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Energiestrategie: Ein Schritt nach vorn

| Kommentare (2)
Die EU gab den Anstoß, nun sickert es nach unten. Die Notwendigkeit einer Energie-Trendwende wird zur nationalen Erkenntnis. 
Umweltminister Niki Berlakovich sprach von einem „historischen Schritt" und  einem „Meilenstein in der Energie- und Klimapolitik". Das ist übertrieben. Vorgelegt wurde ein noch unverbindlicher Maßnahmenkatalog, um den  Energieverbrauch Österreichs bis 2020 auf dem Niveau von  2005 zu stabilisieren. Den Anstoß   gaben die  Klimaschutzziele, die sich die 27 Länder der EU  2008  gesetzt haben - nun geht es   an die Umsetzung auf nationaler Ebene.

Worüber sich Berlakovich  zu Recht freut, und was tatsächlich ein Novum in unserem Land ist: Wirtschafts- und Umweltminister ziehen an einem Strang: gemeinsam holten sie sich rund 150 Experten aus verschiedensten Bereichen, um eine Politik der Zukunft zu entwerfen, gemeinsam machten sie die Eckpfeiler fest: Weniger Energieverbrauch, mehr Effizienz.  Was das bedeutet, bringen Berlakovich und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner dem Volk scheibchenweise bei wie einem bockigen Kind - obwohl alles längst  auf dem Tisch liegt. 

Natürlich braucht es die  überfällige  Ökologisierung des Steuersystems. Klar trifft es den  Verbrauch klimaschädlicher und zu Ende gehender fossiler Ressourcen, ob nun in Form einer CO2-Steuer oder einer Erhöhung der Mineralölsteuer oder  beidem. Naheliegend auch, dass   eine Verringerung des Verbrauchs, also der effiziente Einsatz von Strom, Benzin und   Wärme, am wenigsten schmerzhaft ist.

Die  Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energiekonsum  muss den Staat keineswegs  ruinieren. Beispiel Sanierungsscheck: 100 Millionen Euro Förderung für die Wärmedämmung von Gebäuden haben ein Mehrfaches an Investitionen  ausgelöst - und damit Aufträge, Jobs und Einkommen geschaffen und nicht zuletzt wesentlich höhere Steuereinnahmen ins Budget gespült. 

Logisch daher, dass Mittel umgeschichtet werden müssen, vom Heiligen Straßenbau etwa in  öffentliche Verkehrsnetze. Es muss bin in die letzte Gemeindestube  klar werden, dass es von gestern ist, sich als Politiker bei der Eröffnung eines neuen Straßenstückes fotografieren zu lassen. Das Zeitalter des Erdöls läuft aus -  ganz einfach, weil der Rohstoff zu Ende geht. Je früher dieser  simplen Erkenntnis politisch Rechnung getragen wird, desto eher gelingt der  Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft, desto eher gelingt auch die Sicherung des Wohlstandes.

Berlakovich und Mitterlehner  versuchen, neuen Kurs zu nehmen.  Gut so.   

2 Kommentare | Kommentieren

  • Ja , ja !

    Als der Vorarlberger Milchbauer Kaspar Naze
    in den NR kam gab es bösen Spott und Hohn ,das hab ich mir gut gemerkt.
    Als Grüner wurde er damals lächerlich gemacht.
    Von der Braunen Seite hieß es :" Phonetisch attraktiver Name " .
    Die Schwarzen spielten überzeugend Heimatfilmbürgermeister , die Roten
    meinten " Zurück in die Höhle mit Kienspan ".
    Auch die FPÖ sah nur links.
    Die Kirche verortete phantasielos-pragmatisch prophylaktisch auch fürs erste Links .
    Naze hatte allerdings recht.
    Damals waren die Grünen nicht nur auf Antifa , Katzenfeminismus
    und kriminelle Jagdsabotage
    reduziert .
    "Wer Hejmat im Herzen trägt , hat Scheiße im Hirn".
    Das sind heute ihre ideologischen Grundsätze.
    Der obige Artikel beschreibt völlig richtig leider nur die Versäumnisse der Vergangenheit ,eine Art langweilige Bestandsaufnahme .
    Was Neues hat der Verfasser aber gar nicht erst angedacht...
    Den Grünen fällt dazu schon gar nichts ein.
    Sollte aber sein !

    Meint
    bubo

    PS
    Danke für den trivialen Hinweis, " daß der Rohstoff Erdöl zu Ende geht.."
    Ich hab ´s bislang gar nicht gewußt.
    Ich bin um eine völlig neue Erkenntnis reicher geworden und bin den SN dankbar dafür !
    Zahl gern mein Abo.

  • Ja , ja !

    Recht hab ´ ich ja doch !
    Nix feedback.

    bubo

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