März 2010 Archive
Während sich schon lange jede Person innerhalb des Schengenraumes frei bewegen konnte, setzte die Polizei in jedem Bundesland unterschiedliche Schwerpunkte. Das hatte bisweilen zur Folge, dass Kriminelle lediglich von einem Bundesland ins nächste getrieben wurden.
Damit soll Schluss sein.
Die Osterfestspiele sind im Vergleich zu dem, was Kulturbetriebe wie Wiener Festwochen oder Tiroler Landestheater bewältigen, klein. Für sie genügt ein Miniteam aus - aufs Jahr gerechnet - fünf oder sechs Vollzeitkräften, denn sie haben zwei der weltweit künstlerisch potentesten Institutionen als Partner: die Berliner Philharmoniker sowie die Salzburger Festspiele.
Es spielt aber ohnehin fast keine Rolle mehr, zu welcher Lösung sich die Europäer - angeführt von Deutschland und Frankreich - durchringen. Das Image der Eurozone ist schwer ramponiert.
Für jede einzelne diese Maßnahmen gibt es Argumente. Beim Kindergarten sagen die Eltern selbst, dass ein passendes Angebot und eine hohe Qualität wichtiger sind als der Nulltarif.
Zur Mode darf es aber nicht werden, dass jetzt die Kleinen, die Frauen und die Familien als erste Sparobjkete entdeckt werden.
Zur „Buhfrau Europas" ist Angela Merkel gestempelt worden, weil sie sofortige Hilfszusagen für das taumelnde Griechenland ablehnt. Einer „nationalistischen" Einstellung zieht deswegen der grüne EU-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit die deutsche Kanzlerin, die damit einer „europäischen Lösung" im Wege stehe. Doch kurz vor dem Gipfeltreffen der Europäischen Union in Brüssel zeichnet sich ab, dass sich Merkel mit ihrer konsequenten Haltung durchsetzen könnte. Die Regierung in Paris ist offenbar auf die Linie der Kanzlerin eingeschwenkt. Das eröffnet die Chance, dank der deutsch-französischen Initiative eine Spaltung der Eurozone zu verhindern. So strikt wie selten ist Angela Merkel auf Europas Bühne aufgetreten. Weil sie im großen Schulden-Schlamassel kühlen Kopf behalten hat, sollten am Ende alle 27 EU-Mitglieder ihrem Plan zur Lösung der Eurokrise folgen. Erstens: Selbstverständlich müssen die EU-Staaten Solidarität mit Griechenland demonstrieren. Dies schon deshalb, um die Spekulanten abzuschrecken, die auf eine Staatspleite in Athen wetten. Doch bereits jetzt fixe Finanzhilfen zu verkünden, würde ein falsches Signal aussenden. Griechenland könnte bei seinen Sparbemühungen nachlassen. Und wenn die Griechen sich nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen müssen, in den sie durch ihre Schuldenmacherei geraten sind, droht ein Domino-Effekt: Dann könnten auch andere Defizitsünder wie Spanien, Portugal oder Italien auf Finanzhilfen spekulieren. Zweitens: Tritt tatsächlich der Notfall ein, soll die EU im Verbund mit dem Internationalen Währungsfonds zur Rettung Griechenlands eilen. Den IWF in diesem Fall einzuschalten, ist nur die realistische Erkenntnis, dass die EU im Augenblick über kein geeignetes Instrumentarium für eine solche Krise verfügt. Das trifft zwar das Selbstbewusstsein der Europäer, weil sie damit eingestehen müssen, dass sie derzeit ihre Probleme nicht aus eigener Kraft lösen können. Das ändert aber nichts daran, dass ein Europäischer Währungsfonds (EWF) allenfalls ein Mittel für die Zukunft sein kann. Drittens: Über die aktuelle Griechenland-Krise hinaus gilt es, schärfere Strafen für Euro-Sünder festzulegen - bis hin zum möglichen Ausschluss aus dem Euro-Raum als Höchststrafe. Dafür sind auf längere Sicht die europäischen Verträge zu ändern.
Anders in China. Dort ist Google weit nicht so gefragt wie die einheimische Suchmaschine „Baidu". Angesichts des wohl ohnedies aussichtslosen Kampfes um die Marktführung im Land erscheint die Kraftprobe des US-Konzern mit dem Pekinger Regime um Zensur in anderem Licht. Es hilft, das zuletzt ramponierte weltweite Image wieder aufzupolieren.
Krisen haben eine Eigenart. Sie rücken die Dinge ins Licht. Die griechische Misere und die Debatte zu ihre Bewältigung zeigt, wo die große Schwäche des Projektes Europäische Union liegt. Zwar gibt es Euro und Zentralbank, also eine gemeinsame Geldpolitik, - dann aber ist weitgehend Schluss mit gemeinsam. Auf die Entwicklung einer gesamteuropäischen Wirtschaftspolitik wurde dankend verzichtet.
In aller Stille wachsen die Masten der neuen „Stromautobahn"in den Flachgauer Himmel. In einem Jahr könnte die Leitung schon in Betrieb gehen. Kein Demonstrant hat sich angekettet. Aus dem angekündigten „zweiten Hainburg" ist nichts geworden. Das Land hatte die 380-kV-Leitung 2007 bewilligt. Damit war die Sache praktisch schon gelaufen. Für den zweiten, noch gar nicht eingereichten Teil vom Flachgau in den Pinzgau wird es jetzt aber spannend. Und wieder steht die Landespolitik zwischen den Fronten. Die Beteiligten machen es sich ziemlich leicht.
Ein paar 14-jährige Mädchen hatten in einem Lokal am Rudolfskai in Salzburg so lange, so viel und so starken Alkohol getrunken, dass eine der Jugendlichen ins Landeskrankenhaus eingeliefert werden musste.
Frauenquoten bereiten auch Frauen Bauchweh. Weil sie immer der Geruch von Herabsetzung umweht. Nach dem Motto, sie ist ja nur eine Quotenfrau, und tüchtige Frauen hätten Quoten nicht nötig.
Ein schlauer Mann löst Probleme, die ein weiser Mann im Vorhinein vermeidet. Israels Premier Benjamin Netanjahu scheint nicht weise zu sein, das beweist die „schwerste diplomatische Krise im Verhältnis Israel-USA seit Jahrzehnten".
Nicht weniger als 65.000 Quadratmeter Kollektorfläche für die Solarwärme sollten jedes Jahr montiert werden. So steht es in einem Expertenpapier zu den Klimazielen im Bundesland Salzburg.
Politiker sind nicht dumm, sie verkaufen uns nur für dumm. Sie wissen vieles besser, als sie es sagen.
E s war exakt 11.08 Uhr am Freitag, da warf der Diaprojektor im Korneuburger Prozesssaal das Bild jenes 14-jährigen Buben auf die Leinwand, dessen Tod durch den Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizisten im Zentrum des Verfahrens stand. Ein skeptisch dreinblickendes Bubengesicht von einem, der laut Kremser Polizei schon als Strafunmündiger immer wieder ungut aufgefallen war und sich zuletzt mit einem Komplizen zu einem nächtlichen Einbruch in einen Supermarkt entschloss.
Der Erzabt von St. Peter in Salzburg ist seit Montag als Oberer des traditionsreichen Benediktinerklosters nicht mehr tragbar. Ohne den Stab zu brechen, war dieser Rücktritt fällig. Gelöst ist damit aber nichts. Denn auf dem Prüfstand steht das Moralsystem einer Kirche, das zwiespältig wahrgenommen wird: unbarmherzig gegenüber Ehepaaren, die nicht dem kirchlichen Codex entsprechen, fahrlässig im Umgang mit sexuellen Verfehlungen in den eigenen Reihen. Katholikinnen und Katholiken in einer zweiten Ehe wird unterschiedslos die Kommunion verweigert. Priester, die sich offen zu einer Beziehung und daraus erwachsenden Kindern bekennen, werden unterschiedslos aus ihrem Amt gewiesen. Gleichzeitig drückt die Kirche bei Zölibatsverfehlungen beide Augen zu, so lange nichts publik wird.
Der Bund hat eine Verlängerung dieser Sonderregelung für seine Beamten bis 2013 beschlossen.
Als wäre nichts geschehen: Großbanken und Hedgefonds zocken munter weiter. Diesmal geht es um einen ganzen Staat.
Um ein Viertel weniger Menschen an der Armutsgrenze, die ehrgeizigen Klimaschutzziele erfüllt und ein gefestigter Bankensektor, der eine florierende Wirtschaft finanziert, die mindestens drei von vier Leuten im erwerbsfähigen Alter ein gutes Auskommen bietet, damit sie nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. So stellt sich EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Lage der Europäischen Union in zehn Jahren vor.
Sparprogramme wie jenes der griechischen Regierung sind Maßnahmen für den Notfall. Athen fordert damit die Gewerkschaften heraus und riskiert enorme soziale Spannungen.
Wer trägt entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens bei? Es sind die Menschen. In einer Zeit, in der Wachstum zum Allerheiligsten erhoben worden war, und erst recht seit Ausbruch der Wirtschaftskrise, kommen aber gerade diese Erfolgsgaranten zunehmend unter die Räder.
Die deutschen Verfassungsrichter klopfen den Innenministern auf die Finger und zwingen die EU, Bürgerrechte einzuhalten.
Die Regierungsklausur in Graz ist eine Klausur der Nichtigkeiten. Möglicherweise ist das die Ruhe vor dem Sparpaket-Sturm.
Es gibt ohne Zweifel geeignetere Kandidaten, denen die Justiz „im Namen der Republik" Milde erweisen könnte, als einen Holocaust-Leugner und neonazistischen Publizisten wie Gerd Honsik.










































