gut wie die Salzburger Regierungsparteien. Nirgends weiß man besser, wie man jahrelang Reformen verschleppt.
Die Ursachen dafür sind vielfältig: mangelnde Transparenz der europäischen Entscheidungsprozesse; eine aufgeblähte Bürokratie; für nationale Unzulänglichkeiten die Schuld leichtfertig auf die EU abschieben; Schwarz-Weiß-Malerei in manchen Medien, die der Wahrheit nie gerecht wird.
Natürlich muss man die Frage nach schlechten Einflüssen stellen. Man kann Psychologen bemühen, die dann sagen, dass sich Jugendliche gern Antihelden suchen - der „Reiz des Verbotenen". Diese Reize werden geschürt, von Verharmlosern, auch von Scharfmachern, im Internet. Und im TV-Abendprogramm sind Hitler und Konsorten zu einer Art „Nazi-Doku-Soap" geworden. Zur „Aufklärung", sagen die Macher. Oder doch zur Quote? Der mediale Nazi-Overkill bewirkt, dass die Zeitder Mörder oft nur mehr als Abendunterhaltung empfunden wird - eine andere Art von Action und gleichzeitig eine Art von Apathie. Erst wenn Tabus gebrochen werden, herrscht Bestürzung.








































